Full text: 33.1905 (0033)

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direktionsbezirk 11 an der Zahl, haben an der Spitze hier an Musik unentgeltlich und an Speisen und Ge- 
einen Musikdirigenten, der, meist aus der Grube be- ■ tränken zu den billigsten Preisen angeboten wird, da- 
schäftigt, die Aufsicht über 
die Musiker führt und 
ihre Ausbildung in be¬ 
sonderen wöchentlichen 
Übungsstunden leitet. Die 
Mitwirkung der Bergmnsik 
erfolgt nun einmal bei 
allen Gelegenheiten fröh¬ 
lichen Charakters wie 
Bergfesten, Konzerten, 
Winterfesten usw., sodann 
aber bei den Beerdi¬ 
gungen der Bergleute, 
die altem Gebrauche ent¬ 
sprechend nach wie vor 
unter Begleitung eines 
Bergmusikkorps zu Grabe 
getragen werden. 
Die Lei st u ng en sämt¬ 
licher Bergkapellen 
sind, wie allgemein von 
musikverständigen Leuten 
anerkannt wird, durchaus 
gediegene, so daß der Be¬ 
such der Konzerte und der 
schön ausgestatteten und Wintervergnügungshalle ans Grube Gerhard, 
bequem eingerichteten Ver- _ . 
gnügungsplätze jedem bestens empfohlen werden kann, durch zu würdigen wissen, das; sie derartige Konzerte 
Besonders unsere Bergleute mögen das, was ihnen mehr als bisher besuchen. 
Eine neuartige Landkarte 
ist diejenige, welche auf der Weltausstellung von St. 
Louis die Karte der Bereinigten Staaten darstellt. 
Sie ist auf einer schräg liegenden Bodenfläche in der 
Art eines Teppichbeetes angelegt und mißt ungefähr 
130 Meter von Osten nach Westen, 65 Meter von 
Norden nach Süden. Dieses Terrain wurde bearbeitet, 
aufgeeggt und mit Erbsen besät, um das Wachsen von 
Unkraut zu verhindern. (Sin 5 Meter breiter Rasen 
bildet die Grenze und Ränder dieser riesigen Karte. 
Die Abgrenzungslinieu zwischen den einzelnen Staaten 
werden durch einen Kiespfad von 80 Zentimeter ge¬ 
bildet. Die äußere Grenze, die 14 Staaten und 
Territorien umgibt, ist durch einen Gang von weißem 
Sand markiert. Die Staaten selbst sind mit den haupt¬ 
sächlichsten Produkten ihres Bodens bepstanzt. Die 
Sandwege sind genügend groß, um das Umhergehen 
der Besucher zu gestatten. Eine Art Labyrinth ge¬ 
stattet in den Anpflanzungen selbst umherzugehen, um 
sich über die Pflanzen zu belehren, die in jeden; Teile 
der Vereinigten Staaten gebaut werden und über die 
Art ihres Wachsens. Getreide sieht man in Menge 
im Nordwesten, während man in Florida Ananas, 
Orangen und andere halbtropische Früchte wachsen 
sehen kann; Tabak ist eines der vorwiegenden Er¬ 
zeugnisse von Kentucky; Zuckerrohr und Baumwolle 
wachsen in den Pflanzungen, die die anderen südlichen 
Staaten darstellen usw. Es sind nicht nur die Erzeug¬ 
nisse jedes Staates auf dieser Karte dargestellt, 
sondern es ist noch dazu der Teil des Staates an¬ 
gegeben, der dieser Kultur am günstigsten ist. 
Die Metallschnye des Himalaya. 
Die Mineralschätze des höchsten Gebirges der Erde, 
des Himalaya, sind nur wenig bekannt und noch weniger 
einer Ausbeutung unterzogen worden. Der Forschung 
bleibt dort überhaupt noch viel zu tun, denn seit den 
ersten allgemeinen Studien der geologischen Landes¬ 
untersuchung in Indien sind eingehendere geologische 
Arbeiten nur in kleinen Teilen des Himalaya ausge¬ 
führt worden. Diese Lücke des Wissens erklärt sich 
durch die Unzugänglichkeit des Gebirges. Indes darf 
man darauf schließen, daß der Himalaya namentlich 
recht goloreich ist, da ja alle von ihm herabkommenden 
Flüsse Gold führen. Vermutlich befinden sich die 
Goldadern erst in den höchsten Teilen des Gebirges. 
Außerdem hat mau bisher Lager von Graphit ausgezeich¬ 
neter Qualität entdeckt, Gänge von Kupfer-, Blei- und 
Silbererzen, namentlich in den Bezirken von Kumaon 
und Garwal. Die größte Schwierigkeit, die sich der 
Verwertung dieser Reichtümer entgegenstellt, ist die des 
Transportes. Soweit die Erzlager überhaupt in An¬ 
griff genommen sind, hat man die Erzeugnisse fast in 
allen Fällen buvd) Träger fortschaffen müssen. Da 
aber Wasserkraft überall in Fälle vorhanden ist, auch 
ein Mangel an Arbeitern nicht besteht, das Klima für 
die Europäer sogar viel günstiger ist als in den meisten 
anderen Teilen Indiens, so dürften wenigstens die¬ 
jenigen Metallschätze, die nicht allzuweit im Innern 
des Gebirges liegen, in absehbarer Zeit eine tätigere 
Ausbeutung erfahren als bisher. 
Getrost! Aus der Schwelle der Ewigkeit 
Darfst Du niederlegen Dein Herzeleid.
	        

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