Full text: 22.1894 (0022)

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„Die alte dumme Entschuldigung in all'’ dieſen 
leidigen Fällen !“ fuhr sein Vater höchst unmutig auf. 
„Laß Deine Finger davon ! Das iſt das Einzige, 
was Du zu thun und zu denken haſt.“ Nach einem 
Augenblick Nachſinnens setzte er in anderem Tone 
hinzu: „Unerklärlich iſt es mir freilich auch." 
Da erhob sich, errötend bis zu den Schläfen, Hein- 
rich: „Jch bins geweſen. Eben hatte ich eine Pa- 
trone hineingeſtect, als Urnold hereinſtürmte, und ich 
g rs Ft zen die Flgte zei in die Ecke zu 
„Immer beſſer!* rief Herr Eſchenbach finster: 
„Du mit Deinen ſechzehn Jahren – . Alber laß 
Dir zunächst nur jedes Gelüſt vergehen: in dieſem 
Winter nehm’ ich Dich nicht mehr mit auf die Jagd. 
~ Hier, Karl, ſchließe ſofort das gefährliche Spiel- 
zeug in meinen Gewehrſchrank und bringe mir den 
Schlüssel zurück. Der Tag iſt mir gründlich verdorben.“ 
Eine peiuliche Stille herrſchte in dem vorher ſo 
fröhlichen Kreiſe. Da legte die Mutter ſanſt ihre 
Hand auf ihres Mannes Arm und ſprach: „Gott 
hat uns bewahrt, Heinrich hat ſeine Schuld offen und 
reuig bekannt, und Arnold wird sich beſſern - nicht 
wahr, Arrold ? Verſprich's mir, willſt Du nie mehr 
mit Pulver ſpielen ? niemals ein Gewehr anfassen, 
bis Dir's der Vaier erlaubt ?" 
_ yxNein, Mutter!“ antwortete der Knabe, Thränen 
s Uue:: mir die Hand darauf.“ 
„Ia, hier. “ 
„Dem Vater auch.“ 
Etwas zaghaft gehorchte der Knabe.
	        
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