Full text: 21.1893 (0021)

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vergießen und ohne Seräufh“, dachte fie mit aufe
richtiger Bewunderung.

ud bie beidben Herren waren viel baheim. Denn
das Gejdäft, obwohl recht bedeutend, nahm fie nicht
vollftändig unb bià aur llebermübung in Unfpruch,
ba nod) ein jüngerer Teilhaber mit Eifer barin tbütig
mat. Züglid) fonnten fie einige Stunden ihren Büchern
nnd Sammlungen widmen, oder der verehrten Mutter
Gefelfhaft leiftem und vorlefen. AWNjährlidH fanden
fie Beit zu einer Erholungsreije. So war bad Fa:
milienfeben, vor duBeren Sorgen gefdiipt und durch
Liebe verfhônt, nad jeder Ridtung pin glidlid.
Aud die Dienfiboten batten an bielem Segen teil.
gottden bejonber8 fühlte fi) wie in eine andere
beffere Well verfept und nahm fig vor, ben ftillen
Hafen fobald nicht zu verlafjen.

II.

Die [höne Sommerzeit am, Herr Robenbad) ging
mit Frau und Sohn auf mehrere Wochen nah Marien
bab unb Lottchen erhielt zu ihrer großen Freude einen
längeren Urlaub. So follte es, tvenn fein befonderes
Hindernis eintrat, jedes Jahr gehalten werden; aud
das war ihr eine große Unnehmlidleit. Denn fie
hing mit treuer Qiebe an der Heimat und Hatte mehr-
malà am bie Gltern, aud) an Agnes gefhrieben und
nie vergefjen, die gute Wojenmirtim grüBen gu lafjem.
(ber bie Ginbener marem nidt febr pünttlid) im Unt-
worten und überhaupt fünnen Briefe den perfönlihen
Verkehr nicht erjegen. Beim Wiederfehen gingen ihr
bie Wugen über, docH vor Freudenthränen. Sie kam
- den Eltern verändert, jozujagen vornehmer vor. Holder
	        

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