Full text: 21.1893 (0021)

— U: =

im Sopfe und im Herzen herum, Gie fhäpte ben
braven nüchternen Bergmann und wäre ihm gerne
forberlid) gewejen. Nachdem fie hin und ber über:
legt batte, machte fie fid) einen SSormanb unb trug
felbft eine Meine Näharbeit zu Frau Korff. 3Bei biejer
Gelegenheit faf fie fi Lotthen einmal recht genau
am unb bürte aud) Günftige8 über fie. Und al?
Holder drei Tage fpäter feine Urbeit vollendet Hatte
und den wobhlverbienten Lohn empfing, da überrajdhte
die gute Frau ihn durH bie Mitteilung: „Wenn
Lottchen zwei Jahre ohne Lobn bleiben und aud ein
wenig in der Wirtjdaft helfen will, jo Fann fiz in
fehs Wochen eintreten.“

Er fand vor Freude kaum Werte, feinen Dank
ausqufpredhen; die ZBirtim unterbrad) ibn aud ald.
bald und beredete bad S9táfere mit ibm. In gehobener
Stimmung eilte er heim.

Nicht ganz jo erfreut jeigte fi Lottden, ald fie
bie Runde vernahm. Nhrer ruhigen Urt fagte bie
Dauer des Deftebenden mebr qu als die Veränderung.
Sie wäre gerne noch länger babeim geblieben unt
in bie Nähldhule gegangen, zumal da fie mit Frau
Norffs Tohter Ugnes innige Freundichaft gejdlofjen
hatte. Dies arme Madden war vermadjen und
fühlte fig zu dem fanften Lotthen mebr bingegogen
als zu beren ilbermiitigen Sdywefter. Katharine
merfte bie8 wohl und ließ ihrer lofen Zunge zuweilen
die Bügel fchießen. „GleiH unb Gleidj gefelt fid)
gern,“ fagte fie einmal qu Thomas, bem Sohne der
Frau Korff, „Deine Schweiter mit ihrem BVerbrup-
taften, und meine mit ihren fdiefen Meugelein paffen
	        

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