Full text: 21.1893 (0021)

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Häuslein erbauen Fönnen. Sein eifriges Streben
ging nun dahin, diejen SBefig allmüábfid) zu feinem
vollen fduldbenfreien Eigentum zu maden. Seitdem
feine Gäuslichkeit anfıng gemütlicher zu werden, trug
er bem Wirte nur felten einen Grojden zu. Er
ihwieg nachfihtig, menn feiner Frau nicht fogleich
alleà nad) Wunjd) gelang; er Iobte fie, wo er nur
fonnte, und bad feuerte fie qu neuer freubiger 9n»
ftrengung an. @ebuld auf ber einem Seite, guter
Wille auf der andern vermögen viel. Dad Leben
der beiden Eheleute ließ fi immer mehr einem Tage
vergleiden, an dem die Sonne morgen? mühjam mit
Nebel und Wolken fümpít, enblid) aber fiegt umb un-
gehindert Glanz und Wärme niederjenden kann.
Dod) auch die trüben Erfahrungen waren für den

verftänbigen Holder nidt ohne Nußen geblieben; fie
Hatten ibm qu allerlei ernfthaft.en Gedanken und zu
einem feften Entjchlufje gebradt ,Jebe Arbeit, fo
leicht fie au8jehen mag, will gelernt und geübt werben.
Und die Pflidhten der Frau, auch im befheidenften

audmwefen, {ind durchaus fo leicht unb einfad) nicht,

a8 fdeint man aber oft bei der Erziehung ber
Mädchen zu vergefjen und qu meinen, alles fäme
ibnen gleidfam von felbft angeflogen, ober vom Bu.
feben, vom gelegentlidgen Mitarbeiten. Bor bem
Syrrtum will id) mid) hüten, Wenn Gott ung Töchter
identt, jo jollen fie aNleg Nötige, und vieleicht ein
wenig mehr, früher, gründlider und angenehmer
lernen, al& ibre qute Mutter.“

Go dachte er oft, wenn er nad) bed Tages Lait

unb Pie am Fenfter, oder auf bem Binklein
vor dem Haufe faÿ und auf Wiefe und Wald
	        

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