Full text: 21.1893 (0021)

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Gfüd auf! Wir beten kurz unb jdlicht,
Go ift es Bergmann? Brauch;
Dann dringen wir vom Tageslicht
Tief in der Erbe Baud.
Qeb’ wohl, mein Kind, ade, mein Weib,
Bebilte Gott euch Seel’ und Leib,

Gíüd auf! $a drunten gröhlt’8 und brauft’8,
Tie fladert'á Grubenlidt;
Dem Böjen unb dem Feigling graujt'8,
Dem braven Bergmann nicht,
Der denkt mit Mut und frommem Trup:
Ich fteh’ in meines Gottes Schuß!

Gíüd auf! Er jdafft mit fid'rer Hand;
Cr treibt fein Œijen ein,
lub tremut von Harter Felfenwand
Manch’ erzdburchjeßten Stein.
“Bis er fein Tagewert vollbracht,
Dann flieht er froh der Grube Madt.

Gíüd auf! Der golbnen Sonne Lidt
Grüft er mit heller Quit, :
1nd feinen Gott, der ihn befchirmt,
Dantt er aus voller Bruit.

Dann eilt mit frommem, frofem Sinn
Er heim zum Kreis der Seinen hin!
	        

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