Full text: 1.1873 (0001)

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c^l, die weite Welt, um nie zurückzukehren? — Oden 
— Elise erbebte — oder in's Wasser!" — Sie hätte 
sich freilich seiner letzten Worte getrosten können, aber 
die Nacht verdoppelt, das Schuldbewußtsein verdreifacht 
jede Furcht. Da nahm das arme Weib seine Zuflucht 
zu Dem, vor dem die Nacht nicht finster ist, und betete, 
nach langer Zeit einmal wieder so recht aüs vollem 
Herzen, und entschlief dann. Und am Morgen beugte 
sie ihren stolzen Sinn, und ging hin und lud die alte 
Mutter ein, heimzukehren — für's Fest — für immer, 
wenn sie nur wollte. Und für diese Selbstverläug- 
nung ward sie auf der Stelle belohnt, sie erfuhr, wo 
ihr Martin war. 
So fand er, als er heimkam, Alles zu seinem Em¬ 
pfange bereit. Wie erstaunt, wie glücklich lächelnd er 
zuhörte,' als sie ihm die Wundergeschichte erzählte! 
„Die Punschesfenz war tvohl Schuld an deinem merk¬ 
würdigen Traume," sprach er nachdenklich, „und die ' 
nuten Gedanken hatte Frau Stein und der Christtag j 
ttt dir angeregt! Und als dein Lichtchen zuletzt so 
hell aufflammte, da meintest du, der Baum wär' an¬ 
gezündet, und als der Docht umfiel und erlosch, da 
wachtest du vor Schrecken plötzlich auf. Ja, ja! — 
Aber die Puppenküche wird aufbewahrt!", rief er laut, 
und schlug nach alter Gewohnheit dröhnend mit der 
Hand auf den Tisch, „ich mach' Glas davor; sie wird 
mir aufbewahrt, bis so ein kleines Mädchen kommt!" 
Elise ward roth und zündete einen Span für die ; 
Pfeife an. Und dann erzählte er sein Abenteuer. Da- > 
rauf tzingen sie zusammen in die Kirche und kehrten 
Arm.in Arm zurück. 
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