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Was finge doch wohl mancher Mann
Bei strenger Winterkälte an?
Der Bäcker, Brauer, Schuster, Schmied,
lind Koch und Schneider, Alles litt!
Beim Kohlenfeuer aber, seht,
Die Arbeit gut von Statten geht,
Und trägt ein Jeder seinen Lohn
Gemächlich und vergniigt davon.
Ich aber fördre aus dem Schacht,
Was Manches Arbeit leichter macht.
Drum spöttisch seh' uicht Eitelkeit
Auf mich und auf mein Ehrenkleid,
Denn unter diesem Kittel sitzt
Ein Mann, der wahrlich mehr noch nützt,
Als mancher von den großen Herrn
Im Gallarock mit Band und Stern!
'k. Bergmanns Lebenslauf.
Der Bergmann tritt in's Leben ein, Glückauf!
Da tönt es dem lieben Kindelein: Glückauf!
Hoch hebt der Vater den Buben empor:
Willkommen zu Tage im fröhlichen Chor.
Glückauf! Glückauf ! Glückauf!
Glückauf! mein Büblein, Glückauf!
Er legt ihn an der Mutter Brust, Glückauf!
Sie grüßet ihn mit Liebeslust, Glückauf!
Sei ruhig, mein Büblein, sei ruhig und gut,
Der Bergmann ist lustig und heiter an Muth.
Glückauf! Glückauf! Glückauf!
Glückauf! mein Büblein, Glückauf!