Full text: 7.1952 (0007)

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April 1952 
Wann kommt der angekündigte Preisabbau? 
Viel Geschrei und wenig Wolle - Die Arbeitnehmerschaft läßt sich nicht düpieren 
Pioklamationen zum 1. Mai... 
... des OGB 
In einem vom Bundesvorstand des DGB 
herausgegebenen Aufruf zum 1. Mai 1952 
heißt es: 
„..Noch leben wir inmitten der Trüm 
mer des letzten Weltkrieges. Noch haben 
nicht alle Volker ihr Recht auf Selbst 
bestimmung und Selbstverwaltung erhal 
ten. Noch herrschen kleine Gesellschafts- 
schichten durch Vorrechte und durch die 
Zusammenballung von Kapital über große 
Volksschichten. 
Zu den Millionen Toten und Invaliden 
der letzten Weltkriege sind neue Milli 
onen von Opfern auf den Schlachtfeldern 
Asiens hinzugekommen. 
Wahrer und echter Friede aber kann 
überall in der Welt nur einziehen und 
bestehen, wenn Demokratie in Wirtschaft, 
Gesellschaft und Staat allein gültiges Ge 
setz ist. Wer Frieden und Demokratie will, 
muß die Freiheit wollen. Nur in der Frei 
heit kann Glück und Zufriedenheit sein. 
Frieden und Freiheit setzen bei uns und 
in aller Welt soziale Sicherheit voraus. 
Die , s!f. ;dig steigende Produktivität muß 
zu einem höheren Lebensstandard und zur 
Vollbeschäftigung führen. Sie muß zum 
S~ ; für k\\e Menschen werden. 
Wir fordern von den herrschenden Ge 
walten und den gesetzgebenden Körper 
schaften zur Abwehr sozialer und wirt 
schaftlicher Katastrophen Verkürzung der 
Arbeitszeit durch Einführung der Vierzig- 
Stunden-Woche. 
Wir führen unseren Kampf auch für 
die, die Freiheit und freie Gewerkschaften 
immer noch vermissen müssen.“ 
... des IBFG 
In seinem Aufruf entbietet der IBFG 
den Arbeitern in allen Ländern brüder 
liche Grüße und ruft alle auf, daß Banner 
der Solidarität im Kampf für Frieden, 
Freiheit und soziale Gerechtigkeit hochzu- 
halten. Der Bund erklärt sich für einen 
Weltfrieden ohne Waffen, für die Befrei 
ung aller Völker von der schweren Last 
der Rüstungen, für friedliche wirtschaft 
liche Beziehung zwischen allen Nationen, 
aber keine Beschwichtigungspolitik ge 
genüber totalitären Angreifern. Er ver 
langt schnellen Abschluß des Friedens- 
Vertrages mit Deutschland und freie ge 
samtdeutsche Wahlen, Rückkehr der letz 
ten Kriegsgefangenen, Selbstbestimmung 
für alle Völker, die Beendigung der 
Zwangsarbeit in den Polizeistaaten und 
dann nicht zuletzt Hebung des Lebens 
standards in aller Welt. 
Für einen besseren Lebensstandard 
Der Deutsche Gewerkschaftsbund betont in 
einer Denkschrift, daß eine erfolgreiche Lohn 
politik und damit verbunden ein den wirtschaft 
lichen und sozialen Verhältnissen entsprechen 
der Lebensstandard Ln hohem Maße geeignet 
sei, den politischen und sozialen Frieden im 
Lande sicherzustellen- Das Ziel der Gewerk 
schaften als Interessenvertretung der arbeiten 
den Menschen sei daher hohe Kaufkraft de« 
Lohnes und besserer Lebensstandard. 
Die Gewerkschaften geben von der grundsätz 
lichen Feststellung aus, daß da« gesellschaft 
liche Leben Westdeutschlands ungewöhnlich 
große Unterschiede des Lebensstandards der 
verschiedenen Be Völker ungssehichten aufweise 
und daß die Arbeitnehmer, auf deren Schultern 
die Hauptlast des Wiederaufbaues nach dem 
Zusammenbruch ruhte, neben den Rentnern und 
Sozialunterstützten die Gesellschaffsschicht bil 
den, deren Lebensstandard der wirtschaftlichen 
Entwicklung nicht gefolgt sei. Die Arbeitneh 
mer fordern, daß sie an dem Ergebnis der ge 
sellschaftlichen Gütererzeugung entsprechend 
ihrer gesamtwirtschaftlichen Leistung beteiligt 
werden. Für sie bilde der Lohn die einzig® 
Lebensgrundlage. 
Bereits drei Wochen schon liest und hört 
man soviel über Preisabbau. Allerdings hörte 
man es bisher nur von den saarländisch-franzö 
sischen Nachrichtenbüros, Zeitungen usw. Von 
denjenigen, die tatsächlich die Preissenkungen 
zuerst feststellen müßten, hörten wir nichts. 
Das sind die täglich einkaufenden Hausfrauen» 
Wohl sind die Preise für Milch und Eier ein 
klein wenig gesenkt worden, aber diese Senkung 
dürfte jahreszeitlich bedingt sein. Der Preisab 
bau, wie es von uns gewünscht wird und wie 
wir ihn uns vorstellen, ist noch lange nicht Tat 
sache geworden» Wenn die Regierung von sich 
aus Preissenkungsmaßnahmen einleiten will, 
dann darf sie nicht dort anfangen, wo ohnehin 
jede Senkung ausgeschlossen ist, und zwar an 
der letzten Station beim Kleinverteiler zum 
Käufer. Eine wirksame Preissenkung könnte 
erreicht werden, wenn man von einer Seite ein 
mal den Mut hätte, die Produkte der Schlüssel 
industrie, die der Staat sowieso dirigiert, fallen 
zu lassen. Solange die Regierung nicht an ord 
net, daß die Preise für Kohle und Stahl ge 
senkt werden, kann man von den anderen sehr 
schlecht eine Preissenkung verlangen. Unsere 
Inlandspreise richten sich fast ausnahmslos nach 
den Produkten der Schlüsselindustrie. Daran 
wird auch vorerst nichts zu ändern sein. Aber 
senkt nicht die Regierung die Preise für Kohle 
und Stahl, wird eine fühlbare Preissenkung nie 
mals eintreten. Solange die Schlüsselindustrie 
ihre Produkte (Kohle und Stahl) zu Uebcrprei- 
sen verkauft, kann man von einer Preissenkung 
nicht reden. Wohl kann da und dort, wo die 
Verdienstspannen noch zu groß sind, manche« 
geschehen. Aber solange wir nicht zu einem 
anderen Verteilungssystem kommen, d. h. Ver 
kürzung des Weges, den die Ware von der Pro 
duktion bis zum Käufer zurücklegen muß und 
der Staat nicht versucht, die steuerliche Bela 
stung von Produktion und Verteilung zu ver 
mindern, werden wir niemals zu einer spür 
baren Preissenkung kommen. 
Wir sind nicht erstaunt darüber, daß man 
schon gleich bei der Ankündigung des Preis 
stillstandes mit dem Lohnstop begonnen 
hatte» Bisher haben ja unsere Unternehmer be; 
jeder Gelegenheit uns zu bewe’sen versucht, daß 
die hohen Preise bedingt seien durch die ho 
hen Löhne. Aber wenn man heute Kalkulations 
zahlen hört, stellt man fest, daß Löhne und Ge 
hälter doch immer nur einen Bruchteil der Ge 
samtkosten bei Produktion wie auch bei der 
Verteilung ausmachten. Die hohen Preise, di« 
wir heute für viele relativ nicht ausschlagge 
benden Produkte bezahlen müssen, resultieren 
zum Teil aus dem Mangel an diesen Produkten. 
Noch waren die Preiserhöhungen infolge Wa 
renmangels, die jeder Krieg verursacht, lange 
nicht beseitigt, als mft dem Beginn des Korea 
krieges eine Preissteigerungswelle der anderen 
folgte. Jetzt, nachdem die RohsAffprodnktion 
auf der ganzen Erde, man kann sagen, auch den 
angespannten Rüstungsbedarf deckt, müßten ja 
täglich die Preise für viele Waren zurückgehen. 
Aber obwohl die Preise auf dem Weltmarkt für 
»Wolle, Baumwolle und Metalle einen bedeuten 
den Rückgang erfahren haben, ist bei dem Kauf 
von Gebrauchsgegenständen, wie Kleider, 
Hausrat, Nahrungsmittel, von einem Preisab 
schlag nichts zu merken. Böse Zungen behaup 
ten, daß dort, wo wirklich von einem Preisab 
bau gesprochen werden kann, dies nur die alten 
Ladenhüter betrifft, die man ohne Preisabschlag 
sowieso nicht verkaufen könnte. Andererseits 
muß berücksichtigt werden, daß die europäi 
sche Industrie in den letzten Jahren durch die 
amerikanische Kredithilfe bedeutende technische 
Verbesserungen erfahren hat. Diese Verbesse 
rungen erleichtern die Produktion und ihre Er 
giebigkeit dadurch, daß der Mensch vielfach 
durch die billiger arbeitende Maschine ersetzt 
wird und daß dadurch ein größere« Quantum 
von Gütern erzeugt werden kann. 
Betrachten wir nur einmal den saarländischen 
Bergbau. Dieser hat heute eine Spitzenleistung 
im europäischen Bergbau erreicht. Aber trotz 
dem bezahlen wir die saarländische Kohle im 
Saarland mit einem ungeheuren Ueberpreis, 
während der saarländische Bergmann für sei- 
neu verdienten Lohn ungefähr dieselbe Kauf 
kraft aufweisen kann wie früher bei 
ungefähr 25 bis 30 Prozent geringerer Lei 
stung. Dasselbe kann man auch von der Metall 
industrie sagen. Besonders die Eisen- und 
Stahlerzeugung hat durch Forschungsergebnisse 
die Möglichkeit, die Rohstoffe, bis zum letzten 
auszuwerten. Abfallprodukte, die früher auf 
die Bergehalden gingen, werden heute in Zement 
und Düngemittel verwandelt oder können beim 
Straßenbau als Schlackensteine Verwendung 
finden können. Die Leistung der einzelnen 
Hochöfen hat sich in den letzten 30 Jahren 
verdoppelt. Durch ein Ferngasnetz kann 
auch das letzte durch die Verkokung der Kohle 
oder durch den Schmelzprozeß im Hochofen 
erzeugten Gas abgesetzt werden. Somit kann 
man sagen, daß in bezug auf Wirtschaftlichkeit 
in diesem Industriezweig gerade eine Revolution 
stattgefunden hat. Aber wie sieht es trotzdem 
mitunter mit Löhnen und Gehältern da aus? 
Hier bleibt sehr viel zu wünschen übrig. 
So können wir alle Branchen durchgehen. 
Wir stellen Leistungsverbesserungen auf allen 
Gebieten fest, und trotzdem ist cs soweit bei 
uns an der Saar, daß die niedrigen Lohn- und 
Gehaltsgruppen für das Geld, das sie für ihre 
Arbeit bekommen, wenn sie keine Ueberstunden 
machen, kaum leben können» Die jetzt so viel 
propagierte Preissenkung müßte 15 bis 20 Pro 
zent betragen, um nur einigermaßen den Teue 
rungsverhältnissen auf der einen Seite und der 
Leistung der Arbeitnehmer auf der anderen S?i- 
te entgegenzukommen. 
Auf noch eins müssen wir bei dieser Frag® 
verweisen: Der beängstigende Anstieg der un 
produktiven Kräfte in Staat und Wirtschaft. 
Wenn wir 40 Jahre zurückgreifen und ziehen 
Vergleiche zwischen dem staatlichen Verwal 
tungsapparat der Kreise und Gemeinden, stel 
len wir fest, daß nicht einmal die Hälfte des 
heutigen Personals in diesen Verwaltungszwei 
gen damals beschäftigt wurden. Obwohl die 
Beschäftigungszahl ganz enorm gestiegen ist, 
sind die Zahlen der produktiv tätigen Menschen 
nur gering angewachsen. Hier müßte unbedingt 
von den verantwortlichen Leitern des Staates 
und der Wirtschaft «in anderer Weg 
eingeschlagen werden, in dem versucht wird, 
möglichst viele Kräfte in den Dienst der Pro 
duktion zu stellen und möglichst wenig in den 
Dienst der Verwaltung und Verteilung. 
Aber bei dieser Gelegenheit muß auf noch 
etwas verwiesen werden. Man muß untersu 
chen, wie eigentlich die hohen Produktionsun 
kosten außer den bi« jetzt genannten noch zu 
stande kommen. Ala die Alliierten Deutschland 
besetzten, faßten sie ein Gesetz zur Entkartel 
lisierung der deutschen Wirtschaft, also Mo 
nopol und Kartellverbindungen sollten mit dein 
Ziele einer gesunden Preisbildung aufgelöst wer 
den. An Stelle der früheren Kartelle und Syn 
dikate sind aber Organisationen getreten, die 
zum Ziele haben, Preisvereinbarungen zu tref 
fen. Wie diese Preisvereinbarungen wirken kön 
nen, stellen wir ganz besonders heute am saar 
ländischen Baustoffmarkt fest. Während seit 
September vorigen Jahres eine nennenswerte 
Lohn- oder Gehaltserhöhung nicht stattgefun 
den hat, sind seit dieser Zeit die Baustoffe 
mindestens um 20 Prozent im Saarland gestie 
gen. Die Einheitlichkeit der Steigerung zeigt 
ganz deutlich, daß die Zeit der freien Konkur 
renz längst vorbei ist. Wir könnten auch noch 
eine Menge anderer Beispiele bringen, wie durch 
Vereinbarung von Kammern und Vereinigungen 
die Preise willkürlich in die Höhe getrieben 
wurden. 
Eine weitere Tatsache, die einem gesunden 
Preisabbau und Wirtschaftsgesundung entgegen 
wirkt, sind die hohen Lebensanforderungen ge 
wisser Industrie- und Handeiskreise. Die 
teuersten Autos genügen meistens schon nicht 
mehr. Es ist nicht standesgemäß, wenn der 
Wagen unter 1,5 Millionen Frs. kostet. Es soll 
Firmen geben, die nicht in der Lage sind, eineu 
anständigen Lohn zu bezahlen, deren Besitzer 
sich aber den Luxus von Privatflugzeugen er 
lauben können. Wir haben keinen Neid gege« 
jemand, der über einen bestimmten Besitz ver 
fügt oder eine entsprechende wirtschaftliche 
Funktion ausübt, sich einen Lebensstandard zu 
legt, der in einem guten Verhältnis zu seinem 
Besitz und seiner Leistung steht. Aber bei man 
chen Wirtschaftsgebieten kann man von einer 
ungesunden Bereicherung sprechen und auch 
von Vergeudung der gewonnenen Wirtschafts 
mittel. Die gegenwärtige Gesellschaft wird sich 
mit diesen krankhaften Auswüchsen, die kein« 
Einzclfülle mehr sind, zu befassen haben, denn 
der Ablauf der Geschichte, so wie wir ihn ken 
nen, zeigt uns, wohin es führen muß, wenn die 
sen Dingen keine Schranken gesetzt werden.» 
Man hat so viele Delikte zu Recht mit Straf 
gesetzen bedacht, aber hier bei der Wirtschaft 
muß auch endlich etwas geschehen. Wir sehen 
nicht ein, daß man auf der einen Seite Dieb 
stahl und Gaunerei bestraft, während inan auf 
der anderen Seite diejenigen, von denen man 
sagen kann, daß ihre Bereicherung brutal, rück 
sichtslos und ohne Scham gemacht wird, straf 
frei ausgehen soll. Wir müssen dabei an ein 
altes Sprichwort denken: „Die Güter der Erd« 
sind für alle Menschen da, die Erde selbst aber 
gehört niemand.“ 
Die Preissenkung ist nun einmal sehr stark 
propagiert, aber bis zur Stunde ohne jede greif 
bare Auswirkung geblieben. Die Arbeitnehmer 
schaft steht schon einige Wochen in bezug auf 
ihre Forderungen Gewehr bei Fuß. 
Die Wirtschaftsführung und der Staat dürfen 
sich nicht einbilden, daß dies so weiter gehen 
kann. Mit einer Fata morgana, die sich Preis 
senkung nennt, aber in Wirklichkeit keine ist, 
kann sich die Oeffentlichkeit nicht zufrieden 
geben. Die Masse der schaffenden Bevölkerung 
ist geistig nicht so träge, daß sie nicht imstand« 
wäre, die versteckten Preissteigerungen auch 
festzustellen. Ein Spiel mit theoretischer Preis 
senkung ohne praktische Folgen gleicht einem 
Spiel mit dem Feuer, vor dein wir uns unbe 
dingt verpflichtet fühlen, warnen zu müssen» 
Noch hat die Gesellschaft Zeit zur Umkehr. 
Der Weg zur Wirtschaftsgesundung steht noch 
offen» Tut sie das nicht, dann können die ,7 o 1 gefn 
unabsehbar sein. R. R, 
Stenererleichteiunpn im Zuge 
des Wiederaufbaues 
Am 7. 2. 1952 richtete die Hauptverwaltung 
der EG an die Regierung des Saarlandes, Mini 
sterium für Finanzen und Forsten, eine Eingabe 
betreffend Steuererleichterung im Zuge de« 
Wiederaufbaues für Bauvorhaben des Jahre« 
1950. In der Eingabe heißt es: 
Nach der Durchführungsverordnung zur Ver 
ordnung über Steuer- und Gebührencrleichte- 
terungen im Zuge des Wiederaufbaues, ist di« 
Frist für Anträge auf Steuererleichterungen 
für Bauaufwendungen, die in den Aufwendung^ 
zeitraum 1950 fallen, am 31. 12. 1951 abge 
laufen. 
Wie wir in unseren Sprechstunden feststel 
len müssen, wurde von einer Reihe von Bau 
herren diese Frist nicht wahrgenommen, so 
daß sie nicht mehr in den Genuß der Steuer 
vergünstigungen kommen können. 
Unseres Erachtens ist die Ursache darin ro 
erblicken, daß die Fristen nicht hinreichend pu 
bliziert wurden. 
Wir bitten das Finanzministerium, ausnahms 
weise für diese Fälle eine Schonfrist von 
zirka 6 Wochen anzuberaumen, damit von den 
betroffenen Kreisen das Versäumnis, das sie 
zum Teil finanziell empfindlich trifft, nach ge 
holt werden kann. 
Hierauf hat die Regierung, Abt. für Finanzen 
und Forsten, unter dem 14. 2. eine Antwort er 
teilt, die u. a. besagt: 
Der § 8 Absatz 8 der Durchführungsverord 
nung über Steuer- und Gebührenerlei ehterun- 
gen im Zuge des Wiederaufbaues schreibt vor, 
daß die Antragsfristen für Steuererleichterun 
gen Ausschlußfristen sind. Das Ausschlußfri 
sten nicht verlängert werden können, kann ich 
Ihrem Antrag vom 7. 2. 1952 insoweit leider 
nicht entsprechen. 
Bei der Ln Vorbereitung befindlichen Durch 
führungsverordnung zum EStG 1950 wird je 
doch geprüft, ob in diesen Fällen gemäß § 56 
Absatz 1 Ziffer 6 EStG bestimmt werden 
kann, daß ein berechtigtes Interesse zur Ver 
anlagung vorliegt. Sofern dies bejaht werde* 
kann, wird für diese Steuerpflichtigen die Mög 
lichkeit bestehen, während der allgemeinen Er 
klärungsfrist zur Veranlagung für das Jahr 
1950 den Antrag auf Steuervergünstigung noch 
zu stellen. Die allgemeine Erklärungsfrbt für 
1950 wird voraussichtlich in einigen Neonat«* 
laufen. 
Ich weise noch darauf hin, daß es für A 
von Ihnen erwähnten Steuerpflichtigen ratsass 
ist, trotz Verfristung den Antrag auf Steuer 
vergünstigung noch zu stellen, damit sie nicht 
die Steuervergünstigung für die restlichen Jal*. 
re, insbesondere bei der Grund- «md Verruf» 
gensteuer, verlieren. 
• 
Sobald dt« entsprechenden Steuerrichtlinie« 
für das Jahr 1950 ergehen, werden wir unser» 
Leser auf die zu unter nehmende* Schritte «ntj 
merksam mAehern. 
in seiner Form ist jeder 
Anzug oder Mantel von 
uns, ganz gleichen welcher 
S pez i a I g r ö s s e Sie ihn 
wünschen. Und immer 
In der auserlesenen 
Qualität, die wir unserem 
guten Namen schuldig sind 
Da» Haus, das Jaden anzieht.
	        

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