Full text: 5.1950 (0005)

Dezember 1950 
Seite 4 
Die Großkundgebung des I. V. Eisenbahn 
Hu Sechs-Punkte-Piogiamm — Aulschlußreiche Ausiühnmgen des Vertreters des 
Hauptvorstandes der Eisenbahner Deutschlands 
Auf der großen 
Kundgebung des J.V. 
Eisenbahn der tin- 
heitage* er ksehaf t 
kin Sonntag, dein 3. 
Dezember, im J*>- 
Vinnnishof in Saar 
brücken gab Kollege 
Vongerichten einen 
ran fassenden lieber- 
blick übt-r wesent 
liche Probleme der 
Eisenbahner. Aus 
einer jahrzehntelan 
gen gewerkschaftli 
chen Erfahrung und 
Leitung an maßge 
bender Sie le schöp 
fend, waren seine 
Darlegungen von besonderer Bedeutung. 
Die große Protestkundgebung des L V. 
Eiseuocuin am Sonntag, dem 3. 12., war 
in menriacner H.nsicnt von besonderem 
Imeresse Trotz det überaus schlechten 
W tierung, verbunden mit Hochw-asserge- 
Sanr, woaurcü sich viele gezwungen sa 
hen, geiährdete Wohnorte nicht zu ver 
lassen, war der große Saal überfüllt. 
Emmüb wurden dis Vorschläge des L V. 
E.seabahn unterstützt, gebiUgt und da 
mit der einge schlagen« Weg für richtig 
erkannt. Der Hauptzweck der Großkund 
gebung wurde in vollem Maße erfüdt: 
den einheitichen .Willen zu dokumentie 
ren, um d e gesteckten Zie.e zu erreichen. 
Nach der Begrüßung durch Gewerk- 
fecnaltssekretär Koil. Kaup erklärte Mi 
nister Kirn in einer Ansprache, er füh,e 
sich mit den Wünschen der Eisenbahner 
auf sozia.e Gerechtigkeit eng verbun 
den. Sie hätten recht, wenn sie auf dem 
Standpunkt stehen, ihre Forderungen ge 
meinsam zu steilen und nicht nach alt 
hergebrachten Formen getrennt nach Be 
amten, Angestellten oder Arbeitern. Im 
demolaatischen Staat dürfe es keinen 
Unterschied zwischen Arbeiter, Ange- 
rtedten und Beamten geben. Eine starke 
Gewerkschaft verbürge auch den besten 
Erfolg. 
Administraieur Rieth wünschte den 
Eisenbahnern, daß die Kundgebung ihren 
Interessen voll dienen möge. Unter Au 
ßerachtlassung aller parteipolitischen 
Erwägungen Hätten es die Eisenoahner 
verstanden, ihre Ziele zu verfolgen. Der 
Hohe Kommissar habe sich immer be 
strebt, eine gesunde soziale Entwick 
lung im Saarland zu fördern und sich 
bemüht, die notwendige Brücke zur Ver 
ständigung mit den Nachbarvölkern her- 
msteilen. Versuche, das Vertrauen in 
dies« Absichten zu unterhöhlen, seien 
nicht im Interesse der Schaffenden und 
der Vö-kerverständigung. 
Der Vorsitzende des L V. Eisenbahn 
KolL Eduard Weiter, begründete sodann 
eingehend die Forderungen der Eisen 
bahner und wandte sich energisch gegen 
jedes weitere Hmauszögern der Ver 
handlungen. Der Abschluß der gesamten 
Nearege.ung der Löhne und Gehälter 
könne zwar nicht an einem Tag behan 
delt und geregelt werden, aber die Zah 
lung einer allgemeinen Teuerungszulage 
müsse unverzüglich erfolgen. Die Kolle 
gen von der Christlichen Gewerkschaft 
hätten sich dem Antrag des I. V. Eisen 
bahn angeschlossen, und man habe in. 
«-ner Arbeitsgemeinschaft gemeinsam 
dies« Forderungen vertreten. 
Es gene nicht an, daß man immer nur 
von finanziellen Schwlerigkei en bei der 
Bahn rede, wo man doch genau wisse, 
daß d e Ursache in den zwangsmäßigen, 
*uedng gehaltenen Tarifen für Kohle-, 
Eisen- und StaVtransoorte und in den 
Salamander - Schuhe 
jetzt zollfrei l 
KINDERSTIEFEL UND -HALBSCHUHE 
1250— 1350,— 1650,— 1950,— 2250,- 
DAMENSCHUHE 2250,- 2650,- 3150,- 
HERRENSCHUHE 2650,— 3150 — 
tCHUHHAUS 
AREND 
VÖLKLINGEN ROSTSTRASSE 28 
verbilligten Arbeiterwochenkarten läge. 
Mit solchen Verbilligungen sei auch der 
L V. Eisenbahn einverstanden, aber da 
müsse die Regierung die notwendigen 
finanziellen Ausgleichsmittel aufbringen. 
Am 7. Dezember werde der Verwal 
tungsrat tagen und es eei unerläßlich, 
daß dieser den gerechten Forderungen 
zustimme. In diesem Augenblick müß 
ten eich Eisenbahner, die noch nicht den; 
Weg zur Gewerkschaft gefunden haben, 
endlich über ihre Pflicht klar werden. 
Besonders eingehend setzte sich der 
Redner für di« Sicherstellung der Pen 
sionen ein und verlangte in diesem Zu 
sammenhang einen Schutz vor Inflation 
durch gleitende Pension Skala mit den 
Preisen. In seinem Schlußwort unterstrich 
er die Bedeutunq der Verständiaung und 
konnte darauf hinweisen, daß die Eisen 
bahner Europas Schritte unternommen 
haben, um zu einem europäischen Ver 
kehrsamt mit dem Ziel der Schaffung 
einer europäischen Ftsenbahn im Inte 
resse des Friedens und des allgemeinen 
Wohlstandes zu gelangen. 
Sodann ergriff das Wort der Vertreter 
des Hauptvorstandes der Eisenbahner 
gewerkschaft Deutschlands, Oskar Von 
gerichten. Der Redner übermittelte herz 
liche Grüße des Bundesvorstandes und 
der Deutschen Bundesbahn. Er schilderte 
realistisch die Verhältnisse der Eisen 
bahner, der Eisenbahn selbst und der 
Gesamtwirtschaft, im besonderen die 
Lage in der Bundesrepublik. Auch dort 
habe der Eisenbahner wie an der Saar 
hervorragenden Anteil am gesamten Wie 
deraufbau. Die gewerkschaftliche Ein 
heit habe sich glänzend bewährt. Es sei 
nun gut, daß an der Saar nach der 
Gewerkschaitaspaltung wenigstens eine 
Arbeitsgemeinschaft zustande gekommen 
sei. Es sei falsch, wenn die Arbeit 
nehmer sich gegen die ehrgeizigen 
Machthaber in aller Welt den Luxus 
einer Spaltung leisten wollten. Das 
Berufsbeamtentum sei ohne weiteres an 
zuerkennen. 
In der Bundesrepublik habe man sich 
feierlich gelobt, die politische Unab 
hängigkeit und religiöse Neutralität, mit 
der man gut gefahren sei, beizubehalten. 
Und weiter: Beamte sollen dabei sein, 
wenn es um die Forderungen der Ar 
beiter geht und die Arbeiter müssen es 
verstehen, wenn die Gewerkschaften für 
di« Beamten eintreten. Es sind keine zwei 
Meinungen zu vertreten. Wir brauchen 
all« einander. 
Der Redner unterstrich weiter die Not 
wendigkeit einer gesunden Arbeitsmo 
ral und D szipln. Wie hervorragend sich 
die Einhei sgewerkschaft im Bundesge 
biet bewährt habe, das sei schon daraus 
ersichtlich, daß von der halben Mi'lion 
Eisenbahner nahezu 450 000 organisiert 
sind. In diesen Menschen komme durch 
das Einheitsbekenntnis der Berufs stolz 
zum Ausdruck und nicht wie hier und da 
vereinzelt der Standesdünkel unter ver 
schiedenen Fachgruppen. 
Die Saareisenbahner seien zu dem 
Fortschritt, den di« neue Personalord- 
mrng bedeute, zu beglückwünschen. Man 
werde dabei begreifen, daß eine Per- 
•oncclordnung auf den ersten Anhieb 
laicht schon vollkommen sein könne. So 
weit Wünsch« offen bleiben, gelt« der 
wichtige Grundsatz: Gemeinsam sind 
auch di« schwierigsten Problem« zu 
lösen I 
Mit einem beredeten Bekenntnis zur 
Völkerverständigung, zum sozialen Fort 
schritt, zur Demokratie und zur Frei 
heit schließt der Redner unter lebhaftem 
Beifall ausrufend: „Reicht Euch die Bru 
derhand I" 
Hierauf wurde nachstehende Entschlie 
ßung angenommen: 
„Dfe Eisenbahner, Arb?l*«r, Angestell 
ten und Beamten, anerkennten, daß die 
vom I. V Eisenbahn einberufene Protest 
kundgebung notwendig wurde, weil: 
L bis zum heutigen Tage, außer den 
unverbindlichen Besprechungen mit 
einzelnen Behördenstellen in bezug 
der elngereichetn Forderungen, weiche 
n) eine den Zeit- und Teuerungsver- 
hältnispen entsprechende Neurege 
lung der Einkommensverhältnisse 
des Efsenbahnpersonals, 
b) eine der modernen Entwicklung an- 
gepafiten Personalordnung 
sich keine Merkmale zeigten, welche 
darauf schließen lassen, daß ln Bälde 
ein Abkommen über diese grundsätz 
lichen Forderungen getätigt wird. 
2. Die Versamme’ten erkennen weiter an, 
daß mit ein Teil der Ursache dieser 
Verzögerung in einer zeitweiligen 
Disharmonie der Zielsetzung der bei 
den Gewerkschaften zu finden ist. 
Die Versammelten stellen mit Genug 
tuung fest, daß nun durch ein Ueber- 
etnkommen der beiden Organisationen 
dieser Zustand beseitigt und somit ein 
Argument des Verhandlungsgegners, daß 
das Personal selbst nicht einig sei über 
di« Prinzipien der Neuregelung; besei 
tigt ist. 
Im Hinblick auf die gegenwärtigen 
schlechten sozialen Lebensverhältnisse 
des Pe r sonals, und um den Zeitraum bis 
zum Abschluß der angestrebten Verträge 
zu Uberbrücken, fordern die Versammel 
ten: 
L Laufende Teuerungszulagen für alle 
Eisenbahn-Bediensteten, 
2. die Auszahlung einer Ausgleichszu- 
kige für diejenigen Gruppen, des 
Eisenbahnpersonals, welche im Ver 
hältnis zu den vergleichbaren Grup 
pen des Oeff entliehen Dienstes 
schlechter stehen, 
3. die Entlohnung des gesamten Eisen 
bahnpersonals nach Zone l 
4 die Ueberoahme der Stundenlöhner 
in die Monatsbesoldung, 
f. die Pensionierung der Beamten über 
65 Jahre,,um dem Nachwuchs^ Raum 
zu geben und die Respektierung die 
ses Rechtsgrundsatzes ohne Ausnah 
me der Person, 
Wiitschaitüche Neuordnung durch Mitbestimmung 
Oftantliciie Gewerkschaftsversammlung in Merzig — Appell an die Lauen und Gleicht ftltigen 
Nicht nur d«r Kampf um höheren und 
gerechten Lohn, sondern auch das Rin 
gen um ein fortschrittliches Betriebsräte 
gesetz, m dem das Mitbestimmungsrecht 
der Arbeitnehmerschaft verankert ist, 
tritt mit dem Jahresbeginn 1951 in eine 
neue entscheidende Phase. Diese unum 
gängliche Forderung, di« schon seit Mo 
naten durch exakte Formulierungen erho 
ben wurden, zwingt nun endgültig di9 
Regierung, Parteien und den saarL Land 
tag zu einer klaren Stellungnahme und 
letzteren zur Entscheidung. 
Unter diesem Zeichen stand die am 
Sonntag, dem 10. 12 in Merzig durch 
geführte öffentliche Versammlung der 
Einheitsgewerkschaft. Sie erfüllte, trotz 
des Nichterscheinens der vorgesehenen 
Redner, vollauf ihren Zweck, denn die 
Notwendigkeit der Mitbestimmung und 
Mitverantwortung in einer Wirtschaft, die 
diesbezüglich einer Neuordnung bedarf, 
wurde klar herausgestelit. Unter den 
Teilnehmern hatte sich die Erkenntnis 
durchgesetzt, daß es hier um etwas 
Großes ginge, um eine Entscheidung, die 
in der Wirtschaft, im öffentlichen Leben 
des ganzen Volkes eine neue geschicht 
liche Periode einleitet. Es ginge um die 
soziale Neuordnung, um die Beseitigung 
eines uralten Unrechts an dem arbeiten 
den Menschen. Er, det alle Werte schaffe, 
•ef bisher cm seiner Arbeitsstätte nur 
als «in mit meist unzureichendem Lohn 
oder Gehalt crbge speisten Arbeitstier be 
trachtet worden, das widersnruchslos die 
Anweisungen des Betriebsbesitzers, des 
„Herrn im Hause" zu befolgen, aber 
selbst nichts zu sagen hätten. Dieser 
menschenunwürdgie Zustand müsse be 
seitigt werden. Der Grundsatz, daß der 
Arbeitende als gleichberechtigter und 
mf(bestimmender Faktor im wirtschaft 
lichen Geschehen anerkannt werde, ist 
d e unabdirgba r e Fo r demna der Einheits 
gewerkschaft, der ganzen Arbeitnehmer 
schaft und alter dte Freiheit und Men 
schenwürde erstrebenden Kräfte. 
Namentlich in der Diskussion wurde 
Immer wieder herausaesteTlt, daß es zur 
Erreichung der Forderungen auf das Heer 
<U*t Arbeitnehmer an der Saar ankomme. 
Der Widerstand der Arbeitgeber in ihren 
Vereinigungen könne nur gebrochen 
werden, wenn all* Arbeitnehmer sich 
mit all ihrer Energie für di« Durchsetzung 
ihres Mitbestimmungsrechtes einsetzen. 
Es ging® nicht, daß in dieser Zeit, in 
der es gilt, den bisher in den Schatten 
Gedrängten di« Menschenwürde zu er 
ringen, zahllose Arbeitnehmer der Ge 
werkschaft noch abseits stehen. Den 
Lauen und Gleichgültigen müsse klar 
gemacht werden, daß Wichtiges auf dem 
Spiele steht, daß auch sie sich für den 
Beitritt zur Gewerkschaft entschließen 
müßten, um das zukünftige Geschick 
der Arbeitnehmer selbst schmieden zu 
helfen. 
In diesem Zusammenhang erwähnte ein 
Kollege, daß es in manchen Betrieben 
des Stadt- und Kreisgebietes anders aus- 
sehen würde, wenn überall die Notwen 
digkeit der gewerkschaftlichen Organi 
sation erkannt würde. Er griff auf einen 
Fall in Merzig zurück, wo Ar 
beitnehmer, die nicht organisiert seien, 
bi« zu 300 Stunden arbeiten würden und 
nicht einmal den Tariflohn erhielten. 
Auch wandte sich «in Diskussionsspre- 
cher in scharfer Form, gegen den Vor 
sitzenden der Christlichen Gewerkschaft, 
i den Abschluß eines Tarifvertrages, 
sowie endlich die Einführung einer 
Personalordnung, welche den moder 
nen demokratischen Rechtsverhält 
nissen entspricht und dem Eisen 
bahnpersonal auf Grund seiner im 
Wiederaufbau erzielten Leistungen 
zusteht 
Die Versammelten sind einig in dem 
Willen, daß diese Forderungen gerecht 
sind und erklären sich bereit, für obig» 
Forderungen — wenn notwendig — zu 
kämpfen I 
Ferner vertritt die Versammlung die 
Auffassung, den provisorischen Zustand 
der Bestallung des Präsidenten des Ver 
waltungsrates, Herrn Welsch, in eine 
teste Bestallung umzuändern.“ 
Die Kundgebung nahm einen sehr dis 
ziplinierten Verlauf. Alles ging reibungs 
los und zügig von statten, ein besonde 
res Verdienst der Organisation und d^r 
ehrenamtlichen Ordner, die überall mit"-, 
viel Geschick und Aufmerksamkeit ihrer 
Aufgabe gerecht wurden. 
Arbeit und Recht 
Achtung zum Jahresende! — Auch Lohn 
ansprüche verjähren 
Die Verjährungsfristen für Löhne und 
Genälter betragen zwei Jahre. Gesetzge 
bung und Rechtsprechung vernein 
übereinstimmend den Grundsatz, daß der 
Beschäftigte auf jeden Fan in den Ge 
nuß des von ihm verdienten Arjoeiisent- 
g«, tes gelangen muß. Der Anspruch hier 
auf darf ihm nicht duren kieiniiche oder 
spitzfindige juristische Kiausein usw. ent 
zogen werden. Auch das rarifvertiacjs- 
gesetz bestimmt ausdrücklich daß eine 
Verwirkur^g tarii.icher Ansprüche grund 
sätzlich ausgeschlossen ist Nur in Ta 
rifverträgen lestge.egie Verwirkungsklau- 
s«m haoen Recntskraft Die Verjährung 
wird dann unterbrochen, wenn d^r Ar 
beitgeber die Forderung anerkennt, Ab 
schlagzahlungen leistet Sicherheiten 
steht oder Zinsen zahlt Der Arbeitneh 
mer muß als Gläubiger selbst die erfor 
derlichen Schritte unternehmen, den Lauf 
der Verjährungsfrist zu unterbrechen. 
Dies kann jedoch nur durch gencht.iche 
Maßnahmen geschehen, wie Erhebung 
der Klage, Erlaß eines gerichtlichen Zah 
lung sbeiehles oder Anme'au 
derung im Konkurs. Private Schritte des 
Arbeitnehmers (Versendung 
nung usw.) unterbrechen die Verjährung 
nicht Die Unterbrechung hat die Wir 
kung, daß eine neue zweijährige Ver 
jährungsfrist beginnt 
Die Verjährungsfrist von zwei Jahren 
beginnt nicht mit dem Taoe b \ 
Wochen- oder Monatsende, da der 
Rechtsanspruch entstanden *st, 
•rst vom Schluß des Kalenderjahres an, 
in das der betr. Anspruch fällt. 
42EE? 
Di« Waschmaschine in der Tüte 
W«r VA LAN’versucht. der bleibt dobeil 
Kern Einweichen - kein Kochen - kein Reiben 
der, anläßlich der Bürgerversammlung 
Lm Merziger Saalbau, die sich mit Er 
richtung eines Arbeitshauses befaßte, 
•ich erlaubte, im Namen der Christiichen- 
und der Einheitsgewerkschaft eine Er 
klärung abzugeben. In der Erklärung 
kündigte Balle einen eintägigen Streik 
für Merzig an, sofern das Arbeitshaus 
dort errichtet werden sollte. Die Ein 
heitsgewerkschaft distanziert sich von 
einer solchen Erklärung, die unberech 
tigterweise von einem Manne abgegeben 
wurde, der seine Kopetenzen in überheb 
licher Weise überschritten hat. Jener 
Mann, der nicht einmal in der Lage 
war, zur Erkämpfung eines höheren Lon 
nes bei V&B, seine Getreuen zum Warn 
streik zu bewegen. 
Nach der Diskussion und dem Schluß 
wort des Kreisvorsitzenden der Einheits 
gewerkschaft, der sich besonders an 
di« Unorganisierten wandte, die in die 
ser Epoche nicht länger abseits stehen 
dürften, wurde die Versammlung in gu 
tem Einvernehmen geschlossen. - CD -
	        

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