Full text: 5.1950 (0005)

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Dezember 1950 
«Jer Manschen unseres Kontü«at« «uw Ziele 
gesetzt haben, unter der Varaussetsuiw, <t«ß 
sie die berechtigten Forderungen und wünsch« 
der Schaffenden anerkennen und «um Durch* 
brurh bringen. 
An Stelle des Hasses muß die gegeuseit ige 
Liebe treten! 
W ir alle müssen uns darüber im klaren sein, 
daß uns das gleiche Schicksal und die gleiche 
Not umfaßt. 
Nur dann, wenn es gelingt, die Interessen al 
ler aufeinander abzustimmen, werden wir einen 
wahren Wohlstand erreichen. 
Jungkwlleginnen I 4«ngkollegen! 
Noch wissen wir nicht, was uns das kom 
menden Jahr bringen wird. Eines aber wissen 
wir. daß unsere Einigkeit und unsere innere 
Geschlossenheit uns schließlich doch vorwärts 
bringen wird und uns den ersehnten Lebens 
standard sichern kann. 
Da' Jngendsekretariat dankt allen Funktionä- 
rinneu und Funktionären für die treue Mitar 
beit in dem verflossenen Jahr und wünscht dar 
über hinaus allen Mitgliedern und deren Ange 
hörigen 
rin gesegnetes M eihnaehtsfest und 
ein glückliehes. erfolgreiches Neues Jahr! 
Ju- ndSekretariat der Einheitsgewerkschaft 
Rudi Blaß, JugendsekretSr. 
Rechtsabteilung vom 18. — 23. 12. SO 
für Publikumsverkehr geschlossen! 
Wegen wichtiger Abschluß arbeiten, die 
sich besonders durch die Verjährungs- 
terraine gegen Jahresende ergeben, bleibt 
die Rechtsschutzabteilung der Eiuheitsge- 
werkschal vom 18 12. bis 23. 12. 1950 
fü r den Publikucisverkehr geschlossen. 
Termin aage'e'Tenfceifsn sind in der ge 
samten Zeit bei den zuständigen In- 
dust?ieve , 'brmden vomibringen. 
Rückführung der in der Bauwirtschaft 
beschäftigten Bergleute 
Das Arbeitsnumsterium hat d»e Ar- 
be Isamter beauftragt, im Einvernehmen 
mit der Grubenverwaitung und den zu 
ständigen Unternehmer die Rückführung 
der Bergarbeiter bis zum 15. 12. 1950 
äurchzuf (ihren. 
Wandkalender für das fahr 1951 
Dieser Ausgabe des Organs „Die Arbeit“ 
liegt ein Wandkalender der „Saarländi 
schen Volksfürsorge“ bei, den wir unsern 
Mitgliedern and den Familien besonders 
empfehlen 
Herausgeber Hauptverwaltung der Ein 
heitsgewerkschaft. Saarbrücken 3, Brauerstz. 6-8. 
Verantwortlich für den Gesamtinhalt: Heinrich 
Wacher Redaktion Sozial- and Wirtschafts 
politik C. Schuhlei. Industrie verbände, lugend 
sowie Feuilleton I. P Wambach, — Druck: 
Druckerei Saar-Zeitung Di NikoRras Fontaine. 
u&itniiJifiMäiimtimifrMiiimtm'MHKKmtiiMiiiiHiilUHmimtimiNUiliHuuuiffli 
UNSEREN MITGLIEDERN 
UND IHREN FAMILIEN 
fcoht $esäag& 
Hauptverwaltung 
der Einheitsgewerkschaft 
Letzte Phase der Lohnbewegung 
(Fortsetzung) 
rat sich nicht dazu entschloß, dis Ent 
schließung der Großkundgebung jetzt zu 
berücksichtigen. Wenn auch die Tages 
ordnung des Verwaltungsrats am Tage 
der Großkundgebung bereits festgelegt 
war, so waren doch die Dringlichkeit 
und der Inhalt der Forderung bekannt. 
Ungeachtet der von der CGS ange 
strebten Gleichstellung der Verhältnisse 
zwischen Eisenbahn und Oefientlichem 
Dienst stellt sich der I. V. Eisenbahn 
nach wie vor auf den Standpunkt, daß 
die Angleichung sich auf diejenigen 
Gruppen der Eisenbahn erstrecken soll, 
die im Vergleich zu Oeffent. Dienst 
schlechter gestellt sind. Weiter ist der 
L V. Eisenbahn der Auffassung, daß es 
alsbald zu Verhandlungen mit greifbaren 
Resultaten über die Einführung der neuen 
Personalordnung kommen muß. Unabhän 
gig von den bestehenden Meinungsver 
schiedenheiten über eine bestimmte 
Grundfrage ist nicht einzusehen, aus wel 
chen Gründen die Einführung einer die 
„Dilo“ ablösenden Personalordnung noch 
immer verzögert wird. In dieser Frage 
werden die Eisenbahner auf eine zu 
harte Probe gestellt 
Fachgruppe Banken und Sparkassen 
Nach einem wochenlangen Kampf um 
eine angemessene Gehaltserhöhung wur 
de am Dienstag, dem 21. 11. 1950, beim 
Ministerium für Arbeit und Wohlfahrt — 
Schhchtungsausschuß — die ersten Ver 
einbarung, welche mit den Herren des 
Bedingsausschusses und dem Rechtsan 
walt Herrn Ruland, der Arbeitsgemein 
schaft der Arbeitgeberorganisation, am 
16. 10. 1950 getroffen wurde, durch 
Schiedsspruch für verbindlich erklärt, 
und zwar 12o’o Gehaltserhöhung auf das 
Effektivgehalt Ab 1. 9. 1950 wird außer 
dem den Angestellten eine 12' >ige Er 
höhung für einen zusätzlichen Monat 
ausbezahlt Der 1t Vereinbarung vom 
31. 7. 1950 gewährte Vorschuß in Höhe 
von 3 000 bis 7 500.— ffrs. ist zurückzu 
zahlen. Die Form der Rückzahlung wird 
von jeder Betriebsleitung, im Einverneh 
men mit dem Präsidenten des Bedin 
gungsausschusses, Herrn Präsidenten 
Bickelmann, festgesetzt 
Die Herren des Bedingungsausschusses 
Herr Bickelmann, Herr Dr. Altmeyer, Herr 
Direktor Garthe, Harr Direktor Roma 
haben in der Sitzung vom 21. 11. 1950 
auf meine Frage, wie sich die Herren 
den Modus der Rückzahlung vorstellen, 
Ein Jahr ist es her, seitdem die Gemeinnüt 
zige Baugenossenschaft ihre Tätigkeit aufnahra. 
In dieser ganzen Zeit hat sie die Tat vor das 
Wort gestellt. Großes wurde aus dem Nichts 
geschaffen. Alle Erwartungen wurden über- 
troffen. Die Genossenschaft, an deren Wiege 
die Einheitsgewerkschaft gestanden hat,-ist m 
dem abgelaufenen Jahre kaum öffentlich her 
vorgetreten. Daher ist es jetzt um so mehr an 
der Zeit, sich einmal öffentlich damit zu be 
schäftigen. 
In einer Pressebesprechung vermittelte Ge 
schäftsführer Braun auf Grund eines Ge 
schäftsberichtes und der ersten Generalver 
sammlung. die am 5. 12. 1950 stattgefunden 
hat, ein genaues Bild der Lage. Es lohnt sich, 
diesen Darlegungen eine besondere Beachtung 
zu schenken, handelt es sich doch darum, fest- 
zuslellen, wie weit es möglich gewesen ist und 
weiterhin möglich sein wird, eine der wesent 
lichsten Grundlagen für ein menschenwürdiges 
Dasein, für die Erhaltung der Gesundheit und 
der Arbeitskraft, nämlich gesundes Wohnen, 
zu gewährleisten. 
Der einjährige Erfolg hat den Gründern 
Recht gegeben. Der Vorsitzende der Baugenos 
senschaft. Präsident der Einheitsgewerkschaft 
W a c k e t, betonte in der Generalversammlung 
besonders den neut ralen Boden des Unter 
nehmens, indem er darauf hinwies, daß das 
Wohnungsbauproblem nie ein Parteiproblem 
sein dürfe. Wer es so sehe oder sehen möchte, 
verkennt den tiefen Ernst dieses schwierigen 
sozialpolitischen Problems. Je breiter die Ba 
st», auf der die Kräfte eingesetzt werden, um so 
größer der Erfolg. 
Die bisherigen Leistungen. 
Es sind in der Bauausführung und zum Teil 
bezogen: 108 Häuser mit 216 Wohnungen: Fi 
nanzaufwand: 44 000 000 Frs. 
Es stehen finanzicrungs- und bauausfiihrungs- 
reif au: 3t Häuser mit 62 Wohnungen; Fi- 
nanzaufwand: 44 000 000 Mrs. 
Unter den 108 Häusern befinden sich 11 Ein 
zelbauvorhaben (1 Haus in Fechingen, 3 Häu 
ser in Güdingen — Güdinger Berg —, 1 Haus 
in Saarbrücken, 2 Häuser in Sulzbach, 1 Haus 
in Rehlingen, 3 Häuser in Siersburg), während 
97 Häuser in folgenden geschlossenen Sied 
lungsgruppen gebaut wurden: 
1. Erste Baugruppe auf der Unner in Güdin 
gen nt?? 16 Häusern. 
Ä. Zweite Baugruppe auf der Unner In Güdin 
gen mit 18 Hausern. 
8» Baugruppe Sulzbach-Neuweiler mit 18 
Häusern. 
4L Baugruppe der Stadt Sulzbach mit 10 
Reihenhäusern (ein Sechser- und ein Vi*» 
rer-Block). 
fr Baugruppe für Belegschaftsangehörige der 
Firma Kleinschanzlin Pumpen AG. in Horn« 
bürg mit 12 Häusern. 
6. Baugruppe Bexbach mit 12 Häusern. 
L Baugruppe Wiebelskirchen mit 6 Hüu* 
seru, 
einstimmig erklärt, daß im Jahre 1950 
keine Rückzahlung vorzunehmen ist und 
später solch angemessene Rückzahlun 
gen erfolgen sollen, die keine spürbare 
Gehaltsverminderung bedeuten. 
Zur Klarstellung der wochenlangen 
Verhandlungen möchte ich bemerken, 
daß die Einwände gegen die erste Ver 
einbarung vom 16. 10. 1950 durah Paris 
erfolgten, da in Frankreich nur eine 
6°/oige Gehaltserhöhung bewilligt wur 
de, und weil wi'r den Beginn auf den 
1. 9. 1950 und mit einem Zusatzmonat 
vereinbarten, der für die Herren in Paris 
einen Beginn ab 1. 8. 1950 vermuten 
ließ. 
Außerdem erhalten die Angestellten 
im Dezember ein 13. Monatsgehalt und 
im Juni eine Urlaubsbeihilfe (Minimum 
8 000.— ffrs.). ho, 
Fachgruppe Versicherungen 
Die mit den Herren der Berufsvereini 
gung der Versicherungsgesellschaften, 
die im Saarland tätig sind, und den 
Herren Rechtsanwälten der Arbeitsge 
meinschaft der Arbeitgeber geführten 
Verhandlungen haben zu folgendem Ab 
schluß geführt: 
Die Angestellten erhalten ab 1. 10. 50 
bis zum Koeffizienten 140 eine feste Zu 
lage von 12 o/o und weitere 7o/ 0 Gehalts 
erhöhung. Die Angestellten über Koeffi 
zient 140 erhalten ab 1. 10. 1950 eine 
feste Zulage von 9o/o und weitere 7 o/o 
Gehaltserhöhung. 
Die Erhöhung ist auf all« Gehälter, 
die am 30. 9. 1950 bezahlt wurden, an- 
zu wenden. 
Die ab 1. 1. beschäftigten Angestellten 
erhalten im Monat Dezember ein 13. 
Monatsgehalt 
Die während des Jahres eintretenden 
oder ausscheidenden Angestellten erhal 
ten das den geleisteten Dienstmonaten 
entsprechende Zwölftel ihres Monatsge 
haltes. 
Im Monat Juni erhalten die Angestell 
ten ein« Urlaubsbeihilfe oder aber ein« 
Büanzzuwendung von mindestens 
6 000— ffrs. 
Für den Außendienst erfolgte eine Neu 
festsetzung der Spesensätze wie folgt: 
Werbeinspektoren bis zu 700.— ffrs. 
Oberinspektoren bis zu 800.— ffrs. 
technischer Innen- und 
8. Baugruppe Rehlingen mit 8 Häusern. 
Die 31 Häuser, die fiuanziemngs- und bau* 
aufführungsreif anstehen, verteilen sich unter 
anderem auf folgende Siedlungsgruppent 
Dillingen 5 Häuser 
Saarlouis 4 Häuser (1 Vierer- 
Block in Reiben 
hausform) 
Ottweiler 8 Häuser 
Weiterhin kann damit gerechnet werden, daß 
die Finanzierung der In der Planung fertigge- 
stellten Kriegsbeschädigtcnsicdiuiig In Lands 
weiler mit 10 Häusern in Kürze sichergestellt Ist. 
Die Baukredite für die in der Bauausfüh 
rung stehenden Bauvorhaben verteilen sich auf 
folgende Darlehnsgeber: 
1. Die Bausparkasse mit 81.750.000 Frs. 
2. Kegierungskredite 50.000.000 Frs. 
3- Kredite der LVA. aus Mit 
teln der Familienzulagen 30.000.000 Frs. 
LVA. als l. Hypothek 12.000.000. Frs. 
8. Stadt Sulzbach 31.360.000 Frs. 
Geschäftsführer Braun erkannte dankbar 
daß sich die Städte und Gemeinden mit einer 
ausgesprochen ideellen und materiellen Groß 
zügigkeit für die Aufgaben des sozialen Woh 
nungsbaues eingesetzt haben. Sie haben u. a. 
das Bauland unter denkbar günstigen Bedingun 
gen zur Verfügung gestellt, die Anliegerhei- 
träge gestundet und darüber hinaus da und 
dort aus eigenen Mitteln das Kigcnkapital im 
Eittzelfalle aufgefüllt. 
Von Interesse sind gewisse Erfahrungen, die. 
die Gemeinnützige Baugenossenschaft Saarland 
schlußfolgernd hinsichtlich der zukünftigen 
Wohnungsbau! inanzier ung auseinandersetzt. Ge 
rade jiie in der letzten Zeit angelaufcne — und 
wie es scheint anhaltende — Erhöhung der 
Baukosten zwingt, zu günstigeren Flnanzie- 
rungsmethoden zu gelangen, wenn nicht der er 
freuliche Rauwille im Saarland im Keim er 
stickt werden soll. Dazu gehört ebenso die be 
währte Zinszuschußaktion der Regierung. Mit 
Ihr stebt und fällt — darüber muß man sieh 
klar sein — die Wohnungsbaufinanzierung -des 
Durehsehnittsverdleners überhaupt! 
Wenn es allerdings bei den neuerlichen Be 
schränkungen bliebe, das heißt, daß der Zinszu 
schuß nur noch für einen begrenzten Kredit 
beispielsweise 800.000 Frs. für eine Wohnung 
von 1 Küche und 2 Zimmer — gewährt wür 
de, dann wäre das —f und erst recht im Hin 
blick auf die doch um rund 20 0/ 0 gestiegenen 
Baukosten — der erste Schritt rückwärts, der 
uni so unverständlicher anmuten müßte, wenn 
man auf der anderen Seite die großzügigen 
Kreditmaßnuhmen und Steuervergünstigungen 
der Regierung im Zuge des sozialen Wohnungs 
baues in Parallele stellt. 
Wenn wir auch zuversichtlich hoffen, daß 
diese Kürzungen aus einer durch den allmiih- 
Soziales 
Auf di« heute durch den Landtag er 
folgt« Ablehnung eines Antrages' auf 
Gewährung einer Sonderbeihllle zu Weih 
nachten aus Mitteln der Familienkas&e, 
die kurz vor Redaktionsschluß bekannt 
wird, werden wir In der nächsten Aus 
gabe näher eingehen Zu dem Antrag 
gaben die CVP und die SPS eine Er 
klärung ab, die besagt, daß die Mittel, 
die der Antrag für die Weihnachtsbei 
hilfe erfordert hätte, restlos, und zwar 
so schnell wie möglich dem sozialen 
Wohnungsbau zur Verfügung gestellt 
werde. Mit dem so gewonnenen Betrag 
lassen sich etwa 1000 Wohnungen er 
stellen. Die Erklärung der CVP und SPS 
wurde gegen neun Stimmen bei drei 
Stimmenthaltungen gebilligt 
Sonder Unterstützung fiir Minderbemittelte. 
Zur Beschaffung des dringend notwendigen 
Winterbedarfs wird das Ministerium für Arbeit 
und Wohlfahrt an besonders bedürftige Minder 
bemittelte und verschämte Arme eine einmalige 
Sonderunterstützung gewähren. Den Bezirks- 
fürsorgeverbänden wurde für diesen Zweck aus 
Staatsmitteln ein Betrag von 15 Millionen Frs. 
zur Verfügung gestellt. 
Die Auszahlung an die Minderbemittelten 
wird noch vor Weihnachten durch die Bezirks 
fürsorgeverbände im Einvernehmen mit den 
anerkannten Wohlfahrtsorganisationen erfolgen. 
Die Mittel sind in erster Linie für solche Per 
sonen gedacht, die nicht in laufender Fürsorge 
stehen. 
* 
Verbesserung der Bezüge für Arbeitslose 
Nachzahlung noch vor Weihnachten 
Das Ministerium für Arbeit und Wohl 
fahrt teilt mit:: 
Nach einem Erlaß des Ministers vom 
6. ds. Mts. ist die den Arbeitslosen zur 
Arbeitslosenunterstützung bisher gewähr 
te Zulage auf das Doppelte erhöht 
worden. Die Zulage soll, wie bisher, ne 
ben dem Tabellen-Unterstützungssatz lau 
fend gezahlt werden. Gegenüber einer 
einmaligen Zulagezahlung, wie sie liir 
die Sozialrentner usw. erfolgt, hat die 
laufende Zulagezahlung den Vorteil, daß 
sie während des ganzen Winters bis zu 
einer Neufestsetzung der Unterstützungs 
sätze gezahlt wird Die Zahlung der 
erhöhten Zulage beginnt für die taufen 
den Unterstützungsfälle mit der Unter- 
stützungswoche, in die der I Dezember 
fällt. Dadurch werden die Arbeitslosen 
noch vor Weihnachten eine Nachzahhimg 
erhalten. 
* 
Rcnten-rSachzalilung für 1945. 
Der Minister für Arbeit und Wohlfahrt bat 
durch eine Verfügung an die SaarknappscbaH 
angeordnet, die Nachzahlung der ßc/Uge, die 5ti» 
Jahre 1945 infolge Fehlens an Mitteln nicht 
ausgezahlt werden konnten, zur Auszahlung zu 
bringen. Die Knappschaft hat hierauf die Mit 
teilung dem Herrn Arbeitsminister zokamiftroi 
lassen, daß die Berechnung b/w. die Arbeiten 
bezüglich der Nachzahlung abgeschlossen sind 
und die Auszahlung am 18. Dezember 1950 er 
folgen kann. 
liehen Aufbrauch der Haushaltsmitteln gebote 
nen Etatsmaßnahme resultieren, so halten wir 
es doch für unsere Pflicht, jetzt schon an die 
Landtagsfraktionen mit einer dahingehenden 
Vorlage heranzutreten, damit diese Frage, im 
Zuge der Beratung des Staatshaushalte» im 
Sinne einer wirklich erfolgreichen Zinsverbilli 
gung gelöst wird, 
(Im nächsten Artikel werden die Steuerver 
günstigungen beim Wohnungsbau im einzelnen 
behandelt, sowie die eigentliche Baubetreiiung, 
also die wesentliche Aufgabe der Baugenossen 
schaft, ferner die Zielsetzung für die nächste 
Zeit.) 
* 
Steuererleichterungen für Bauvorhaben 
In der „Arbeit“ haben wir wiederholt 
vor längerem über erhebliche Steuerer 
leichterungen für durchgeführte Bauvor 
haben berichtet. Die Erleichterungen er 
strecken sich auf die Lohnsteuer, auf 
die Grundsteuer, auf die Grunderwerb 
steuer, auf die Vermögensteuer und auch 
auf die baupolizeilichen Gebühren. 
Wir bitten die Kollegen, die Bauvor 
haben durchgeführt haben, sich bei ihren 
zuständigen ' Finanzämtern die Antrags 
formulare zu besorgen und, falls sie mit 
ihrem Antrag nicht zu Rande kommen, 
bei der Hauptverwaltung der Einheris- 
gewerkschaft mit den Rechnungsbelegen 
über ihr Bauvorhaben vorzusprechen, wo 
ihnen der Antrag fachgemäß ausgefiült 
wird. Gleichzeitig mit den Rechnungs 
belegen ist auch die Lohnsteuerbeschei- 
nigung des Arbeitgebers mit beizu- 
fügen. 
In Kürze werden die Durchführungs 
bestimmungen zur vorgenannten Verord 
nung erscheinen, was wir zum Anlaß 
nehmen werden, nochmals in allen Ein 
zelheiten die Verordnung über Steuer 
erleichterungen im Zuge des Wiederauf 
baues in d«r „Arbeit“ und auch im „Saar- 
Bergbau“ zu besprechen. 
Außendienst 900.— ffrs. 
ho. 
Die soziale Tat der Gern. Baugenossenschaft 
Die Erfolge des ersten Jahres / Wichtige Aufschlüsse für alle Bauinteressenten
	        

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