Title:
Die alte Diözese Metz
Creator:
Herrmann, Hans-Walter
Work URN:
urn:nbn:de:bsz:291-sulbdigital-200257
PURL:
https://digital.sulb.uni-saarland.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:bsz:291-sulbdigital-201141
Abschaffung des Chorepiskopats zu. Vergleicht man etwa eine beliebige Urkunde 
eines Trierer Erzbischofs und eines Metzer Bischofs, seines Suffragans, aus dem 12. 
Jahrhundert, so ergibt sich bereits aus den Titeln des Kathedralklerus in den Zeugen¬ 
listen, daß beide Kirchen, wenngleich engstens miteinander verbunden, doch recht 
verschieden organisiert waren. 
Trier 1137 November 24 
Erzbischof Albero von Trier 
bestätigt der Abtei Gorze einen 
Weinbergzehnten in Briedel 
an der Mosel 
Ego Adelbero, archiepiscopus 
Treverorum, subscripsi. 
Ego Arnoldus, Treverorum 
archidiaconus. Ego Godefridus, 
majoris domus prepositus, 
subscripsi. Ego Folmarus, 
majoris domus decanus, 
subscripsi 
(Schluß der Zeugenliste)10. 
Metz 1143 
Bischof Stephan von Metz bestätigt 
der Abtei Gorze die ihr von 
der Abtei St. Symphorian bestrittene 
Brigittenkapelle in Plappeville 
(Moselle, arr., cant. Metz) 
domnus Teodericus, primicerius 
et archidiaconus; 
domnus Philippus, 
decanus et archidiaconus; 
magister Walterus, archidiaconus 
(Es folgen Metzer Äbte, 
dann wieder Angehörige 
des Weltklerus:) 
Albero, custos Sancte Marie; 
Warnerus, episcopi capellanus; 
Drogo, Folcardus presbiteri; 
Theodericus, presbiter de Sye; 
Wiricus, monachus et prepositus 
de Sye 
(Es folgen weltliche Zeugen)11. 
Es hat hier den Anschein, als habe die Trierer Kirche nur einen einzigen Archidia- 
kon. Die Einzigkeit des Amtes wird sogar dadurch unterstrichen, daß der Inhaber 
sich nach dem Vorbild des Erzbischofs Archidiakon der Trierer nennt. Dom¬ 
propst und Domdekan scheinen keine archidiakonalen Funktionen zu haben. Gleich¬ 
10 Cartulaire de Gorze (wie Anm. 2) Nr. 154 S. 277. D’Herbomez hat S. 276 den Ortsnamen 
nicht erkannt und predjalibus] ergänzt. Auch das von Bischof Adventius von Metz gegründe¬ 
te Stift Neumünster bei Ottweiler hatte Besitz in Briedel, vgl. Urkundenbuch zur Geschichte 
der, jetzt die Preußischen Regierungsbezirke Coblenz und Trier bildenden mittelrheinischen 
Territorien 1, ed. Heinrich Beyer, Koblenz 1860 (Neudr. Aalen 1974; künftig: Mrh. UB 1) 
S. 141 Nr. 134 zu 893 Februar 17; zu weiteren Metzer Gütern in diesem Bereich vgl. Eugen 
Ewig, Der Fernbesitz von St. Arnulf/Metz in den alten Diözesen Trier und Köln, in: Rhein. 
Vierteljahrsbll. 50 (1986) S. 17f. 
11 Cartulaire de Gorze (wie Anm. 2) Nr. 156 S. 280. 
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