Title:
NS-Politik an der Saar unter Josef Bürckel
Creator:
Muskalla, Dieter
Work URN:
urn:nbn:de:bsz:291-sulbdigital-237389
PURL:
https://digital.sulb.uni-saarland.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:bsz:291-sulbdigital-241471
(Kaiserslautern) mit den RAD-Gruppen: 95 St. Ingbert, 322 Zweibrücken, 135 
Zweibrücken, 255 Pirmasens sowie der Abschnitt Saarpfalz-Ost mit den RAD- 
Gruppen: 286 Rodalben, 157 Annweiler, 324 Bergzabern und 102 Kandel41. 
Den Ersatz an Arbeitsdienstpflichtigen und Freiwilligen leisteten die Hauptmelde¬ 
ämter und Meldeämter als Ersatzdienststellen des RAD. Sie führten dem Reichsar¬ 
beitsdienst an den Einstellungsterminen am 1. April und 1. Oktober jeden Jahres 
neue Kräfte zu. Gleichzeitig oblag den Meldeämtern42 die meldetechnische Über¬ 
wachung sämtlicher Arbeitsdienstangehörigen sowie die Wehrüberwachung. 
Saarländische Meldeämter bestanden in Saarbrücken (Meldeamt 258), Saarlautem 
(Meldeamt 259) und St. Wendel (Meldeamt 274). Die übrigen Ämter des Arbeits¬ 
gaues XXXII lagen in Ludwigshafen (Meldeamt 128), Speyer (Meldeamt 129), 
Zweibrücken (Meldeamt 130) und Kaiserslautem (Meldeamt 131). Sie alle unter¬ 
standen dem Hauptmeldeamt in Mannheim. 
Schon vor Einführung der Wehrpflicht hatte der AD die gleichgeschalteten Volks¬ 
genossen vormilitärisch geschult bzw. als Bindeglied zwischen den Jugendorgani¬ 
sationen und der Arbeitswelt gedient. In der Öffentlichkeit wurde das als sozialpo¬ 
litische Maßnahme des "neuen" Staates ausgegeben, der sich um seine sozial 
Schwachen kümmere oder der die Jugendlichen "von der Straße" hole. Doch stell¬ 
ten die Arbeitseinsätze weniger eine Lösung von echten Arbeitsproblemen und 
Engpässen der Wirtschaft dar, zumindest nicht in den Anfangsjahren. Erst vor 
Kriegsausbruch, als die Rüstung boomte, übernahm der RAD für die Wirtschaft 
auf bestimmten Gebieten Sonderaufgaben. Beim Bau der Westbefestigungsanla¬ 
gen, zu dem dann auch der RAD herangezogen wurde, führte das hohe Arbeitsauf¬ 
kommen zur Verstärkung des Afbeitsgaues XXXII durch 14 neue Gruppen und 
über 100 Abteilungen. Hierzu unterstanden ihm vier Abschnittsstäbe: Pfalz- Nord 
(Sitz: Bad Kreuznach, u.a. mit der Gruppe 243 S X, St. Wendel), Pfalz-Mitte (Sitz: 
Kaiserslautern, u.a. mit der Gruppe 95 S IV, St. Ingbert), Pfalz-Ost (Landau) und 
Pfalz West mit Sitz in Saarbrücken (u.a. mit den Gruppen 85 S I, Mettlach; 64 S 
XIV, Schmelz-Bettingen; 235 S II, Lebach und 226 S III, Ottweiler). Ferner waren 
im Arbeitsgau XXXII zwei Gruppen mit zusammen 16 Abteilungen (Gruppe 321 
Kaiserslautern und 323 Merzig) für Landeskulturarbeiten eingesetzt. Aus allen 
Gauen des Reiches (Ostpreußen, Schlesien, Ostmark usw.) verlegten Einheiten des 
Arbeitsdienstes in die "Westmark" des Reiches. Während des Krieges erfolgten 
weitere Verstärkungen der Lager, Abkommandierungen des Personals und Verle¬ 
gungen bzw. Wechsel in den Stammeinheiten43. 
41 
Organisationsplan v, 1,6.1939. LA Saarbrücken, Best Ministerialforstabteilung, Nr. 11. 
42 
Jeweils zuständige Meldeämter im Organisationsplan v. 1.6.1939. 
43 
Den Wechsel der Belegung der Lager mit anderen Stammeinheiten zeigt die "Organisationsübersicht" v. 
21.6.1941. Arch. d6p. de la Mosetle, 4 AR 183, z.B. 1/329 - Düppenweiler, 2/329 - Reimsbach, 3/329 - 
Saarwellingen, 4/329 - Schwalbach, 5/329 - Zollstock, 5/322 Reimsbach. Zu verschiedenen Einsätzen 
s. die Dienstbücher: ebd. 4 AR 204. Zu Planung, Durchführung und Abrechnung entspr. Arbeiten 
zwischen 1935 u. 1938: LA Saarbrücken, Best Ministerialforstabteilung, Nr. 10 u. 11. Vgl. D. Bettin- 
ger/M. Büren, Der Westwall, Bd. I, S. 148-161. 
409
        

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