Full text : Die Saar, Schlüssel für die europäische Einheit

fr
ü
--wirtschaftlicher

 Hinsicht aufeinander angewiesen," Und wieder.
aüfıer Londoner Konferenz vom 26, November 1947, bestät igte
General Marshall den Standpunkt der. USA bezüglich der Saar
und Frankreich, und er sagte weiter, dass die Saar ihre
politische Autonomie wahren müsse.

Am 18, Januar 1950 sagte Aussenminister Acheson:; "Die Haltung,
äile wir Amerikaner eingenommen haben, unter drei sich ablösenden
 Aussenministern, nämlich Byrnes, Marshall und mir
selbst, in jedem Falle mit der Billigung des Präsidenten,
besteht darin, dass die USA den französischen Standpunkt
unterstützt und unterstützen wird. (dass die Saar) Zinanziell
und wirtschaftlich mit Frankreich integriert werden sollte."

Aber die Bundesrepublik Westdeutschland, im Jahr 1948 errichtet,
 hat sich rundweg gegen die Abtrennung der Saar von
Deutschland gestellt. Die Politiker in Saarbrücken waren
sich von Anfang an darüber klar, dass es wichtig sei, eine
Lösung zu finden, die auch für die Deutschen annehmbar wäre.

Der Gedanke der Europäisierung der Saar wurde während dieser
Zeit in Regierungskreisen der Saar erörtert, Man glaubte,
lass man dem jahrhundertealten Streit zwischen Frankreich
und Deutschland ein Ende machen könne, indem man äüie Saar zum
ersten Europäischen Bundesterritorium Srkläre und ihr gleic hzeitig
 ihre materielle Sicherheit garantiere und die Rechte
zusichere, dass das Volk über sein Schicksal selbst entscheiden
 dürfe,

Kein anderes Gebiet in Europa scheint so.-gut geeignet zu sein,
He erste aktive Einheit einer Euroräischen Föderation zu
werden, In Frankreich und Deutschland sagte man, dass Schuman
und Adenauer dem Volkswillen mit ihrem Eintreten für die
z2uropäische Einheit weit vorausgeeilt seien, Darin liegt eine
gute Portion Wahrheit, Der deutsche Kanzler stammt aus Köln
und der französische Minister aus Metz, und beide haben auf
jrund ihrer Erfahrungen als Söhne einer Grenzlandbevölkerung
ganz klare Ansichten über die Lage Europas und die dieser
Lage innewohnenden Notwendigkeiten, die beispielsweise ihre
Kollegen aus Hannover oder Marseilles nicht haben können.
Der Durchschnittssaarläncder, in einem Lande auf hal bem Werze
            
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