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der Saar als den geographischen, geologischen und industriellen
Verhältnissen und Möglichkeißen der Saar.
Jahrhundertelang stand das Saarvolk im Mittelpunkt dyna--Stischer
Umwälzungen, Als Grenzvolk erlitt es cin ähnliches
Schicksal wie die Bevölkerung von Klsaß-Lothringen.
Am Endes eines Krieges fiel die Saar immer als cin Teil
der Beute an den Sieger, ganz gleich, was das Volk darüber
empfand.
Im vergangenen Jahrhundert ist die grosse geologische Bedeutung
der Saar mehr und mehr in den Vordergrund getreten.
Die Tatsache, dass ihre Kohlevorkommen unmittelbar neben
den Eisenerzvorkommen .Lothringens lagen, gewann an Bedeutung,
als es möglich wurde, mit Hilfe des Thomasverfahrens
and des Martinverfahrens auch die mageren, schwefelhaltigen
lothringischen Erze voll auszunutzen, Das Saar-Lothringer
Potential an Kohle, Eisen und Stahl 1licss das Gebiet in
einer Welt der fortschreitenden Technisierung zum Industriezentrum
grösster Bedeutung werden.
Auf Grund der geschichtlichen Vergangenheit der Saar können
weder Frankreich noch Deutschland eindeutige Ansprüche auf
das Gebiet erheben. Geschichtlich war die Ssar zunächst
ein zentral gelegeoner Teil des Reiches Karls des Croßen.
Im Mittelalter war Saarbrücken von Bedeutung als Sitz
ier Grafen von Saarbrücken, deren Gebiet sich zu einer
Zeit vom Rhein bis nach Frankreich hinein erstreckte, Die
Grafen waren gleichzeitig dem Bischof von Metz, dem König
von Frankreich und dem Kaiser des Feiligen Römischen Reiches
lehenspflichtig, doch leisteten sie gewihnlich Frenkreich
militärischen Beistend, Das nachfolgende Haus Saarbrücken-Nassau
war zwar deutsch, stellte sich aber im Dreißigjährigen
Krieg auf die Seite Frankreichs und gegen das
Reich, Ludwig XIV. übernahm grosse Teils des Gebiets,
Schliesslich konnte er aber nur die Z7estung Saarlouis und
einige Dörfer halten, Tranzösische Garnisonstruppen
siedelten sich in dem Gebiet an, Das erklärt, warum heute
atwa ein Drittel der Familien dieser Gegend französische
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