Insgesamt wurcen 65 000 Heimstätiten zerstört, und mehr
als ein Viertel der Bevölkerung wurde obdachlos,
Die Menschsn waren dazu gezwungen worden, mindestens
zweimal, teilweise aber auch dreimal ihre Städte und
Ortschaften zu evakuieren, Viele fanden bei der Rück—
kehr nur einen Trümmerhaufen, wo ihr Heimatort gestander
hatte, Ein weniger tatkräftigeg und heimattreues Volk
hätte vielleicht aufgegeben und wäre foritgezogen, Doch
die Saarländer machten sich ohne Verzug an die Arbeit,
um sich aus den Trümmern zu graben, Vater, Mutter und
Kinder halfen mit Schaufel und Schubkarren, den Schutt
wegzuräumen und das rhch brauchbare Baumaterial auszusortieren.Sie
hatten den Willen zum Aufbau, aber wenig
oder gar keine Mittel.
Mit den Anstrengungen der einzelnen Familien war der
in großem Maßstab erfoigten Zerstörung in der Saar nicht
beizukommen, Ein großes Hindernis bildete allenthalben
der Kapitalmangel, Die französische Kegierung und die
Regie des Minss gewährten zahlreiche Darlehen, und die
Gemeinden erwachten zu neuem Leben, Eine half der anderen,
Die Kirche hatte überall ihren Anteil am Aufbau
der Gemeinde. Eine Anzahl privater, gemeinnütziger Baugenossenschaften
führte SieClungsbauprojekie durch.
Eine der erfolgreichsten war die Ketteler Union, eine
katholische wohltätige Organisation, die ihre eigenen
Mittel und Darlehen von Banken mit e%iwas Geld und sehr
viel Arbeit von seiten üer Berglsute kombinierte, Die
Ketteler Sieülungen, die schöne Heimstättenfür Arbeiter
nit niedrigem Einkommen bieten, sind überall an der
Saar anzutreffen.
Die Regime des Mines hat bei der Finanzierung und Durchführung
mehrerer großer Wehnungskbaubvrojskte für Bergleute
mitgeholfen, die sich ein eipenes Heim schaffen wollten.
Nur 6% der Saarbergleute wohnen in gesellschaftseigenen
Häusern, Die REgzie schc3 80% des Kayitals vor,
und zwar zinslos auf 15 Jahre,
Angeregt durch die Förderungsrußnahmen der Regierung,
bauen heute zenn von Tausend Saarländern nsuc Häuser;
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