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auf ihre örtlichen Feste. Karneval im Frühjahr und Kirmes
im Herbst erwecken im Saarland dieselbe Ausgelassenheit wie
in Flandern und im Rheinland. Die Saarländer sind sehr
gesellig, und sie lieben es, beisammen zu sein.
Amerikanische Besucher werden gastfreundlich empfangen.
Die Saarländer freuen sich, dass Leute aus dem Ausland, insbesondere
aus dem fernen Amerika, Interesse an ihnen bekunden,
Sie sind stolz auf ihre Heimstätten und ihre handwerkliche
Geschicklichkeit. Klopfen Sie an irgend eine
Tür, und die Hausfrau wird Sie einladen, einzutreten, wird
Ihnen ihre Kinder vorstellen und ihr Heim zeigen, das vom
Keller bis zum Dachboden makellos sauber ist,
Der Saarbergmann
Der Bergmann ist symbolisch für die Saar. Seit über fünf
Jahrhunderten wird hier Kohle gefördert, und die Bergleute
gehören ebenso zur Saar wie ihre reichen Kohlenvorkommen.
Vier von fünf Saarbergleuten sind heute Einheimische, deren
Vorfahren schon Generationen hindurch Bergleute waren.
Nas der Bergarbeiter denkt und wie er lebt, spiegelt das
Leben der Saar wider. Wir wollen eine typische Bergarbeiterfamilie
besuchen, Adolf Braun, seine Frau Ilse und ihre
vier Kinder im Alter von zwei bis dreizehn Jahren. Die
3000 Einwohner zählende Ortschaft, in der sie zu Hause
sind, wurde im Krieg schwer bombardiert; die Familie
Braun verlor ihr Haus und den grössten Teil ihrer Habe,
Als die Franzosen die Verwaltung übernahmen, half die
Regie des Mines den Brauns und vielen anderen Bergarbe iterfamilien
beim Wiederaufbau, Die Bergleute wurden bevorzugt,
weil die von ihnen geförderte Kohle dringend gebraucht
wurde, um die Fabriken wieder in Gang zu bringen. Die
Brauns sind stolz auf ihr neues kleines Backsteinhaus und
zeigen es gern den Besuchern, Sie haben einen Gemüsegarten
und halten eine Ziege, drei Kaninchen und ein halbes
Dutzend Goldfische.
Adolf, ein Endvierziger, ist klein, drahtig und etwas gebeugt
durch die jahrelange Arbeit im Kohlenflöz, Viele
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