Full text : 2.1949/50 (0002)

Jahrrang

4 ur Wohlfahrt des Saarlande

tLie’durngen aus dem
Kaufkraft und Löhne
in Grossbritannien

gramm. Yür 1950“ fest. in dem mitzeteilt
 wird, daß die industrielle Produktion
 im Jahre 1949 um 6% Prozent
 die Produktion des Jahreg 1948
ibertraf,
Seit 1947 konnte man feststellen,
Jaß die Löhne hinter der Steigerung
der industriellen Produktion zurück-»lieben,
 sich jedoch langsam aber steig
 über das Niveau, der Detailpreise
arhöhten, Die Löhne haben also von
Jer Produktionssteigerung profitieren
sönnen, gleichzeitig gestaltete die Erı1öhung
 der Produktion eine Steige:
nng des Exportes und eine Erhöhung
ler Investierungen, Trotz der Dollar
srise und trotz der Pfundabwertung
m Vorjahre ging das Defizit de
Außenhandelsbilanz zurück, Die fü
"nvestierungszwecke verwendeter
VEittel waren 1949 nur um ein Ge
inges niedriger als 1948, ein Jahr. i
lem sie besonders umfangreich wazen.

Seit dem Jahre 1938 haben die
_Ühne der Frauen und der jugendlichen
 Arbeiter in stärkerem Maße ztzenommen,
 als die Löhne der Männer,
 Seit 1947 stiegen die Durchschnittslöhne
 um 18 Prozent, wobei
zu berücksichtigen ist, daß diese
Zrhöhung für die Männer lediglich 16€
7rozent erreichte. für jugendliene Arıe;ter
 aber 28 Prozent. Dies ist die
Folge von Maßnahmen, die allzemeir
als notwendig erachtet wurden, An
Jlere Unterschiede „ind je nach de
Meihede der Lohnerrechnung, 8. h
„ach Stück- oder Stundenlohn fest
zustellen. Im allgemeinen sind die
Siücklöhne höher, da die Arbeiter in
Unternehmen, die Stücklöhne bezah-'en.
 Fluktuationen unterworfen sind
wie z. B. in der Automobilinduefric
der im. Bauwesen.
Für die nicht manuelllätizen Lohn-Ing
 Gehaltsempfänger ist die Entwicklung
 des Einkommens weniger
zünsfig, Darüber gibt es jedoch keine
Statistik, Trotzdem darf man als sicher
annehmen. daß die Einkommen dieser
Kategorien nicht m .der . gleichen
Weise den gesteigerten Lebenshaltungskosten
 gefolgt sind.
Die Bemühungen der Regierung sind
auf eine weitere Steigerung der indır=-Die

 Lage des britischen Arbeiters
besserte sich jm Laufe der letzten 10
Jahre nicht unbeträchtlich und vor
allem auf dem Gebiete der sozialen
Sicherheit und der Vollbeschäftigung,
Die Reallöhne der englischen Arbeiter
haben in der ‚gleichen Periode auch
eine Erhöhung erfahren.
Ein Bericht. den das Arbeilsminjsterium
 im März ds. Jre. veröffent-Jichte,
 zeigt, daß der wöchentliche
Durchschnittslohn, der im Oktober
1938 Pfund Sterling 2.133 betrug. bis
zum Oktober 1949 auf Pfund Sterling
6.1/9 gestiegen !st. Von verechiedenen
Seiten, vor allem von unabhäng ge
Kreisen. wurden Siatistiken aufsgsesiellt,
 die man allgemein als exukf
anerkennt. So stellten u. a. der Londoner
 Wirtschaftsdienst und der Wirtschaftsdienst
 von Cambridge übereinsiimmend
 fesi, daß die Realkaufkraft
des mittleren Lohues in der Zeit von
1938 bis 1949 eine Erhöhung von 24
Prozent erfahren habe. Ein großer
Teil diesxer Kaufkrafterhöhung wurde
allerings durch erhöhte Steuern und
die gesteigerten Beiträge zur So7ialversicherung
 verschlungen. Immerhn
ist. generell festzustellen daß nur
wenige Arbeiter in einer unveränderten
 oder schlechteren Lage sind als
vor dem Kriege,
Für die britische Lohnpolitik Iragen
die Gewerkschaften die Veraniwortung.
 Ihre Politik der Lohnsiabilisierung
 hat hemmend auf die Tendenz
zu Erhöhungen gewirkt, Man hat
eine Politik der Sicherung des Reallohnes
 getrieben, ohne Wert auf Sieigerung
 des Lohnsatzes zu legen. Die
Kaufkraft der Löhne nahm von 1948
bis 1949 um 3 Prozent zu. die Lohnsätze
 wurden nur gemäß der tatsächlichen
 Steigerung der Lebenshaliungskosten
 erhöht, zo daß die zusätzlichen
Gehaltseinnahmen ars zusätzlicher
'Arbeitsleistung durch Ueberstunden
Oder aus einer Steigerung der Produktivität
 und des Arbeitsertrages
kommen. Die Regierung stellt dies
ausdriialz Ti, “ VWWirftschafienrn-Seile

 95

Asapa'r cl

striellen Produktion gerichtet. Ein
Teil des Ertrages der gesteigerten
Produktion, der auf #250 MihHionen
Pfund Sterling geschätzt wird, sol]
dem inneren Bedarf zugewendet wer«
den. Die Pfundabwertuung verursachte
in den vergangenen sech« Monaten
anne Erhöhung der Preise un: 6 Prozent;
 man rechnet mit einer weiteren
Steigerung von 2 Prozent im Laufe
dieses Jahres, Deshalb läßt sich noch
hicht sagen, welche Folgen aus der
Gesamtheit der Situation, d. h. aus
der Produktionssteigerung. der Erhöhung
 des inneren Gütervolumens
und der Preisentwicklung sich für in
Löhne und Gehälter evelh:

7 Milliarden Doflar für die Arheiislaser
in USA

Die inerikanische Rezierung um die
Hevierungen der einzelnen Staaten der
Bundesrepullik vertisen über eine
Sunnne von sielien Milliarden Deikır,
tie den Kassen der Sozialen Sicherheit
Hir die Arbeitslosen gewährt werıen
können, Pie Arbeiislosickeit stie@ hesapnntlich
 in der zweiten Hälfte des
Vorjahres beträchtlich an. verringerte
sich jedoch in den vergangenen Wochen
 nicht unwesentlich, Gevenwäürtig
üürfte die Hesamtzahl der Krwerhalaeser
in USA ewa 35  Millienen hetrasern
Arhbeitsleisiung in der Sowjetunion
unbefrjedisend

Man ist Mm der Sowjetunion init der
Arbeitsleistung der russischen Arbeiter
zieht zufrieden, Der Leistunesdurech«
Schnitt Ist zwar nestieven. aber nicht
in dem Make wie dies In Fünfjahresulan
 vorseschen war, Man registriert
sehr genau (die Leistungen jeden ÄArjeiters,
 Dirjeniyen, die nicht die vorzeschriehene
 Norm erreichen. leiden
Einbnbe an Lohn. Das Blatt der russichen
 Gewerkschaften „Troud“ richtet
nen Appell an alle Arbeiter und Betiehsleiter.
 Maßnalımen zu treffen und
Anstrengungen zu machen. damit die
im Plan vorgesehenen Resultaie erreicht
 werden. Minderleistungen wir«
den den allgemeinen Produktionsplar
der Sowietunion crefährden

HEIHR’CH GÖLKEL

INDUSTRIE-VERGLASIINGEN

Saarbrücken 1 . Warndtsiraße 42
Teketon YA1 Lager und Werkstätte: Deuts-herrnpfad 3
GLASDACHES' >T‘HLBAU
TITTLOSE G) "78 TÜREN

—— m "Wr dein
Herausgeber: Ministerium für Arbeit und Wohlfahrt, Saarbrücken 1, Alleestraße 15. Teleion Gl 3, Apparat u. Pos Un
Sscheckkonto:;: 519 Saarbrücken, — Verantwortlicher Schriftleiter: Dr. Fritz Allmers, — Druck: Druck ww
Verlag „Volksstimme“ G. m. b. H., Saarbrücken 3, Schützenstra €, Telefon 9955 u, 5902. — Anzeigenverwaltfung:; Werbes
kunst E. Gebauer, Saarbrücken 3, Ursulinenstraße 38, — Telefon 94 08, Erscheinungsweise: einmal monatlich. — Bezupg«
Preis: 30 Frs. monatlich zuzügl. Postzustellgebühr. —= Auszugsweiser Abdruck nur mit Quellenangabe gestattet

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