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rule E Gesrotbene auf 1006 Lınwelhrner.
Die Jahre T91-I bis HH9 hrachten
naturlich uisgewahnheir hohe Worte
zo daß sich dm den Jahren 1917 und
Eos sogar ein beachtlicher Sterbefaltüberschuß
erzah, Ab 1927 beweet sich
lie Sterheziffer dan allacoimeinen stet>
unter dem Wert 11 and erreicht ihn
ers! mit Deyinu des zweiten Weltkriegoes
wicder, Durch Vernichtung sämtlicher
Unterlazen liewven für die leizten
Kriessjahre leider keine Zahlen vor.
jedoch muß anch tür diese Zeit uut
einem Sterhefalläherschni verechnet
werden, Die Nachkriessjahre weben
trotz der starken Veheralterung der
Bevölkerung wiederum eiten Rücksung
der Sterhezitfer aut, Von 11.9 Sterhetällen
au 1006 Einwohner in ‚Jahre
1916 wins die Zilter auf 16,2 ib ‚Jahre
19415 zurück und hat diauit He Nachkriesrswerte
bereits unterschritten, Die
erwas höher Hegende Sterhezilfer von
16.65 im ‚Jahre 1949 ist auf die im Fehruar
19-49 aufserretene Grippeenidenm®
zurückzuführen,
Der in len ersten Monaten jeden
Jahres übliche Aastier er Srerhlichkeit
war Im Jahre 1950 schr zering um
führte im Fehruar nur zu einem Wert
von 11.0 Gestorhene auf 1000 Kinwoh-Au
Seyenlher einem Spitzenwert von
17,2 im Fehrtar 1949 und 14,1 im März
19.18, Der Manat März brachte bereits
wieder eine Senkung er Stierhezitfe
anf 16,6, Dieser Rücksyane ist vor allem
dureh :Jlie Almahme der Sterhelälle an
Lungentuberkulose um! Herzkrankheiten
verursacht, Örippe wurde in 19
Fälle als Todesursache angvevehen, m
den ersten rei Monaten (ieses Jahres
Mtarben bisher 22 Personen am Grippe
gewenüber 173 Personen Im leichen
Zeitraum des Vorjahres,
Der Wanderungssewinn im
März 1950 ae nur weiuig über em
Wert des Vormonats, ler «der nicd-Tiuvste
der Nachkriersjahre überhaupt
ar, Die Zahl der heimvzekehrten
Kriesseefaneenen beirug im Bericht-Ihonat
hur 9 gerentiher 40 3a Fobrunr
aa 699 ap Jannar dieses Jahres
„Arbeit und Wohlfahrt des Saarlandes“
Jahrgang 2? Nr. 6
Lebensnahe Heimerziehung
Leber dieses Tliema- sprach am 26.
RE 1950 auf Einladung des Ministeriums
“Yır Arbeit ma Wohlfahrt, Referat
Inscendfürseree, der international bezannte
Jugendiürsorveerzieher Pateı
Defto vor Erzieherinnen und Erziehern
in der Jugendfürsoree des Saarlandes
'Jerr Ministerialdiektor Martin als
Jorsitzender freute sich, den berühmen
Gast ais einen geborenen Neunkir-;hener
vorstellen zu können und Fraı
Z02.-Rat Meyer als Referentin für Ju
zendfürsarge yvah der Hoffnung Ausiruck
von dem Redner wertvolle An-;egungen
für die im Saarland im Auf:
aa beeritfenen Heime zu erhalten.
Der Voartravende schilderte zunächs
n seiner vewinnenden Art die Zustände
je) Anstaltserziehunez, wie er sie selbs
1och zu Anfang dieses Jahrhundert:
ırlebt hat, um üher das heute Erreichte
Jas aufzmzeiyen. was in der Zukunfı
ein wird. ganz wleich, ob wir dafüih
der dafeven sind. Es war ein Weg
‚om Jugendsetänenis zum. Heim, von
ler Kasernenabrichtung uut Prügeitrafe
zur lHehrvollen Heimerziehung,
\ber was wir heute als Heimerziehung
iınsehen—-mit behaglichen Wohnstuben,.
Iaustieren, Liedern und Schmuck des
Alltags, trifft nach nicht das Wesentiche.
Was ist num das Wesentliche einer
hbensnahen Heimerzichung?
Die Entfaltung zum vollzıuten Menschen,
die ja immer unser Ziel bleibt.
vollzieht sich in 3 Lehenskreisen:
1. in dem Familienkreis — dem Veoyelnest
vergleichhar Hier in der Blutund
Liebesgemeinschaft wächst der
iunse Mensch behütet auf.
2. In dem Berufskreis der schon mut
dem Kindergarjen bewinnt. Eine neue
Welt mit Farderungen tritt ins Leben
sin. Neue Eyoisinen ireten unserem
Ich entgegen. neue AÄAutoritätisträger
tauchen auf. Einordnung und wenn nötie
atıch Unterordnung wird verlangt.
3, In_dem gesellschaftlichen Lebenskreis
der auch schon in der Kindheit
see Aufänge hat in den Gespielen
Später spielt der Mensch seine Rolle
ın der Gemeinschaft, in‘ der Gemeinde
m Staat.
Diese dreı Lehenskreise Tormen stän«
Jig an unserem Menschenbild, bis eines
Tages aus einem Unselbständigen ein
Selbständizer geworden ist, aus einem
Hilfebedürttigen em Helfer, aus einem
Zögling ein Erzieher, aus einem Kind
5p Erwachsener.
Nach diesen, dem großen Leben entsprechenden
Kreisen muß sich auch
zine lehensnahe Heimerziehung fornen.
Jarum die wichtiyve Forderung: Klar
getrennter Einbau dieser 3 Lebenskreise!
Nur dann ‚kann von einem
‚Heim“ gesprochen werden. |
Die Gliederung vollzieht sich in fol:
render Weise) .
1. Die Famitienfunktion übernimmt
lie Gruppe. In der Gruppe ist der
Tunee, das Müdel daheim. Hier ist sem
Nest. Hier wird auch die wesentliche
Erzichungsarbeit geleistet, wie in der
7amilie. Jede Gruppe hat ihre eigene
Wohnstätte mit Küche, Speiseraung
Schlafraum, ganz wie in der Familienwohnung
2. Aus der Gruppe gehen die Kinder
in den Kindergarten in die Schule, zum
Lehrmeister, also in den 2. Lebenskreis,
Darum darf auch nicht der Gruppenerzieher
gleichzeitige Lehrmeister sein
Das Kind soll ja heimkommen ins Nest
in eine gelöste, warme AÄtmosphärei
3. Die Funktion des 3. Lebenskreises
wird vom Gemeinschaftisleben außerhalb
der Gruppe ausgeliht, durch den Kontakt
mıt der Außenwelt, Kirche, öffent.
liche Feste Spiel, Sport, Alles soll 2us
Freiwilligkeit geschehen und dem iu@-gen
Menschen Gelegenheit gehen, eint
aktive Rolle zu spielen
Herr Ministerialdirektor Martin ‚une
Frau Regierungsrat Meyer dankten der
Redner für seine Ausführungen, die
eine Neuausrichtung der Heimerziehunge
bedeuten.
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