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„Arbeit und Wohlfahrt_des Saarlandes*
das Landesversergungsgericht die Tradition
des RKReichsversorzungsgerichts
(Ortseizen werde,
Wir alle, so fuhr Präsiseut Welsch
fort. die wir in diesem Gericht mitwirken,
sind uns der großen Verantwartung,
die uns unsere richterliche Tätigkeit
auferlegt, bewußt. Wir wissen
was unsere Entscheidungen für viele
von einem unverdienten Schicksal hart
vetroffenen Menschen bedeuten, Wir
sind gewillt, im Rahmen des geselzlich
möglichen zu helfen, wo wir helfen
können, Nach den Erfahrungen aller
im Versorgungswesen Tätigen wissen
wir aber auch, daß kaum irgendwo se
unbere: htiet Leistungen beantragt wer:
den, wie gerade auf diesem Gehiet
Auch über solche Anträge werden wir,
und zwar nicht selten, zu entscheiden
haben. Wenn wir inm diesen Füllen
Dach sorefältigyer Prüfung zu einer abehnenden
Entscheidung kommen ung
»ıflichtzemäß kommen müssen, Ro hofen
wir dafür in der Oeffentlichkeit
nsbesondere in den Kreisen de!
Nriegsopfer und: der ihre Interessen
vertretenden Organisationen das nötige
Yerständnis zu finden.
Mit einem Appell an die Vereinigung
{er Kriegsbeschädigten und Kriegshinerbliebenen
für das Saarland als die
nteressenvertretung der Kriegsopfer.
n dem er um vertrauensvolle Zusamnenarbeit
bat, für die er seinerseits
Ulles tun wolle, beendete der Präsident
‚eine Ausführungen.
Nach der Verpflichtung der nebenımflich
tätigen Richter auf gewissen-1fte
Erfüllung ihrer Aufgaben durch
len Präsidenten trat das Gericht in die
Verhandlung der 12 anstehenden Versoremmwmsfäülle
ein...
Familienzulagen .. .
Bei Festsetzung der Familienzulagen
im Saarland mußte auf folgende Besonderheiten
Rücksicht venammen
werden:
Die Beiträge zur Kasse für Familienzulagen
konnten im Saarland nicht so
koch festgesetzt werden wie in Frankreich,
da in Frankreich keine Arbeitslosenversicherung
besteht, während der
saarländische Arbeitgeber Beiträge zur
Arbeitslosenversicherung zu zahlen hat,
im Rahmen des wirtschaftlichen Anschlusses
die Soziallasten in vom Hundert
zum Lohn aber etwa gleich sein
scllen,
Neben einem niedrigeren Beitragssatz
im Saarland wirkte sich auch die Tatsache
entscheidend aus, daß im Saarland
auf drei Versicherte etwa zwei
Kinder entfallen, während in Frankreich
auf drei Versicherte nur etwa ein
Kind entfällt,
Das bevölkerungzspolitische Moment
tritt in Frankreich sehr stark in den
Vordergrund, während es im Saarland
nur von unterreordneter Redeutung ist.
In Anpassıng an die früher gezahlten
Sozialzulagen mußte im Saarland auch
lem Verheirateten Ohne Kinder das
Frauengeld zugebilligt werden. Die fran-‚ösische
Regelung sieht kein Frauenveld
vor, vielmehr wird ein „salaire
mique“ gewährt, auf den aber nur uner
besonderen Voraussetzungen An-'pruch
besteht.
Die Einführung der französischen
lätze im Saarland würde also bedeu-‚en,
daß künftig viele verheiratete Arjeitnehmer
ohne Kinder kein Frauenveld
mehr erhielten, Ferner müßte ZU:
Zahlung der höheren Kindergelder (Zahung
in Frankreich nur vom 2, Kind an,
ler Beitrag zur Kasse für Familienzulazen
wesentlich erhöht werden. was zurzeit
aber nicht möglich ist. Außerdem
wäre der kinderlose Facharbeiter noch
nehr als bisher ‚gegenüber dem Hilfsirbeiter
mit mehreren Kinder benacheiligt,
was sich ungünstig auf die Leitung
wie auf den sozialen Frieden in
len Petriechen auswirken müßte
im Falle einer Krankenhausbehandlung
& 29 Abs. 4-der Verordnung über Familienzulagen
vom 2, März 1948 (ABL
S, 311) in der Fassung des Aenderungsgesetzes
vom 19. 7. 1948 (ABl. S. 1055)
ist nur anwendbar, wenn eines der angeführten
anormalen Familienverhältnisse
vorliegt. Eine Krankenhaunsaufnahme
allein steHt aber keinen der in
S 29 Abs, 4 genannten Fälle dar,
Erfolgt in einem der in S$ 29 Abs. 4
genannten Fälle eine Krankenhaysatknahme,
so wird dadurch nicht olne weiteres
im Sinne der Vorschriften die
{Taushaltssemeinschaft aufgelöst. noch
veht damit die tatsächliche Sorge fül
len Unterhalt des Kindes auf das Kran
kenhaus oder eine andere Stelle über
Entstehen dem Träger der Ööffentlichen
Fürsorge aus Anlaß der Kranvenhausaufnahme
von Familienangehö-‚igen
eines Familienzulage-Berechtigten
yach gesetzlicher Pflicht Kosten, 50
kann der Anspruch auf Familienzwagen
ür die betreffenden‘ Familienangehörizen
für die Zeit der Unterstützungszewährung
nach S 40 der Verordnung
iber Familienzulagen übertragen, ver
ändert und szenfündet werden,
Ban
Aus dem Ausland
Britische Gewerkschaften und
Lohnproblem
Die britischen (Gewerkschalten be
schäftigen sich in den letzten Monates
fortgesetzt mit den Lohnprohleinen, Im
weiten Schichten der Arbeiterschaft
klagt man über die Teuerung und versucht
deshalb zu einer Aenderung de
Lohnnolitik zu kommen
Die Gewerkschaften folgen der KEntwicklung
mit großem, Interesse, Sie
veröffentlichen gerade jefzt einen Bevicht
über die letzten 6 Monate, Unter
Bezug auf die Konsequenzen der letzen
Parlamentswahlen heißt es in diesem
Bericht: Man müsse noch mehr als
bisher realistische Lösungen für die
altuellen Schwierirkeiten anehen
Die Gewerkschaften haben sich in den
etzten Monaten eingehend mit Wirtschaftsfragen
und mit dem Problem des
Arheitsertrages in der Industrie hbeschäftiet!
In diesen Monaten haben die
Gewerkschaften uicht alıne Erfolg Mitel
zur Erhöhung des Arbeilsertrages
vesucht, um damit zur Verhütung der
[nflation beizutragen.
Wenn man die Politik der Vollbeschäftigung
fortführen will — so betont
der Bericht —, wenn man den Umfang
der Exporte aufrecht. erhalten will, der
zur Erhaltung des Gleichgewichts der
Volkswirtschaft notwendiy sel, dann
muß sich die Gewerkschaftsbewegung
Jazu entschließen. den schwierigen,
ıher nicht aussichtslosen We” weiter
zu gehen, den, Vernunft und Erfahrung
relehrt hahen.
In diesem Bericht heilt es ferner, die
verschielenen Gewerkschaftsorranisa-:jonen
dürfen nicht opportunistische
Methoden anwenden, Der Generalrat
der hritischen Ciewerkschafien vertritt
den Standpunkt, die bisherige Lohnpolitik
und das Ahstoppen von Forderungen
seien nach immer richtig. intolgedessen
komme eine Aenderung ir@®
vegenwärtigen Augenblick nicht in
race,
Die Arbeitslosenzahl in Frankreich
sinkt
Die Zahl der Arbeitsuchenden hbeirug
in Frankreich insgesamt 175 008,
In dieser Zahl kommt ein 4prozentiger
Rückgang zum Ausdruck, Mehr als
53 700 Stellengesuche konnten im April
befriedigt werden. Etwa 46500 neue
Stellenzesuche wurden registriert, A
Vollarbeitslosen, die staatliche Unterstützung
beziehen, zählte man am 1. Mai
60500, 1137 weniger als am 1. Apr#
dieses ‚Jahres
| zn A G. M. B. H.
S A j E NW. ES SAARBRÜCKEN
A |, ) N dr: L TEL. 6421-22
Heizungs-, Lüftungs-, Sanitäre Anlagen — Strahlungsheizurng