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Arbeit md Wohlfahrt des Saarlandes“
Jahrgang 2 Nr.
Arbeit
"nd Arhbeitsvermitilung
Die Lage auf dem Arbeitsmarkt hat
sich weiterhin gebessert, Die Zahl der
Beschäftigten hat mit 271701 Ende
April bereits den höchsten Stand des
Jahres 1949 überschritten. Innerhalb
&nes Jahres ist somit die Gesamtzahl
der Beschäftigten um rund 10000 sestiegen.
Die Bautätigkeit hat bei verhältnis-Mäßig
gutem Auftragebestand wesent-Ech
früher eingesetzt als im vergangenen
Jahre. Die Bauwirtschaft dürfte
gaher in der Lage sein, minmehr alle
verfügbaren voll arbeitsfähigen
Arbeitskräfte aufzunehmen.
Die Zahl der Arbeitsuchenden ist
von 12944 im April 1949 auf 9850
Ende April de. J, gesunken, während
die Zahl der Arbeitalosen sich. kaum
verändert hat. Dies erklärt sch daraus,
daß der Kreis der Arbeitslosen
sich überwiegend aus KErwerbsbehinlerten,
Frauen, Jugendlichen und Ansestellten
zusammensetzt, die nur
eichte Arbeiten verrichten können, an
jenen es aber im Saarland — im Verzleich
zu den mittelschweren bis
ıchweren Arbeiten — zu sehr mangelt.
Jnd dennoch ist nach Auffassung der
\rbeitsämter eine zweckmäßige Unerbringung
dieser von einer Dauerırbeitslosigkeit
bedrohten Arbeitssräfte.
mögkKch, wenn den Arbeitsnarktvorschriften
entsprechend alle
»fenen Stellen der öffentlichen Aryeitsvermittlung
gemeldet werden. dayat
die leichten Arbeiten vorwiegend
‘ür‘ die Erwerbsbehinderten — unter
Zerücksichtigung ihrer Eignung — te
erviert bleinen.
dustriearbeit, wie auch die industriel.
lien Betriebe erneut bestätigen, daß
die. von der Landwirtschaft kommenlien
Jugendlichen den körperlichen Anforderungen
in der Industrie am
nesten gewachsen sind.
Forstwirtschaft:
Die Saison für den ;Laubholzeinschlag
geht ihrem Ende zu. Bis Ende
Mai werden noch größere Einschläge
zwecks Freilegung von Gelände für
Hochspannungsleitungen und Siedungsbauten
vorgenommen, um, an
;schließeng die vom Borkenkäfer be
allenen Waldteile einzuschlagen,
Für Aufforstungsarbeiten kamen ir
‚erschiedenen Bezirken noch Kulturbeiterinnen
zur Einstellung.
Bergbau
Die Gesamtbelegschaft der saarlänsischen
Gruben beirägt an Unter- und
Jebertfagearbeitern rund 62000. Die
äruben können auf lange Zeit keine
veiteren Arbeitskräfte aufnehmen.
Industrie der Steine und Erden:
Der Beschäftigungszgrad ist unver
ändert hoch. Die angeforderten voll
arbeitsfähigen Kräfte konnten nicht
restlos gestellt werden, So daß verschiedene
Betriebe, vor ‚allem Batustoffwerke,
dazu übergehen mußten
weibliche Arbeitskräfte einzustellen
Die Kalk- und Hartsteinwerke konn-'en
noch Arbeitskräfte aufnehmen.
Die Betriebe der keramischen und
Masindustrie in Merzig, Meitlach _ und
Wadgassen nehmen in geringem Umfange
noch Arbeitskräfte auf
Eisenerzeugende Industrie:
Die saarländischen Hüttenwerke.
vor allem die Dillinger Hütte und das
Neunkircher Eisenwerk, waren für
Arbeitskräfte wieder audnahmefähig.
Dabei konnte eine Anzahl leichter Areitsplätze
mit Kriegsbeschädigien bezetzt
werden. Beim Neunkircher Ei3ewerk
handelt es sich zunächst um Vorereitungsarbeiten
für die Inbetriebyahme
des Werkes im Laufe des Sommers
oder Herbst ds. J, so daß bald
zime spürbare Entlastung des Arbeitsnarktes
im Raume Neunkirchen ein-Treten
wird.
Die Dillinger Hütte hat durch Inbexxiebnahme
einer neuen Walzenstraßr
eine größere Anzahl Arheitskräfte ar
Kedordert.
Eisen- und metiallverarbeitende
Industrie:
Die Auftragslage blieb im ganzen
zesehen noch gut Die Maschinenfabti
zen und Blechverarbeitungsbetriebe
waren voll beschäftigt und nahmen
weitere Einstellungen vor; ebenso die
Montägefirmen, die noch Montageschlosser
and -Hikfskräfte einstellen
konnten. Zahreiche Betriebe blieben
wegen Kapitalmangel in £hrer Weiterentwieklung,
besonders in der Modernisierung
Mrer Produk tionsanlagen
und der Produktionsumstelhineg stark
gehemmt,
Die @lektrotechnische Industrie €”
wartet durch eine starke Bautätigkeit
eine günstige Auftragslage, die ein®
Einstellung von Arbeitskräften Zur
Folge haben wird.
Die Lage in den einzelnen Wirtschaftszweigen
und Berufsgruppen
zuziehen, weil saarländische Bewerber
nicht zur Verfügung stehen. ET-’reulicherweise
fordern einsichtsvolle
Zltern für ihre in das Berufsleben
eintretenden Kinder wieder die Landarbeit
als Vorstufe für die spätere In-Landwirtschaft:
Die Landwirtschaft hat, bedingt
durch die Frühjahrsarbeiten. einen erköhten
Bedarf an Fach- und Hilfskräften.
Es wird notwendig sein, rund
300 auswärtige Arbeitskräfte heran-Die
Entwicklung des Arbeitsmarkies im Saarland
von November 1949 bis Asril 1950
Nov.
1949
Dez.
1949
Jan. | Febr. | märz | April
1956 1950 1950 1950
Olfene Stellen männl. 1986 12988 1022 1051 1563 1683
san Ende des Monats weibl. 557 438 474 519 583 673
insges 2542 1736 14% 1570 92146 2356
männl. 3154 25322 28357 29%1 2712 2943
weibl, 1.193: 891 1077 1194 1058 1046
insses A247 24192 2014 AdaR 2770 3989
Arbeitsuchende männl 5222 5301 6725 7040 6200 5889
am Ende des Monats weibl. 3633 411 3644 35607 3842 39861
inemae QURR Q72 10260 10887 10049 9850
Davon 7 mönnı 2926 29828 4516 5345 4606 4236
ar heLielne weibl. 2783 2526 2982 3067 3294 3308
MS 5709 5464 7A 8415 7900 7544
Arbeitslosenunter- männl 1401 1763 2434 3 055 2635 2360
stützımgs-Fmopfänger weibl. 801 62 1.00% 1 198 11537 1118
insses IMHO 2806 2440 4 198R 83772 3478
220 682 9921 122 219652 219 663 220 643 221 98
49423 49603 490229 49417 49674 49721
MM 105 270 795 AK O11 989 AQN 270417 371 701
6756 6653 6600 6470 6398
31 27 208 213 238
#077 68) KR KE83__ 6626
Beschäftigte Arbeitnehmer männ|l. 6540 6937 6813 6722 6182 6075
mit Wohnsitz außerhalb weibl. 193 19% 198 201. 185 123
es Snarlandes Ineose 7049 7a 7 Mt my 867 6 198
Mitheltende Familien- männl), 4336 49397 MN 44995 4205 4162
angehörige (ohne weib. 16535 © 095 9) "805 15615 16481
Bausfrauen) Inasne AKT 902G2 M191 0MR 10820 19643
Beasnte männ). 10428 10474 10755 10887 47013 :! 050
weibl. 1260 1375 1330 138333 1340. 1355
insgea 11607 11740 120810 19920 19252 19495
———————— — =
männl. 27679 27540 274098 27492 W584 27617
weibl. 4820 4886 . 49887 48% 4%5 4%3
insaer 30409 70498 DARK FAANN 29479 39550
WO
Beschäftigte Arbeitnehmer männl
anıt Wahnsitz im Saarland weibl.