Seit
‚Arbeit and Wohlfahrt des Saarlandes“
den. Diese Veraniworlung muß bestes
hen bleiben. Sie verstärkt sich jedoch
um die hinzukommende Mitverantworiung
der Arbeitnehmer.
Mitbestimmung so verstanden, wird
sich zum Segen der Wirtschafis- und
Snzialpohtik eines Landes und Volkes
auswirken, in dem nicht nur die Vertre‘csr
des Kapitals für sich allein das
Recht beanspruchen. Entscheidungen
zu treffen. die in erster Linie den
Menschen angehen, der von diesen
Entscheidungen betroffen wird. Das
Mitbestimmungsrecht der Belegschaft
eines Betriebes ist so wichtig für die
Gestaltung unseres wirtschaftlichen
sozialen Lebens. so bedeutsam, daß &s
von allen Beteiligten angepackt und
zelöst werden muß. Es sind dabei: die
Verhältnisse der Gezenwart zu be-Arbeit
DT Tal
«
ame
Te Zahl der hbesehäftieten Arheit-Dei
mer ist im Nov, auf her 276 060
gestiegen, Damit dürfte in diesm ‚Jahr
die Höchstzahl erreicht und
eist im nächsten Frühjahr eine weitere
starke Zunahme zu erwarten sin, In
nachstehenden Wirtschaftszweigcenübertrafen
weiterhin die Einstellnngen
die Ent!assungen:
Keramische und Glasindustrie um 252,
Eisxenerzengung und Metallverarbeitung
„38,
Holz und Schnitzstoöff » 339,
Bau- und Baun-bengewerbe „ 32,
Handel und: Banken 2,
sonstige Wirtschaftszweise „418,
in ‚der Landwirtschaft ist die Zahl
der Beschäftigten um 114 gesunken,
Wie weit es gelingen wird. den z-genwärtieen
hohen Beschäftigungsgrad
auch während der Winterzeit
zu halten, wird weniger von der
Anftrassiage, als vireimehr von der
Wetterlage abhängen, Die reechtzeitige
Planung und Stenerung der
sffentlichen Aufträge, beson-Jers
die der Bauwirtschaft, versprechen
'edoch eine Stetigkeit in der
Beschäftigung und damit eine
starke Abschwächung der salsonmäßi.
on Arheitslnsiekeit
Trotz der Zunalime der Beschäftigenzahl
um 1017 anf 270105 ist die
Zahl der arbeitsnehenmden Männer vor
5041 im Vormonat anf 5222 Ende Novembher
gestitgen, Diese Steigerung er
;Järt sich aus dem Zurang von älterer
\rbeitsuchenden - meist Rentenempfänsr
- und Jugendlichen, die noch vol
Weihnachten eine Verdienstmöglichkei
suchen, Dagegen ist die Zahl er arbeitsuchenden
Franen um 168 auf 3.74
zesunken, An Offenen Stellen warer
Ende November bei den Arhbeitsämtert
noch. 1956 für Männer und 557 fü
Frauen gemeldet.
Die Lage in den einzeinen Wirischaftszweigen
und Beruisgruppen
Landwirischalt:
Während in früheren Jahren nach
Beendigung der Fehlarbeiten die freigewordenen
Landarleiter überwiegend
in der Forstwirtschaft Beschäftigung
tatelon. hat in diesem Jahr die Forst
wirtschaft wegen des geringeren Holzeinschlags
keinen n-nnelswerten‘ Bedar!
an Hilfskräften, su daß die Abwarchearung
von Landarbeitern fast aus-Seal.
Blich in die gewerbliche Wirtsenait
erfolgt, Das hat für die Landwirtschaft
din Nacufeil, daß die in gex
ibliche Beiriche übergewechse]lien
hiäfte im Frühjahr nur sehwer wieder
zurückgewonnen werden können, Die
2: uDeren, überwis Zend auf heinde Arbeitskrätfie
angewicsenen land wirtschaftlichen
Betriche bleiben daher bemüht,
ihre Arbeitskräite auch während der
Winterliehen Arbeitstuhbe zu halten
Dennoch war mn Verschimienen Be-Ziraen
die Abwanderung aus der Land-Wirtschaft
stärker als ip früheren Jah-Ten,
30 daß b-i den Arbeitsämtern s0-gur
Deue Arbeitskräfte angefordert
worden mußten,
Den sclbständiyen Kieinlandwirten
und dereb anithelfenden Familienangehören,
die bei den Arbeitsämtern um
eine Arbeitsvermittilung in gewerbücne
Betriebe uachfragten, konnten
Vorwiegend Arbeitsstellen in der Bauwirtschaft
und in der Baustoffimdustrie
nachgewiesen werden,
»ngen Greuzen halten, Die ansgeforderten
Facharbeiter für m Hulzeinschlag
und ebenso die weihlichen Arbeitskräfte
für Kulturarbeiten kannten
Anıhelaa mesteNt werden
Bergbau:
Weder der Saarberebau Noch die
othrineischen firuben waren aufnahrae-.
ähle für Arbeitskräfte, Die KinstelluBzen
beschränkten sich auf Heimkehre:
ans Krivesyafangsnschaft, Die weron
Invalidisierung um Sets! isven
Gränmten entlassen nn Bersarbuiter Wurlen
nur teilweise durch Neueinstellung
afrsefzt.
Eisen- und Metallgewinnung:
Die Einstellung von 100 Arbeitskrät
en Dei der Burbacher Hüttc um
lie angekündigte Kipstellung von 10(
Jug-ndlichen als Anlernlinge bei de:
Yölklinger Hütte dienen al
Nachwuchskräfte oder Ersatz für aus
zeschledene Hüttenarbeiter, Im übriger
Jeschränkten sieh die Hürttenwerke au)
lie Wiedereinstellnng von heimkehrenjen
Kriegsgefangenen.
Eisen- und Metallverarbeitung:
In verschiedenen Zweigen der metaliverarbeitenden
ImJustrie traten weger
Yaterialmangel. Auftragsmangel und
ler jahreszeitlich bedingten Einstellung
76n Außr-narbeiten, besonders bei Mon-'agefirmen,
geringe Stockunger
hr die zur Herabsetzung der Arbeits:
zeit und vereinzelt zur Freigabe von
Arbeitskräften führten. Im ganzen gesehen
ist jedoch in diesem Wirtschafts:
‚weig eine stetige Aufwärtsaptwicklung
zu beobachten, die
Forstwirtschaft:
in dieser Saison sind keine grö-Seren
Holzeinschläge Vor schen. Weg-B
der fehlenden Geldmite} werden
sich auch die Aufforstunesarbeiten in
Jahrgang 2 Nr. 1
achten, die weder durch ein siarres
Festhalten an den Gewohnheiten der
Vergangenheit noch durch überirıje«
bene Wunschträume getrübt we: en
dürfen Es muß auch im Saar and
möglich sein die Soziologische Forderung
der Arbeitnchmerschaft auf Mit«e
bestimmung einer geeigneten und für
alle Beteilizten ganebaren Lösung
aAnts2cenzuführen.
"ung
leider noch durch Kapitalmanzel, Er«
schwernisse bei der Hereinnahme
von Spezialmaschin
und dem teilweise Noch nicht he
hobenen Facharbeitermanze}
eahemmt bleibt. Den industriellsg
Betrichen fehlen nach Dreher, Werk
zeuzmacher um] Feinmechaniker une
den hafkiwerkläenen Beirichen hıomp
ner, Installateure und Heizunesman
FAHFE.
Inuustrie der Stine und Erden:
Vereinzult ghaben Kreidewerke, Back.
steinfabhriken“ und Betonwerke inioige
unezunstizer Witterungseinfilüsse Be
triehseMschränkungen VOorgenomIN.
und vorzeitig mit den notwendieen ne
baratıren an Maschineh- und hen
anlagen begonnen, Die freizeword neB
Arbeitskräite konnten soJort ander wol
je unterechracht werden.
Im altzemeinen sind die Ziegvleier
1och voll beschäftigt und verfüg«r
<zum über Lagervorräte, Es fehlen nor}
Steinhrucharbeiter ‘tür Hartstembruch:
hetriche und vollarbeitsfähige Kräfte
für ‚die Gewinnung von Kalksteinen fir
‘lie Hütteirwarke,
Die Betuebe für keramische Erzeug
hisse, Kristnlielas ul? Chamottest: ne
sind voll beschäftigt und haben noek
Arbeitskräfte ohurestelit
Bau. und Baunebengewerbe:
Das Bausswerbe ist in fast allen Ar
beitsamtfshezirken Noch volt be«
schäftigt Soweit Hochbanarbeiter
Decadet würden, konnten freigeworde Be
Arbeitskräfte bei anderen Paumakßnabmon,
besonders Tiefbau und Gleisbaus
arbeiten, ang-s”tzt werden, Im Diez im
ber worden weitere zahlreiche Hoch baearbeit
zu Ende gehen, so daß mit de:
Vergebung Öffentlicher Arbeiten DegoB.
3en werden kann,
Im Baunebengewerbe haben die Aus
ragseingängze nachgelassen,
Im Maler- und AÄAnstreichergewerhm
wurden Arbeitskräfte frei,
Holz und Schnitzstoif:
Nahezu sämtliche holzverarheitender
Betriebe sind außergewöhnlich gut be
schäftigt. Der starke Facharbeitermarel
besteht fort. Neben den Bau- unt
Möbelschreinereien suchen Stuhlfabris
ken Fachkräfte, Die Sägewerke sint
ebenfalls voll beschäftigt. Ob sie jedoc]
lie Belegschaftsstärke während der Wir
;ermonate durchhalten können, wird be
„weifelt, da die Zuteilung an Rund
nölzern unzureichend ist.
Nahrungs- und Genußmittelgewerbe:
Für Metzgereien und Fleischwerkv
fehlen noch rd, 40 Metzgergesellen
Ebenso konnte der Bedarf an erfahre«
nen Konditoren noch nicht befriedig)
werden. Besonders gut beschäftigt sim