Full text : 2.1949/50 (0002)

Seite 34

„Arbeit und Wohlfahrt des Saarlandes“

heitlichung der Erziehungsbeihilfen und
sonstigen Leistungen an Lehrlinge und
Anlernlinge in der privaten Wirtschaft
des Saarlandes vom 16. 1. 1950 (ABL 8.
65) geschehen. Damit dürfte den Schwierigkeiten
 in kalknlatorischer Hinsicht,
vor allem im Handwerk, Rechnung getragen
 sein, und dem Lehrling sein Arbeitsplatz
 bis zur Ablegung der Prüfung
erhalten hleiben

wie auch für kaufmännische Lehrlinge
nen einheitlichen Vergütungssatz festzulegen,
 blieb nur der Weg, für diese
Zeit einen Betrag unter Zugrundelegung
Jes Bezugssatzes der Erzichungsbeihilfen
 in Anwendung zu bringen, In der
Wirtschaft werden die 120 Prozent des
Zezuessatzes z. T. als zu hoch empfun-1cen.
 Wenn man jedoch berücksichtigt
Jaß dieser Satz nicht einmal dem Lohn
>jnes Hilfsarbeiters entspricht, ohwoh
>35 sich um Personen handelt, derer
Lehrausbildung theoretisch beendet ist,
ınd sie mindestens daher, wenn sie
zeine Prüfung ablegen würden, den Lohn
Ies angelernten Arbeiters zu beanspru-»hen
 hätten, dann erscheinen’ die z. T.
zeäußerten Befürchtungen nicht ganz
verechtfertigt, Außerdem wäre es unällie,
 wenn diese auf ihre Prüfung warenden
 Lehrlinge die Schwierigkeiten,
welche im Augenblick in der rechtzeitizen
 Durchführung von Ahschlußprüfunzen
 bestehen. insbesondere bei den
Handwerksbetrieben, zu verantworten
aätter

Die Beibehaltung der 120 Prozent des
Bezugssatzes für die Zeit zwischen
Lehrzeitende und Ahlesung der Prüfung
erschien jedoch gerechtfertiet, In arbeitsrechtlicher
 Hinsicht ist dieser Personenkreis
 nicht mehr als in einem
Lehrverhältnis stehend, sondern als
Lohn- und Gehaltsempfänger zu betrachten,
 Da die Facharbeiterlöhne in
den Gewerbrarten und Kaufmanngehilfengehälter
 im Büro und Handel verschirden
 sind und auf der anderen
Seite es zweckmäßig ist, für die Zeit
zwischen Lehrzeitende und Lehrabschlußnrüfung
 sowohl für gewerbliche,

‚Ja.

Die Zahl der Beschäftigten (Arbeitnehmer) Ende Januar 1950
aufgegliefert nach Arbeitsamtsbezirken und Berufsgruppen

a) nach Arbeiteemtsbezirken

Beschäftiete mit Wohnsitz im Saarland ©

Beschäftigte
nit Wohnsitz
außerhalb des
Saartitandes

Arbeitsamtsbezirke

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©
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3 a2 E :
© S 325 5.
1 'SE £ s :
18 z a
'Se & 855 : 3
3 E
DEE ä 5
EA a
er ®
ee

Saarbrücken 109692 — 262 85948 — 123 23 744 — 139 1775 16
Neunkirchen 59319 — 803 49353 — 710 9466 — 93 2609 26
Saarlouis 56 480 — 360 47539 — 303 8941 — 57 122 20
St Ingbert 35229 — 122 29183 — 31 6046 — 91 2228 135
Wadern _ 8191 —_ 267 _ 7159 — 273 1032 + 79
Arbeitsamtshez. zus268 911 — 1814 2196832 — 1440 49229 — 374 6813 198

Vak. — u
Lanawirtsch. Berufe 3517 — 67 2567 — 23
Forstwirtsch. Berufe 1032 — 25 933 + 12
Bergleute 50 369 — 134 49807 9
Steinarbeiter 3374 + 48 2655 nm
Metallarbeiter 53684 — 96 53289
Spielwarenarbeiter 25 - 25
Ehemiearbeiter 825 — 6 752
Gummiarbeiter . 1202 + 125 93 3
Textilarbeiter 422 — 20 60 - 362 -
Papierarbeiter 125 — 11 195— 230 —
Lederarbeiter 389 + 4 936 + 7 53— 3
Hoizarbeiter 7816 — 14 77355— 12 8l1— 2
Nanı u Genußm.- _
arbeiter 5297 + 31 4995 + 25 302 + 6 20
Bekieidungsarbeiter 6795 — 2 2335 — 33 4460 + 31 63
. Körper-N
 hese-Berufe "2016 + 28 1287+ 8 789 + 20 1
Bauarbeiter {3274 — 631 13272 — 681 2 — 1153
3rapnische Berute 1136 — 9 985 —- 11 151+ 2 —
Reinigungs- u. Des
infektionsarbeiter 1000 — 7 737 + 7 263 ik
Bünnen- Filmarb. 22 — 1 21 1 — 1
Baststättenarbeiter 2024 — 27 513 — 1511 — 24 3
Verkenrsarbeiter 18430 — 15 16751 *- 1679 -- 25 156
Hausgehnhilfen 13197 + 35 430 © 14 12767 + 21 —
EHiltsarbeiter 21 782 — 502 17473 —-- 373 4309 - 129 %44
Maschinisten, Heizer 4478 — 23 4427— 17 51 - 6 83
Kaufm u. Büroberufe 43 372 — 236 27161 — 126 16211- - 110 85
ingen u. Techniker 7202— 12 6986 — 12 216 — 73
Sonstige Berufe 5565 — 167 2695 — 99 2870 -- 68 6
Arbeitskräfte ohne
festen Beruf 681 -— 380 567 + 74 114 —
Berufsgruppen zus. 268911 — 1814 219682 —1440 49229 — 374 06813 198

D) Nach Berufsgruppen

Jahrgang 2_Nr. 3

Warnung vor Bezug
unvorschriftsmäss:ger Maschinen

Die Guwerbeaufsichtsbeamten und
technischen Aufsichtsheamften der Lan-Jesversicherungssanstalt,
 Abteilung Unjallverhütung,
 stellen in steigen. Tem
Maße in den gewerblichen Betrichen das
Vorhandensein von Maschinen und
\nparaten fest, die den Bestimmungen
ler saarländischen Unfallverhütungsvorschriften
 nicht entsprechen, So sind
Holzhearhbeitunesmaschinen in Ben
nutzung, bei denen wichtigste Schntzeinrichtungen
 fehlen (Kreissämen ohne
Spaltkeil, ohne Haube und ohne Verkleidung).
 Dasselbe ist bei Moetallhearheitungsmaschinen
 der Fall (schnell.
laufende Schleifscheibhen mit &uß-2iserner
 Schutzhauhe) nsw, Da' diezer
 ‚Zustand einc erhebliche Gefährdung
der beilienenden Arbeiter darstellt, nnd
lie Ursache stetiger TUnfallvermehrung
bildet, ist die Herbeiführung eines den
Unfallverhütungsvorschriften entspre=3henden
 Zustandes eine Arineende Not.
wendiokeit.

Die Besitzer Jerartiyer Maschinen
sträuhen sich meist, die hierfür erforder
ichen, z, T. erheblichen, Kosten aufzuwenden.
 da sie behaupten, eine ordaungsmäßig
 eingerichtete und daher
uch zugelassene Maschine gekauft zu
haben, was aber nach vorliegendem Tatbestand
 nicht der Fall ist, Diesem
Uehelstand kann nur abgeholfen werden,
wenn die Besteller sich vor Bezug der
Maschinen, sei es vom Hersteller oder
vom Vermittler, eine schriftliche Zusicherung
 ychen lassen, daß die zu lie«
Zernde Maschine den saarländischen Unlallverhütungs-Vorschriften
 entspricht
Wenn das geschieht. kann bei festgesteliten
 Abweichungen die Herstellung
aines ordnungsmäßigen Zustandes au
Kosten der Lieferfirma unschwer erreicht
 werden, An alle Interessenten eryeht
 daher die dringende Bitte
künftig bei der Bestellung von Maschi.
nen oder Apparaten aller Art in diesem
Sinne zu verfahren.

Auslandsmeldungen
Arbeitslosigkeit in Holland
Die Zahl der Arbeitslosen, die noch
im Dezember vorigen Jahres 83 18”
beirug, stieg im Januar 1950 auf
104 117. Seit September 1949 steigerte
sich die Arbeitslosigkeit um nahezı
50 000,
Ansteigen der Arbeitslosigkeit in
den USA
Die Arbeitslosigkeit nimmt in den
Staaten in den letzten Monaten fortgesetzt
 zu. Zum ersten Male seit
September 1941 wurden 4 480 000 Arbeitslose
 gezählt. Das ist der„Höchststand,
 den man bisher registriert hat.
Allein im letzten Monat erfolgten
1609000 Entlassungen. Die Gesamtzahl
 der Arbeitslosen in den Staaten
erreicht nun 7 Prozent der Arbeitnehmer,
 Die Zahl der Beschäftigten
oveträgt zur Zeit nahezu 57 Millionen.
Weitere 1,4 Millionen Arbeitsfähige
befinden sich gegenwärtig unter den
Waffen.
            
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