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Ds
au uauchen Orten, auf Grimm hyvdroburischer
Budingtheit, Hir eine grüßere
Bevölkerwussgruppe ein gutes Trinkwasser
als natürliches Grundwasser nicht
za fürdera war. es ermöglicht, OherfAs-henwasser,
wie es in unseren
Rachen, Flüssen umd Seen vorliegt.
durch physikalische und chemische
Mochoden so aufzuarbeiten, daß die Forderuneen
Pettenkofers und Gärtners,
hinsichtlich der Keimarmut und Coli-Freiheit.
erfüllt werden kannten, Diese
Mechoden sind im wesentlichen die Filtestion.
Ale Chlorung evil, Ozonisierung
Mit diesen Methoden konnte bisher
wirksam, bei sachsemäßer Chlorung, (die
BakterielleInfektion verhindert
werden, und galt als ein großer Sieg der
Ta hnik, obeleich die andere hygienische
Frasderung, die an ein Iehenswichtiges
Naurunesmittel zu stellen ist. daß es
gtenetitlich und Richt ekelerregend wirkt,
nicht erfüllt wurde, Ein Trinkwasser,
dan aus einem Flusse stammt, der abwasserführem
jet, ist unappetitlich,
ai nur vom hysienischen Standpunkt
aus sandern auch aus dem angeborenen
Amtürlichen Sauherkeitseefühl des Men-SCHEN
P.4 Nichtbeachten dieser Grundsätze
Kata @& zw grotesken Zuständen komau,
wie sie uns z. BR. aus einem anderen
Lande geschildert wurden, wo Trinkwasser
aus dem abwasserführenden Fluß
ec omMmmen wird und durch die rein technische
Aufbereitung der Kreislauf so
kurz war, daß durch die bedenkenlosc
Anwendung der technischen Verfahren
die natürliche Selbstreinigung
des Wassers. nicht zur Entfaltem
kommen konnte, daß sich das
Wasser bei diesem allzusechnellen Kreisja:
durch den im Wasser enthalten
Uri, dermaßen mit Kochsalz anrei-Chözre,
dab es ungenießbatr wurde, Es
ws. daher im höchsten Grade unappetitjch
und auch gesundheitsschädlich,
won es auch nicht jedem Menschen be-Sn
war. wo cdliesea Trinkwasser herkan:
126 natürlichen Kräfte lassen Sich
nal * völlige ausschalten, Dennoch sind
®: Für besonders gelagerte Fälle der
4 inik dankbar, daß sie una Methoden
Wie Hand gesehen hat, die in der Lare
all, lie Gesundheit vieler Menschen
zu schützen. Wovor wir aber warhen
gen, ist, diese technischen Methoden
+ 2 ultos anzuwenden, und dadurch
g:.- uneinschränkbaren Forderungen für
gesunde Umwelt und Nahrung zu ver-Rachlässigen.
<A her ist es bequemer, oft auch bilfanc.
das Wasser, statt durch kostspieji
Voruntersuchungen und Bohrungen
zu erschließen, einfach als greifbares
Gi Mächen- oder oberflächig Negendes
Wzaser gu nehmen, und es durch cheaus?
a-physikalische Maßnahmen aufzuheraiten
und zum Verbrauch zw beingen,
Durch diese Forschung ameriKartrge
var, schwedischer und deutscher Fachleue
jat nun bewiesen, daß Chlor aber
Alcht abtötend auf Virus
wickt Hierdurch erfährt die Chlorung
des Trinkwassers, als Methode der
Ür akwasseraufbereitunug, erhebliche Einach
ünkunsgzen, Bisher konnten wir olıne
Bsienken die Chlorung des Wassers als
Me wirkend aanchmen, Kriegs- und
Nairzeiten halın auch zur Genüre be
+ elamat
ia vn
EA ahrt
wiesen. daß Cllorung die üblichen baklerielien
Trink wassermassenerkrankunven,
wie Typhus, Paratyphus usw. mi‘
Erfolg verhindert hat, Epidemiologzisel
ist das Bild auch völlig verschoben. we
wigystens im westlichen Teil Deutschlands,
wo Typhus, Paratephus usw. völig
hinter den. nun auch als dure!
Frinkwasser übertraghar bewitsen?t
Viruserkrankungen, wie spinale Kinder
Shmung, Hepatitis ephlemien fanstek
zepde Gelbsucht) zurüecktritt,
Gegen ıliese, Infektionskrankheiter
riht es, wesen des Versagens, der abötenden
Wirkung ıles Chlors hei Virus,
As Jetzt nn den Schutz. ein Trinkwast
zer zu fördern, dessen natürliche
Zirenschaften den hysienischer
Tarderungen entspricht, d, h.. nicht mit
Abwasser in Berührung gekommen ist
Mer durch gut filtrierende Deck.
zchichten als Grundwasser völlie
rereinigt vorliegt, Da jedes Grundwasser,
Wenissstens in licht besiedelten
Feilen eines Landes, mit menschlichen
\Ahfallstoffen in Verbindung kommft, is!
zunächst eine Hauptforderuug, Jedes Ab
wasser einer größeren Siedlung so aufubereiten,
daß cs unschädlich den
Vorfuter übergehen werden kann, alsı
Verhütung der zunehmenden Verschmutzung
des Bodens, der Flüsse und deı
Bäche, und damit eine Herabminderane
ler Gefahr einer allmählichen Anreiche.
‘une unseres Badens an infektiöen
Stoffen, seien & nun Bakterien
ler Virus,
Ferner geht aus dieser neuen Krkenutnis
hervor. daß man dort, wo es die
reoloeyische Struktur zuläht, zentrale
irundwasserwerke, die auf
wvezlenisch sicherem Gebiet niedergewacht
werden. errichtet, und die Chlo-{4ans
nur dort einsetzt, wo die hy eieyische
Ortshesichtigung® er.
riht. daß das Einzugsgebiet mit Ahwasjer
um] Ahfallstoffen nicht in Berühung
kommt oder kommen wird.
Wie liegen nun die Dinge im Saarland“
Das Saarland ist einer der am dich
arten besiedelten Landstriche Europas
line große Industrie erzeugt eine erhehiche
Verschmutzung von Boden, Luf.
ind Wasser, (iroße Gemeinden, z, T
;tark industrialisiert. zz. T. mehr ländich,
bilden reiche Abwassermengen.
Insere natürlichen Wasserläufe (Vor
Tuter) sind gering, Die Ahbwasserreinirung
wird so gut wie Äherhaupt nicht
jurchzeführt, So kommt es, daß gerade
na den stark hesiedelten Teilen des
\aartales, des Sulzhach-, Fischbach-Cällerhach-
und IMtales, eine restlosı
7erschmutzung der Vorfluter besteht
lie zudem noch durch Ansiedlung vor
1euen Industrien weiter zunimmt, Hier
lurch werden auch die Grundwasserräger
beeinflußt, vor allen Dingen dann
venn die filtrierende Kraft des Unter.
‚rundes gering ist oder schnell ermüdet
Vach unseren Erfahrungen, die sich au.
JIntersuchungen von Quellen, Schacht
runnen und Tiefbohrungen im ganzen
iaarland stützen, können wir nach den
yauptsächlichen vorliegenden geologi-Chen
Strukturen von vornherein mit be-+immten
Wasserqualitäten rechnen.
Die im Saarland vorliegenden geoogischen
Untergrundschichten sind im
wesentlichen: Das Schiefergecbirge am
dochwald, das Steinkohlengyebirge des
wr. 3
Karbons, das sogenannte Rottiegende —
nt dem viele alte vulkanische Gesteine
auftreten — dann der Buntsandstein und
der Muschelkalk, Von Mettlach bis
Türkismühle gehört zum Saarland ein
schmaler Streifen Schieferoeesteine des
‚Iunsrück, der allen anlierenden Orten
Möglichkeiten bietet, die hier liegender
Quellen zur ausreichenden Versoreung
auszunutzen, Im Dereich des Steinkoh-.
engchirges sind) die Vorattssetzunge,
für Quellen und Grundwasser hesander
were,
Das hat einmal seinen Grumb darin
aß der Untereranmd in der Hauptsach:
ans dichten Gesfteinen, besonders Sale.
lerton, besteht, der nur wentee Nieder
<chlagswasser in den Untererum versickern
Kilir, Andererseits wird later
lie Wasserhaltunez der Gruben ice m
Beremaun bekannt — dem Baden Ans
Grundwasser weitgehendst eutzaoeen, Da
zudem «ie dichteste Besiedlung mit der
Verbreitung der Kollenschichten zus
sammen fSällt, ist (dieses Zentraleehiet des
Saarlandes anf Fremdbezue von Wasser
Auge wiesen, Nur selten sid in den höhe.
ren Kohlenschichten Wasserspeichergesteine
(Holzer-Konefomerat, Sandstein.
Jer Ottweiler-Schichtent enthalten. de
ren Wasser in Menge und hyeieniseche-Güte
nur selten ausreicht,
Achnlich ist es mit den WassergewinyungsimÖelichkeiten
in dem Verbreitungsgehlet
der Rotliesendtormatior
bestellt. Kine Ausnahme uamehen hier db
vulkanischen (Gesteine, die zudem n
waldreichen Gebieten liegen und meist
weniger dicht besißdelt sind, so daß die
zeringen. Mengen von Quell. und Brun-N
Wasser erfaßt worden können
Durch neuere Ereebnisse ist in diesem
Gebiet eine Schicht — die Sandsteine
ler Tholever-Schichten — als qualita-“5Y
und quantitativ besonders gut wasserführen.d
festzestellt worden, (die es
rmöglicht, in diesem hydroioeisel
schlecht gestellten Gebiet neue Wasser
zewinunnsswerke zu erstellen.
Die Verbreitungsgehbiete des Muüschelzalks
aind vielleicht ‚am schlechtesten
nit Wassergewinnungsmöglichkeiten
sestellt. Wohl sind hier Quellen vorhanlen.
doch stets von hygienisch schlech-‚er
Beschaffenheit und Lerner von einer.
jesonders in den stärksten Verbrauchszeiten
im Sommer und Herbst. stark zudckgehenden
Ergiebigkeit, auf die keine
wusreichende Wassergewinnung erstellar
ist. Die im Saarland weit verbrei-;ete
Schicht des Buntsandsteins:
stellt dagegen vielleicht die beste natüriche
Basis für Wassergewinnungen dar,
Die große Mächtigkeit um für Wasser-;peicherung
ideale Gesteinszusammensetzung,
besonders die große horizontale
ürstreckung dieser Formation, haben
lem Saarland Grundwassermengen zeschenkt.
die in derartig günstigem ‚Ausnaße
wohl in keinem Industriegebiet
ler Erde gleichermaßen zur Verfügung
stehen,
Ohne UVebertreibung kaun festgestellt
werden, daß olıne diese Möglichkeit die
Versorgung des größten Teiles der Bevälcerung
mit. hygienisch einwandfreie
Wasser zumindest sehr erschwert wäre,
Diese Buntsandsteinvorkommen sind vor
lem die große Niederung zwischen St.
Ingbert und Homburg (weiter eratrekzend
üher Landstuhl: Kaisersbucdern bis
4m Haardtrand). die über Secheidterbache«