Full text : 2.1949/50 (0002)

Janrgang 2 Nr

lassen. Ferner mußten 2? Betriebe der
pharmazeutischen Indusirie wegen Absatzstockung
 Kurzarbeit einführen und
mehrere Arheitskräfte entlassen, Ein
Gunmmiwerk im Bezirk Wadern nimmt
laufend Einstellungen von Arbeitskräften
 vor.

"Holz. und Schnitzstoffgewerbe:
Der Bedarf an Bau- und Möbelschrei
gern konnte, nach Freistellung derartizer
 ‚Fachkräfte im Baugewerbe und
jureh Hereinnahme von Grenzgängern,
teilweise befriedigt werden, Dadurch ist
die- Zahl der offenen Steilen von 280 im
Vormonat. auf. 125 Ende Dezember zurückgegangen.
 Stuhlfabriken, eine Holzfaserplattenfabrik
 und Möbelschreinereien
 nahmen weitere Hilfskräfte auf.
Der. bereits angekündigte Mangel an
Rundhoiz führte bei verschiedenen Sägewerken
 zu Kurzarbeit und vereinzelt zur
Entlassung von Arbeitskräften.

Nahrungs- und Genußmittelgewerbe:
Entlassungen im Bäckergewerbe und
Bodarf an Konditoren, Mangel an Metzgergesellen
 im Handwerk. und Freigabe
derartiger Kräfte in Fleischfabrikea.
Eine Schokoladenfabrik gab wegen Abzatzstockung
 verschiedene Arbeitskräfte
{rei. Eine Zigarettenfabrik nahm noeh
Arbeitskräfte auf.

Bekleidungsgewerbe:
Die Beschäftigungslage im Schneiderhandwerk
 ist weiter leicht zurückgegangn.
 Dagegen nahmen Konfektionsbetriebe
 und Wäschenähereien noch Ar-Deitskräfte
 auf, Gut beschäftirt blieben
Schuhfabriken, die, zwecks Erledigung
ihrer Aufträge, teils Neueinstellungen
vornahmen, oder eine zweite Arbeiteschicht
 einireen mußten.

Bau- und Baunebengewei be.
Das Baugewerbe blieb nur in den Bezirken
 Saarbrücken, St. Ingbert, Hom-.
burg und Saarlouis ausreichend beschäftief,
 während in den Bezirken Neunkireben
 und Wadern zahlreiche Tiefbauarbeiten
 beendet wurden, und die freigowordenen
 Arbeitskräfte nur z, T. ia
andere Arbeitsamtsbezirke vermittelt
werden konnten, Die Arheitsämter mel«
den jedoeh, daß bereits öffentliche Baumaßnahmen
 in Angriff genommen WUurden.
 und auch Industrichauarbeiten eirg°seizt‘
 haben. Im Paunebengewerbe
sini die Arbeitseinyzänge für Anstreicher,
 Gipser und Bauschreiner
zurückgegangen. Eine Freistellung von
Arbeitskräften ist jedoch nicht zu erwarten,
 Die Betriebe versuchen, ihre
Fachkräfte zu halten und stellen z. T.
bei den Arbeitsämtern Antrag, für die
Urbergangszeit Ausfallunterstützung 36
zahlen.

Arbeit end Wohlfahrt des Saarlandes“

Seite 19

Druck- und Vervieltältigungsgewerbe:
Druckereien hatten einen saisonmäßig
jedingten Auftragseingang, der jedoch
caum aureichte. in allen Betrirben die
Kurzarbeit aufzuheben, Dagegen waren
Kartonagefabriken besser beschäftigt,
jhne jedoch weitere Arbeitskräfte aufıchmen
 zu können.

werden können, da auch in naner Zu«
kunft die gewerbliche Wirtschaft nicht
über genügend leichte Arbeitsplätze für
Frauen verfüren wird

Zu einer geringen Entlastung des
weiblichen Arbeitsmarktes führten die
Arbeitskräfteeinstellungen in der keramischen
 Industrie. im Handel, bei Banen
 und Börsen, Im Bezirk Saarbrücker
besteht noch ein Bedarf an Frisensen

Angestelltenvermittlung:
Der Weihnachtsverkauf brachte in
verschiedenen Bezirken Beschäftigungsnöglichkeiten
 für Verkaufspersonal. Dazegen
 wurden für die Inventuranfnahme
ınd Jahresabschlußarbeiten kaum Ange
stellte angefordert, Die Zahl der Aryeitsuchenden
 ist weiter gestiezen.
 ebenso die Zahl der Angestellten
He’ als gewerbliche Arbeiter heschäftig
sind,
Arbeitsvermittlung für Frauen und
Mädchen:
Ende Dezember waren noch %33 offene
Stellen für Hausgehilfinnen gemeldet
ür die keine Bewerberinnen zur Ver-‚ügung
 standen. Da sowohl die Zahl der
yeschäftigten Hausgehilfinnen, als auct
tie Zahl der arheitsuchenden Hausgehil-‘innen
 gesunken ist, muß angenommen
werden, daß zahlreiche Bewerberinner
m elterlichen Haushalt verbleiben und
zünstigere Stellenangebote aus der ge
werblichen Wirtschaft abwarten. Derartige
 Wünsche dürften kaum erfüllt

Frankreichs Bedar! an Arbeitskräften

Das französische Arbeitsministerium
veröffentlichte in dies"n Tagen eine Aufstellung“
 der Arbeitskräfte. die von ver«
schiedenen Zweigen der französischen
Wirtschaft in diesem ‚Jahre henötig”
warden

Die Land wirtschaft braucht inszesamt
 21300 Arbeitskrälte, Von dieser
Zahl werden rund 7000 für dauernde Arbeit
 gcaucht und die übrigen für Saisonarbeiten
 angefordert

Für die Kohlengruben sucht
man 6U0UU Mann, die jedoch nicht zusätzlich
 benötigt werden, sondern andere
 Arbeitskräfte ablösen sollen. Etwa
2000 ausländische Bergarbeiter werden
angefordert.

Die Metallindustrie sucht 1 0%
hochqualifizierte Facharbeiter.

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Verkehrsgewerbe:
Die Wiederautnahme der Saarschifffahrt
 hat noch zu köimer Entlastung af
dem Arbeitzmarkt geführt, Die Firenbahn
 und die Straßenbahngesellschaften
haben weitere Arbeitskräfte abgegeben.
im übrigen Verkehrsgewerbe blieb die
Beschäftieungslage unverändert

Papiererzeugung und „verarbeitung:
‚ St. Ingbert. meldet günstige Auftragsmge
 und die Einstellung von Arbeitskräßten,
 während Betriebe im Bezirk
Saarlouis Arbeitskräfte abecben mubten.

+.
2000 ee

STELLE
            
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