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hrt ins die (yohuskatastroph Neuöttina?
wWoc lehrt uns die (yohuskatastrophe von Neuötling?
Von Med.-Rat Dr. L. Wolff
prechen, in dem Trink. und Abwasser
Peilsegmente sind. Dieser Boden beützt
an sich nur ein bestimmtes Aufı1ahmevermögen,
das leicht durch
zrößere Bevölkerungsdichte überlastet
vird. In Erkenntnis dieser Dinge wird
'ür Gebiete mit großer Bevölkerungslichte
die technische Abwasseraufbe-'eitung
angestrebt.
Die Trinkwasserversorgung dagegen
vird entweder in unbesiedelte Einzugs-Die
Stadt Neuötting bei Passau
egt auf einer Moräneaschotternase
des Inntales, die von dem stark Abwasser
führenden Mörnbach umflossen
wird und an deren Uebergang in das
Inntal die für die Trinkwasserversorgung
dienenden Quellen austreten,
Die Abwasseranlagen der Stadt
Neuötting sing veraltet. Sie bestehen
in Hausgruben, oft einfachster Art, die
zum Teil in Kanäie münden und in
kurzen Stichkanälen dem die Stadt
umfließenden Mörnbach zugeleitet
werden. Außerdem erhält der Mörnbach
schon die Abwässer der 1000 m
aberhalb liegenden Stadt Altötting.
Der Moränenschutt des Wassereinzugsgeländes
besteht aus Kiesen ‘verschiedener,
teils sehr großen Korngrö-Ben,
die mit Sanden vermischt sind und
offenbar eine unsichere Filterwirkung
jesitzen, Aus diesem Schotter treten
lie. Quellen der Trinkwasserversorgung
aus, Sie sind in 2 m Tiefe ge-"aßt,
Außerdem weist, wıe dıe Unterachungen
ergeben, das Rohrleitungssystem
der Neuöttinger Trinkwasserversorgung
an den Hausanschlüssen
viele Korrosionsschäden auf, Aus all
diesen Momenten resultierte die Möglichkeit,
daß verseuchtes Abwasser in
Jie- Quellen und Leitungen in solchen
Mengen eindringen konnte, und selbst
Jurch eine Chlordesinfektion nicht unschädlich
gemacht werden konnten.
Diese Tatsachen tührten im Jahre 1948
zu einer Typhusepidemie von 1050
Fällen bei insgesamt 97 Todesfällen.
Als: Folge dieser Katastrophe entwickelte
sich eine große Pressekampagne.
Illustrierten brachten groß
aufgemachte Bildberichte über die zur
Epidemie führenden Mißstände und
über den Ablauf des aus dieser Kata-;tröphe
anhängig gemachten Strafverfahrens
gegen die Verantwortlichen.
Es ‚ergibt sich hier für den Hygienizer
erneut die Notwendigkeit, der
Jeffentlichkeit vor Augen zu führen,
wie eng der Kreislauf Abwasser —
Crinkwasser ist und welche gesund-4eitlich
gefährlichen Momente, wie Z,.
3. hydrologische, hygienische und
‚echnische Gegebenheiten die Trinkyasserversorgung
beeinflussen . können,
Es erweist sich auch wiederum al
angebracht, die Allgemeinheit zu unlerrichten,
damit sie sich darüber Ge-Janken
macht, was mit den durch den
Menschen erzeugten Abfallstoffen geschieht,
und wie sie unschädlich genacht
werden müssen, denn es ist eine
allgemeine hygienische Erfahrung, daß
Selbst Gebildete über diese Kehrseite
des menschlichen Daseins sich nicht im
klaren sind, .
Wir müssen uns vor Augen führen,
äaß der Boden, auf dem wir leben, Zzuzleich
Spender des so wichtigen Trinkwassers
und Verarbeiter der in gleieher,
ja meistens in Sogar größerer
Menge entstehenden Abwässer ist, Wir
können von einem Wasserkreistauf
zebiete, deren Abwasserverschmutzung
Jurch Schutzzonen peinlichst verhinlert
wird, verlegt, oder wo es die geOogische
Situation zuläßt, werden Tief.
)runnenwerke angeiegt, die durch ihre
ächere Verrohrung gegen die Oberläche
geschützt, aus großen Tiefen
reines und gesundes Wasser fördern.
Diese grundsätzlichen Tatsachen sind
len mit der Trinkwasserversorgung
ıeauftragten Stellen eine tägliche
Die Zahl der Beschäftigten (Arbeitnehmer) Ende August 1950
aufgegliedert nach Wirtschaftsgruppen
Beschäftigte mit Wohnsitz im Saarland *
"Beschäftigte
mit Wohnsitz
außerhalb de:
Saarlandes
Wirtschaftsgruppen
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und Erden 8722 + 122
Zisen- u Metallgewinnung
34354 + 440 33126 + 447
isen- u. Metallw.- #
Herstellung 9901 + 134 8691 + 106 1210 + 28 375
Taschinen-, Kesselu.
Apparate-Bau 15251 + 84 14518 + 98 '3- 14 497
Zektrotechn. Ind. 3948 + 54 3377 + 29 A 25 36
feinmecnan. Ind. 643 — 9 569— 6 74 — 8 9
Zismnerz.- u. verarb T
Induetria 64097 + 703 60281 + 668 %RIh + oh 14
Inemische Industr, 1468 + 237 aN6
Textilindustrie 1050 - 30 147
>apierindustrie 591 + 29 280 .
}raph. Gewerbe 1918 + 4 1241 —
‚ederindustrie * 664 + 1. 494 + 170 =
"autsch -Asbest-Industrie
342 + + 300 — % 42
Iolz- u. Schnitzstoffgewerbe
8883 + 106 8110 -+ 102 773 + 4 141
spielwaren-Industrie 51 — 388— 2 -B+ 2 —
Vahrungs- u. Genußmittel-Industrie
7413 + 18 5374— 6 2039 + 24 20
Bekleidungsgewerbe 7314 -+ 114 2192+ 41 5122 + 73 * 54
3au- u. Baunebengewerbe
25922 + 596 25250 + 578 672 + 18 1323
yasser-, Gas- und x
mlektr.- Versorgung 3940-+ 19 3767 + 21 1773— 2 26
andel, Bank, Börsen,
Versicherung.” 23 766 + 364 13079 + 143 10687 + 221 16
ost 2711 + 18 199 + 13 72+ 5 6
zisenbahn 10304 — 2 9861 + 2 443 — 4 19
Jebr. Verkehrsw 2930 + 179 9774 —. 17 15Rß — 7 N
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3zas‘stättengewerba 7 + 11 1.6 ,
/erw., Bildung, Erz. 65 — 22 4529 — dl 49 —
Vettsprege RE „1 2138 + % 4160— 14 3 5
!beater, Musik, Film 20) — 598 — 1 re x 9 7 7
zäusliche Dienste 9148 + 83 — 913
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irtschaftsgr. zus, 277 173 + 1695 226172 +1249 51 001 -} 446 6098 119