Full text : 2.1949/50 (0002)

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Seite 137

ijcben Mitteln erstattet, Sie ist keine
Leistung der Öffentlichen Fürsorge und
raucht daher nicht zurückgesahlt zu
werden. Ein Anspruch auf Unterhaltszilfe
 wird nicht begründet, wenn der
Seschädigte absichtkieh Verhältnisse
herbeigeführt hat, die die Voraussetzungen
 der Hilfsbedürftigkeit schaffen
sollten. Das Gesetz hat auch das Erschleichen
 der Unterhaktshilfe durch
aorichtige Angaben oder dureh Verschweigen
 erheblicher Tatsachen sowie
den Versuch unter besondere Strafe
zestellt.
Der Antrag auf WUnterhaltshilfe ist
im Bürrermeister der Wohnsitzge-Beinde

 bzw. beim Verwaltungsvorsteer
 zu stellen, Dieser entscheidet durch
7orbescheid, wenn dem Antrag ohne
Feiteres in vollem Umfang statigege-)jen
 werden kann, Andernfalls ent-‚eheidet
 der vom Bürgermeister zu billende
 Unterhaltshilfeausschuß. Gegen
lessen Entscheidung kann der Geschäligte
 und der im staatlichen Interesse
'estellte Beauftragte des Ministers
ür Finanzen und Forsten Beschwerde
;jeim Beschwerdeausschuß beim Ministejum
 für Arbeit und Wohlfahrt‘ binnen
’ Wochen einlegen, Gegen die Entcheidung
 des Beschwerdezusschusses
st die Rechtsbeschwerde an das Oberzerwaltungsgericht

 vorgesehen, mit
lessen Errichtung in absehbarer Zeit
-@ rechnen ist,
Unterhaltshilfe wird vom 1, Juli 1950
ıb gewährt, sofern der Antrag vor dem
. Oktober 1950 gestellt wird, bei späerer
 Antragstellung mit Wirkung vom
\ntragsmonat ab. Es wird daher emp-Ohlen,
 den Antrag rechtzeitig beim
Jürgermeister bzw. Verwaltungsvorste-’er
 zu stellen. Falls die vorgesehenen
\ntragsformblätter nicht rechtzeitig zur
/erfügung stehen sollten, genügt ein
Ormloser schriftlicher Antrag beim
Bürgermeister unter Nachreichung der
‘ormblattmäßigen Angaben.

Tätickeitsbericht des Ges"rdheitsamtes

für das Jahr 1949

in dem nachstehenden Bericht brinzen
 wir eine Aufstellung über die Tätigkeit
 der Gesundheitsämter im verzangenen
 Jahr,
Einzeluntersuchungen:
Amtsärztliche Zeugnisse 12 838
Gerichtsärztliche Gutachten 258
Vertrauensärztliche Gutachten 7275
"Untersuchungen von Flüchtlingen
 und Rückwanderern 1.068
5äuglings- und Kleinkinderfürsorge:
Mutterberatung für Säuglinge
und Kleinkinder 37479
Schulgesundheitspflege;
Reihenuntersuchungen 54 289
Sprechstunden 10148
Aerztliche Begutachtungen 10252
Impfungen:
Pocken
Diphtherie
sonstige Impfungen
Tuberkulosenfürsorge:
Röntgenuntersuchungen 61 997
Rüntgenaufnahmen 2.070
Hausbesuche - 10996
Krankenhauseinweisungen 468
Heilverfahren 542
Geschlechtskrankenfürsorge:
Untersuchungen 5290
Blutuntersuchungen 1.453
positive Befunde 465
Krankenhauseinweisungen 216
Vorladungen und Ermittlungen 3065
Tausbesuche 384
Aus dieser Aufstellung ergibt sich im
resentlichen folgendes: Von den im
Jahre 1949 insgesamt ausgestellten
amts- und vertrauensärztlichen Gutachten
 entfielen auf die beiden Kreise
Saarbrücken-Stadt und Saarbrücken-Land
 zusammen über 54 Prozent, Das
ist mehr als ihrem Bevölkerungsanteil
antspricht, Die Zahl der durchgeführten
Mütterberatungen für Säuglinge und
Kleinkinder betrug 37479. Diese Zahl
entspricht etwa 85 Prozent aller im
Saarland lebender Kinder “zwischen
) und 3 Jahren. Die Gesamtzahl der
Reihenuntersuchungen der Schulkinder
Jürfte etwa 215 aller zwischen 6 und 14
Jahren alten Jugendlichen betragen, Die
Zahl der Pockenimpfungen erreichte in
allen Kreisen zusammen über 48 000.
Diphtherieimpfungen wurden nur aus
lem Kreis Saarlouis gemeldet. Aus dem
Bericht über die Tuberkulosenfürsorge®e
ergibt sich, daß durchschnittlich jeder
15. Einwohner des Saarlandes mittels
Röntgendurchleuchtung auf Tuberku-OSe
 untersucht wurde Die Geichlechtskrankenfürsorge

 meldet 5290
lurchgeführte Untersuchungen. Von
len rund 1500 Blutuntersuchungen waen
 8,8 Prozent positive Befunde, so daß
uf 10000 Einwohner rund 5 positive
Fälle entfielen.

Vebersicht über Neuerkrankungen
und Todesfälle
Die nachstehende Uebersicht über
meldepflichtige, ansteckende Krankheiten
 gibt nur die Anzahl der im Laufe

Die Zahl der Beschäftigten (Arbeitnehmer) Ende August 1950.
aufgegliedert nach Arbeitsamtsbezirken und Berufsgruppen
a) nach Arbeitsamtsbezirken:

Pe

Beschäftigte Arbeitnehmer mit Wohnsitz Beschäft. Arpeit«
im Saarland nehm. m. Wonn«
sitz außerhalb d.
ı Saarlandes

Arbeitsamtsbezirke

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jaarbrücken 111739 + 620 87226 + 360 24513 + 260 12
Veunkirchen 61900 + 403 52284 + 356 9616 + 47 254 23
zaarlouis 58428 + 395 49077 + 332 9351 + 63 143° 22
3t. Ingbert 36 194 + 214 29794 + 156 6400 + 58 203 72
Wadern 8912 + 62 7791 © 4 1121 © 18 79 1
\rbeitsamtsbez. zus. 277 173 +1695 226172 -L1249 =1001 + 446 6098 119

bb) nach Berntisernppen:
‘‚andw. Berufe 3763 —- 38 2718
vorstw. Berufe 1012 — 6 855
Jergleute 49500 253 149094
;teinarbeiter 3612 + 18 2823
setallarbeiter 54769 + 385 54356
pielwarenarbeiter 27 + 1 Sr
'hemiearbeiter 849 — 1 770
Jummiarbeiter 95 + 2 95 .
Textilarbeiter 422 + 10 65
'apierarbeiter 43+ 22 200 + 202 2
‚ederarbeiter 996 + 1 942 — 4 54
Iolzarbeiter
a hrungs- u. Genuß- 8149 + 123 8061 + 119 88 +
mittelarbeiter 5490 + 22 5164 + 18 326 + 4
3ekleidungsarbeiter 6995 + 3 2343 — 19 4652 + 22
'riseure u. Körperpflege-Berufe
 2127 + 18 1312 + 6 85—+ 12
sauarbeiter 14686 + 130 14684 + 130 2+ -
iraphische Berufe 1157+ 6 993 L& 3 164 +
zZeinigungs- u. Desinfektionsarbeiter
 1015 + 10 742 —_— 273 +
zühnen-Filmarbeit. 19 — 1 18 — 1 1 -_
jaststättenarbeiter 19% 1 — 42 513 — 11 1448 — m!
7erkehrsarbeiter 19365 + 0 17413 + 21 192 + 3 82 —
Jausgehilfen 13737 + 78 431 4 13306 " * 1 20
{i!fsarbeiter 24192 —L 46 19656 ‘] 4536 + 105 526 6
Aaschinisten, Helzer 74 + 7 4532 6 42 + 1 95 —
raufm. Büroberufe 44385 + 345 27796 + 154 16589 -E 191 76 14
ngen. u. Techniker 7409 + 42 7192 £ 4 217 — 4 102 1
'onstige Berufe 5617 + 6 2731 — 2 2886 + R 8 .
\rbeitskräfte ohne
festen Beruf 807 + 235 647 + 216 160 + 19 — —
BE
serufseruppen zus. 277 173 + 1695 226172 +1249 51001 + 446 6098 119
            
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