+
Jahreang ? Nr, 9
„Arbeit und Wohlfahrt des Saarlandes“
1. Bote 13 800,- Frs.
(bzw. Differenz zwischen evtl. Rente
ınd Existenzminimum)
3. Perfekte Stenotypistin 16000,- Frs.
mit einer Fremdsprache 18 500,- Frs.
3 Hilfskassierer, -Lageristen,-Buch_
halter und Expedienten 16 000,- Frs.
Lageristen, Expedienten, Buchhalter,
Werkstattmonteure und Hilfsleklaranten
20 000,- Frs.
j. 1. Lagerist, 1. Expedient, 1. Buchhalter
(bilanzsicher), Hauptkassierer
und Zolldeklarant 25 000,- Frs.
3. Akquisiteure 13 800,.. Frs.
(zuzüglich Provision nach Vereindarung)
Handelsbevollmächtigter oder
Sleichryestellte 30.000,- Frs.
?
3 10
Die Angestellten, deren Monatsge-Älter
25000,- Frs. nicht übersteigen,
rhalten ab 1, Juli 1950 eine Erhöhung
on 10 Prozent,
Für Angestellte, deren Monatsgealt
25 000.- Frs. übersteigt und deren
jehalt die in vorstehendem Tarif entaltenen
Mindestgehälter übersteigt
leibt eine evtl. Gehaltserhöhung von
‘all zu Fall einer betrieblichen Regeung
vorbehalten.
Auslandsmeldungen
Arbeitslosigkeit in Frankreich
rückgängig
Die nun vorliegende Statistik weist
sinen Rückgang der Arbeitslosenzahl
von 58 650 am 1. Juni auf 53832 am 1.
Juli aus. Die Zahl der Arbeitsuchenden
zing im gleichen Zeitabschnitt von
nahezu 166 000 auf etwa 141 000 zurück.
Die Zahl der ausländischen . Arbeitsxräfte
nahm in den letzten Wochen
vieder etwas zu.
Die Entwicklung des Arbeitsmarktes im Saarland
von Januar bis Juli 1950
Febr.
950
MärTz
1950
April
1950
Mai
1958
Juni
1950
Juli
1950
"in
Dffene Stellen _ männl, 1.051 1563 16853 21041 2825 3290
am Ende des Monats weibl. 519 583 673 D78 732 043
Insges 1570 2146 235% 2819 3 557 398353
Fermittlungen männt. 2941 2712 2995 3454 24346
m Laufe des Monats weibl, 1194 1058 1,46 1232 31
[nsges 4135 3770 3989 4686 4477
4.127
x 187
5814
Arbeitsuchende männl. 7040 6200 5889 5267 4596 4539
ım Ende des Monats weibl. 3597 3842 3961 3769 3513 3692
Insges 10637 10042 9850. 9026 8109 8231
4775 3591 3012 2809
3.8 7057 2914 53016
74 GER 5925 56825
ALU-Empfänger männl. 3055 02635 2260 2016 1470 1262
Am Ende des Monats weibl. 11285 *137 1718 1083 1046 996
- Insres 41853 Te At 2009 2516 92958
Beschäftigte männl. 219665 220643 221 980 222714 224 111 224 923
Arbeitnehmer mit weibl. 49417 49674 49721 49965 50330 50555
Wohnsitz im Saarland am
inde des Monats In<zes D69 080 270317 271701 272 679 274 4111 275 478
Et z—
davon männl. 182252 183 013 184 243 184 907 186 097 186 706
Arbeitr weibl. 30102 30520 30555 30791 30997 31658
Insges, 9219254 918 333 914 S48 215 K9R 217 044 9217 714
Javon männl. 5348 4606
Arbeitslos weibl. 3067 5204
Insges S415 7 Q00
lavon männl. 87411 37630 37657 37507 38014 38217
Angestellte weibl. 19315 19174 19166 1° 74 19333 19517
Insges 56726 BK7S1 BASE AMAART ST OT R7 74
ie ‚—
Srenzgänger männl, 6600 6170 6398 6310 * 76 # 185
weibl. 28 2. zu3 208 226 A114
Insges, GBR RRRP FIR GARK "55
Ean2
4
männl. 6722 618
weibl. 201 85
Insges. 6928 A677
Mithelfende männl. 4293 4°05 4162 A 17 1
Tamilienangehörige weibl. 15805 43 5 481 rn “e
Ohne Hausfrauen) Insees. (8 u AR
AU
Zeamtea
a
no
29
z6
LE RB
männl. 10887 1018 1050 71059 071 1099
weibl, 1333 1340 „355 13553 1 362 1363
Insees 12220 193858 12405 12412 19482 12462
jelbständige männi. 27492 27564 27617 27029 37670 37 646
weibl. 4896 4895 4933 4035 4M43 4904
EV 4A 32613 33 600
Seite 117
$ 1i
Vorstehender Tarifvertras tritt mit
iem 1. Juli 1950 in Kraft.
Saarbrücken, den 10, August 1950,
Der Vorstand
jes Verbandes der privaten Verkehrsbetriebe
im Saarland e. V.
gez. A. Reihs gez, Sommer
Präsident Vizepräsident
Einheitsgewerkschaft
der Arbeiter, Angestellten und jeamten
1, V. Industrie-Transport
gez. Heinz
Christliche Gewerkschaften
des Saarlandes
gez. Mockenhaupt.
AA
Arbeitslosenzahl im Bundesgebiet
Die Zahl der arbeitslosen Männer im
Zundesgebiet ging in der ersten Auzusthälfte
um rund 35900 auf rund
1770000 zurück, Sie liert damit »eit
anger Zeit zum ersten Mal unter der
Millionengrenze, Insgesamt ist die Zahl
ler Arbeitslosen um 42 000 auf 1 409 000
zurückgegangen. Bei den Frauen bezug
der Rückgang in der Berichtszeit
und 6800. — Damit waren Mitte des
Monats rund 439200 Frauen erwerhsas.
Das Bundesarbeitsninisterium führt
lie anhaltend günstige Entwicklung
vor allem auf die nach wie vor ver«
zeichnete Belebung der Bauwirtschaft,
aber auch auf einen Aufschwung
ın der Produktionsgüter- und
Konsum üfererzeugung zuriick.
Eine stärkere Abnahme der Arbeitslosigkeit
verzeichnete erstmalig !Iamburg
mit rund 2100, Den stärksten
Rückgang meldete Nordrhein-West—
falen mit rund 11000. Größere Rückgyänge,
in ihrer Größenordnung zwischen
Nordrhein-Westfalen und Ham-5urg,
herichteten auch Niedersachsen,
3ayern und Hessen. Bei den ührigen
‚ändern war die Ahnahme kleiner als
00, Jedoch meldeten alle Bundesänder
rückläufige Arbeitslosenzahlen
Die Mindestlöhne in USA, Westdeutschland
und Frankreich
Paris. An Mindestlöhnen zahlt mar
pro Stunde:
in USA 75 cts
in Westdeutschland etwa 0,55 DM
in Frankreıch 72.060 Ers.
Die Kaufkraft eines Stundenlohnes
st natürlich in den drei genannten
Staaten nicht die gleiche. Tatsache ist
iedoch, daß da«e Mindesteinkommen
aines amerikanischen Arbeiters 4 bis
3 mal so groß ist, wie das seineß
auropäischen Kollegen. Die amerikaıische
Wirtschaft machte trotz der
‚on ihr gezahlten höheren Löhne des
1alb nicht etwa schlechtere Geschäfte.
'm Gegenteil, sie bemühte sich durch
;echnische Vervollkommnung der
Werksanlaren ‚die Leistungsfähigkeit
ihrer Unternehmen zu steigern und
durch hohe Löhne einen gesunden inneren
Markt zu schaffen,
Höhere Löhne — weniger Streiks
in Großbritannien
Im ersten Halbjahr 1950 erreichten
tie Wocheniohnerhöhungen in England
ınd Schottland einen Gesamtbetrag vom
rund 380.000 Pfund. Die Vergleichszahlen
für das erste Halbjahr 1949 lauteteem
522 000 Pfund u. 3.993 500 Lohnempf änsrer