Full text : 1.1948/49 (0001)

SC SZ

„Arbeit und Wohlfahrt des Saarlandes“

Jah sgang I Nrı

“

eit

17“

„ eryermittiung

Die rückläufige Eniwicklung in der
Rauwirtschaft hat auch in der
ersten Aprilhälfte noch angehalten.
Erst in der zweiten Monatshälfte übertraf
 die Zahl der Einstellungen
ie der Entlassungen, so daß am Ende
des Berichtsmonats die Zahl der Beschäftigten
 im der Bauwirtschaft um 269
höher lag als Ende März. Trotzdem
ist die Gesamtzahl «der beschäftigten
Arbeitnehmer im Aprıl um 9836 auf
260 743 zurückgegangen. Dieser Rück:
gang ist in der Hauptsache auf Entkassunzen
 im Berghau, in der eijektrotechnischen
 Industrie, m verschiedenen
Zweigen des Handwerks, bei Ger öffentlichen
 Verwaltung and bei der‘ Kisenhahn
 zurückzuführen. Die Zahl der bei
den Arbeitsämtern eingehenden Antıäge
auf Zustimmung zar Lösung von Arbeitsverhältnissen
 Jassen anf weitere Personaleinschränkungen
 in den
vorgenannten Wirtschaftszweigen schlicssen.
 Dem stehen aus anderen Wirtschaftszweigen
 noch beachtliche Aunforderungen
 auf Zuweisung von Arbeitskräften
 gegenüber. Allerdings werden
die hedeutendsten Wirtschaftszweige,
Arbeitsamtshbezirk

der Bergbau und die Hütienindustrie,
bis anf weiteres von Neuecinstellungen
ıbschen.
Es jet zu erwarten, daß die im den
zorgenanuten Wirtschafiszweigen ireiwerdenden,
 Vollarbeitsfähigen Kräfte
mehr und mehr im Baugewerbe, als
örenzgänger im lothringischen Bergbar
nd in der lothringischen Bauwirtschaft
antergehracht werden können. Daneben
wird zugunsten der saarländischen Ardeitsuchenden
 die Zulassung von Saar
szängern noch weiter ‚eingeschränkı
xerden müssen.
Die Zahl der arbeitsuchenden Männer
st um 416 auf 7294 und die der Francn
im 187 anf 5204 gesunken. Vım den
Arheitsuchenden waren 1390 Männer
amd 1811 Frauen - vollarbeitsfühie, An
Mifenen Stellen waren Eude April bei
Ten Arbeitsimfern noch als unhosetzt
zemeldet: 1666 für Männer und 700 Hip
"rauen,
„Wie Tolyende Zahlenreibe Zeigt,
sind die Arbeitsmörlichkeiten‘ m «den
einzelnen Arbeitsamtshezirken recht verschieden.


Industrie der Steine und Erden
Wie die Arbeitsiunter übereinstimme
scrichten, haben nunmehr fast al
Liegeleien die Produktion wiede
vufgenommen, Verschiedene Ziegt
'eien suchen noch Tachkräfte, Auch di
"etonwarenfabhriken konnten, HaG
Bessernng der Auftragslage, weitere Ar
weitskräfte einstellen, Nur im Begzir
6 Ingbert sah sich oin Betrieb ge
zwungen, 24 Arbeitskräfte zu entlasser
In‘ der keramischen Industrie in Mer
die, Meitlach und Hemburg erfolc io
weitere Neueinstellungen. Die Glas
'abrik Veopelius in St, Ingbert hat nad
Vertigsteilung der Reparaturarbeiten di
Yroduktion wieder aufgenommen, Lip
Auftragslage hat sich jedoch noeh ice
yebhessert, so daß der Betrieh nach au
Lager arbeiten muß,
Eisenerzeirgende Industrie
Die Hüttenwerke hielten mit 9
Einteilung von Arbeitskräften sun
zurück, Lediglich die Burbacher Hühe
stellte achtzie Arbeitskräfte ein. Dar
Neunkircher Fisenwerk and dessen Ab
leilung Homburg nahmen naar vereim
Arbeitskräfte auf,
Weiterverarbeitende Disen- und Met
industrie
Der Bedarf an Metalltfarı
ırbeitern ist leicht zurückgegade
tesucht werden nur Boch Dreher, Hol
und Formen Das Eisenwerk in Fi
Pichsthal haft wegen Alisatzstockung
Arbeitszeit verkürzt, Verschiedene k
ere und auittJere Betriebe klaven iD
Auftragsrückgang, während andere
iriebe hohe Auftfragseingänge me
kad für deren Friedieung weitere
titskräfte anforderten, Eine wesentli-Besserung
 der Aufträgslage mellen d
Saarbrücker Konstruktionshetriche
me Gießerei, Auch im Bezirk X
kirchen kam 68 bei der Firma M
industrie, KG, und hei der Firma
schinenban-GmbH,, Ottweiler, zu >
einstellungen. Ein Sanarlouiser Betr
MXellte vierzehn Schweißer ein, währlie
 Schraubenfahrik Karcher, Beeckin‘
‘hren Maschinenpark versrößert, und
Neyeinstellung von Arbeitskräften, di
ınfer— aueh Schwerbeschädiete, ©
zündigte. Ebenso haben im Hombur
Büzirk die Betriebe der metallveran)
enden Industrie noch Arheitskräfte ut
zestellt. Mit Ausnahme der Maschine
Iahrik GEMA in St. Ingbert, die 69
eitskräfte entlassen hat, und der Mir
Hütte in Wadern, die 180 Arbeitskr
‘reisetzte. kam es zu keinen nen?
werten Entlassungen.
In der elektrofechnischen Indur
und im Elektrohandwerk waren. die *
#5xungen Zahlreicher, Die optische
dusfrie uahm noch Arbeitskräfte -

Männer
Arbeitslose offene
Saarbrücken 902 85?
Neunkirchen 67 147
Saarlouis 5 „38?
St, Ingbert 3r Qi
Wadern 108 Sr

N Franen
stellen Arbeitslose offene Sichen
550 450
A020 %
477 90
613 51
5a 10

Die geringsten Arbeitsmöglichkeiten,
folglich auch die größte Arbeitslosigkeit,
 weist der Bezirk Neunkirchen
auf, während im Bezirk Saarbrücken die
beschäftiegungsmöglichkeiten am gün.
stiesten sim. Zwecks KFEntiastune des

Arbeitsamisbexirks Neunkirchen werden
He diesem Bezirk anırenzenden Arbeitsimtor
 hei der Besetzung offener. Stellea
a0ech mehr als Disher auf Bewerher ans
tem Bezirk "Nennkirchen zurückereifen.

Die Loge in den einzelnen Wirtse'
und Berufsgruppen
den nahegelegenen Gemeinden gosteM
werden konnten. Im Bezirk Saarlouis
yurden weitere italienische Arbeitskräftea
 als Schwellenhaner einps


Landwirjschaft
Die Zahl der noch unbesetzten Stellen
in cr saarländischen Landwirtschaft
hat sich auf, 356 ocrhöht. Aus der lothyinzischen
 Landwirtschaft wurden 150
Offene Stellen gemeldet. "Trotz der
wachsenden Zahl (der Arbeitsuchenden
Wielderen sich wenige Bewerber für die
Landwirtschaft

Bergbau
Den Saareruben wurden im April
276 Arbeitskräfte zurewiesen, Die Zahl
jer von den Gruben entlassenen
A\rbeitskräffe Inge wesentlich hoher,
Verschiedene Saargruben haben wegen
Teherschreitung ihres Belegschaftssolls
ne Einstellungssperre verhängt. Die
(öthringischen Gruben haben noch
Änen Bedarf von 300 saarländischen
Arbeitskräften, Die privaten Sehürfbetriche
 sahen sich wegen Absatz.
zschwierigkeiten gezwimgen, die Arbeits.
Zei Zu verkürzen und zum Teil Arbeits.
Kräfte yvır entlassen.

Forstwirtschaft
In d][n Arbeitsamtsbezirken Saarrücken.
 Neunkirchen und St. ybert
warden vierzig weihliche Arbeitskräfte
für Kalzerarbeiten eingestellt Im.B.zirk
Saarbrücken bestamd ein Bedarf an Holzhauerh.
 Soweit Facharbeiter gefordert
wurden, komten diese aus dem Bezirk
Wadern gewonnen werden, während die
1ilfsarbeier ohne Schwierickelten ans

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