Full text : 1.1948/49 (0001)

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‚Arbeit und Wohlfahrt des Saarlandes“

‚riebe der Baustoffindustrie
iber ausreichende Aufträge, während
m Bezirk Saarbrücken verschiedene
Betriebe über Rohsteffmangel und
Absatzschwierigkeiten klagen. St.
Ingbert berichtet über weitere geringe
 Entlassungen,
Für die Kalkwerke an der
»beren Saar fehlen noch 35 Arbeitskräfte,
 die bis jetzt noch -nicht beschafft
 werden konnten,
Die keramische Industrie in
Mettlach hat wieder mit der Einstellung
 von weiblichen Arbeitskräften
 begonnen- Ebenso hat die
Kristallglasfabrik Wadgassen noch
Bedarf an weiblichen Arbeitskräften,
während die Tafelglasfabrik Vopeäus
 in St. Ingbert über eine empfindliche
 Absatzstockung klagt... Der Betrieb
 sah sich wegen großer Lagerbestände
 gezwungen, die für Juni ds.
Js. - vorgesehene Reparatur an einer
Schmelzwanne schon jetzt vorzunehmen,
 und die überzählige Belegschaft,
 unter Anrechnung des Jahresarlaubs,
 für die Dauer von ea. drei
Wochen zu beurlauben.
Ein Hartsteinwerk in Niederlinxweiler
 sah sich gezwungen,
wegen Absatzstockung 26 Arbeitskräfte
 zu entlassen. Weitere Entlassungen
 wurden angekündigt. Das Ardeitsamt
 Neunkirchen hofft jedoch,
die freigewordenen Arbeitskräfte bei
sinem Hartsteinwerk. in Oberlinxweiler
 unterzubringen, nachdem dieses
 Werk größere Aufträge auf Lieferung
 von Pflastersteinen nach Frankreich
 erhalen hat. 2
Eisenerzeugende Industrie
Die saarländischen Hüttenwerke
waren wieder stärker aufnahmefähig

‘ür vollarbeitsfähige, jüngere Arbeits
<räfte. Die Röchling-Hütte forderte
170 Arbeitskräfte an. . Das Neunkir-»her
 Eisenwerk stellte 87 und das
Werk Homburg 58 Arbeitskräfte ein
Weitere Einstellungen erfolgten bei
jer Burbacher Hütte und beim Eisenwerk
 St. Ingbert.

Eisen- und metallverarbeitende
Industrie
Die Beschäftigungslage war Sehr
ınterschiedlich; sie hat sich im Maichinen-,
 Kessel- und Apparatebau
ıoch gebessert, während sie in Berieben
 der Eisen- und Metallwaren-1erstellung
 noch weiter abgesunken
st. Ueber eine wesentliche
3Zesserung der Auftrags- und Be-‚chäftigungslage
 berichten die Stahl-»aufirmen.
 Nur ein Homburger Berieb
 mußte wegen unvorhergesehener
Stockungen der Müontagearbeiten 20
A\rbeitskräfte beurlauben. Im ganzen
zesehen, konnten freigewordene Fach:
arbeiter wieder in ihrem erlernten
Beruf vermittelt werden. Dabei wal
jas Handwerk nur schwach aufı1ahmefähig
 für Arbeitskräfte. 7

Die Herdfabriken klagen über
;tarken Auffiragsmangel Awu
liesem Grunde sah sich ein Gießereijetrieb
 im Bezirk Wadern gezwungen,
120 Arbeitskräfte zu entlassen.
Der seit mehreren Monaten anhalende
 Mangel an Spitzen- und Bohr“
nerksdrehern, Fräsern, Feinmechaıikern
 und: Maschinenschlossers
xzonnte durch die Anwerbung geaigneter
 Spezialisten im Saargrenzzebiet
 teilweise behoben werden. Da’
iurch wurden KEinstellungen von angelernten
 und unangelerniten Metallarbeitern
 ermöglicht-”
 Entwicklung des Arbeitsm—-=rktes
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Jahrgang 1_Nr, £

Chemische Industrie
Eine Dachpappenfabrik mußte wWegen
 stärkerer Auftragseingänge noch
Arbeitskräfte einstellen, Eine Seifen:
fabrik in Merzig kündigte wegen Absatzstockungen
 die Entlassung vor
Arbeitskräften an. Eine Zündholz‘
fabrik mußte wegen Absatzschwierigkeiten
 Feierschichten einlegen. .
An verschiedenen Orten haben sick
'n letzter Zeit mehrere Kleinindustrie.
vgetriebe niedergelassen und die Produktion
 aufgenommen. Zu Wwesentlichen
 Neueinstellungen von Arbeits
kräften ist es jedoch nicht ge
kommen.
-Holz- und Schnitzstoffgewerbe
Im Handwerk hat sich die Auftiragslage
 verschlechtert. Da
zegen wurden den Möbelfabriken, ins
besondere auch den Stuhlfabriken
wieder zahlreiche Arbeitskräfte vermittelt.
 Ebenso melden die Säge
werke und Holzgroßhandlungen wie
der einen stärkeren Bedarf an Arbeits
kräften.
Bau und Baunebengewerbe
In allen Arbeitsamtsbezirken über-;rafen
 die Entlassungen die
Neueinstellungen. Im Arbeitsamtsbezirk
 Saarbrücken konnten für Industriebauten
 Zimmerer und Hilfs
arbeiter vermittelt werden. Im Be
zirk Saarlouis kam es zu zahlreicher
Entlassungen, aber auch zu Neueir
stellungen von Arbeitskräften, beson-Jers
 für Bauarbeiten an der Ferngasleitung
 und an Industriebaustellen im
Saarbergbau und im benachbarten
Lothringen. Neunkirchen berichtel
über eine geringe Zunahme de)
Kräfteanforderungen. In diesem Be
zirk besteht noch ein Bedarf an Mau
vrern und Gipsern. Auch St. Ingber
meldet die ersten Anforderungen vor
Z3auarbeitern- Dagegen meldet Walern
 noch Entlassungen.
Näahrungs- und Genußmittelgewerbe
Bierbrauereien, Mühlenbetriebe und
Lebensmittelgroßhandlumgen Sstelltes
weibliche Arbeitskräfte für AbfüBund
 Verpackungsarbeiten ein. Trotzdem
 ist in diesem Wirtschaftszweig
die Gesamtzahl der Beschäftigten um
29 Männer umd 13 Frauen gesunken
Der Rückpang bei den Frauen ist auf
die verstärkte Freigabe von Arbeits
kräften in der Tabak- und Zigarren
industrie zurückzuführen, währene
bei den Männern der Rückgang durr*
die Freigabe von Arbeitskräften im
Handwerk verursacht wurde.
Bekleidungsgewerbe
Im Arbeitsamtsbezirk Saarbrücker
bestand an Groß- und Kieinstück
schneidern ein geringes Uebherangebot
während der Bedarf an Schnei
dern für die Kleiderfabriken. no«*
nicht befriedigt werden konnte.
‚Die Auftrags- und Beschäftigung®
{age in der Schuhindustrie hat sic}
noch weiter verschlechtert. E
kam wieder zu zahlreichen‘ Entlas
sungen. Verschiedene Betriebe beabsichtigen,
 die Produktion auf unbe
stimmte Zeit einzustelBen. Einig
Lederwarenfabriken arbeiten wege
Auftragsmangel verkürzt, Die Landes:
lieferungsgenossenschaft für das Satt
lerhandwerk im Ottweiler sicht sid
wegen Auftragsmangel gezwunger
Sie Pradulktioan einzustellen und
            
Waiting...

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