Mersitatshicleit
Saarbrücken
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Die Laxe auf dem ‚Arbeitsmarkt blieb
bis Mitte November iniolge des Arbeitskrältemangels
noch angespannt. Sie erhılır
erst dureh die Frostperiode in der
zweiten Novemberhälfte eine leichte
Entspannung, weil das Hoc) baug.werhbe
an) die haustofferzeuzende Industrie
mit der Einstelune® von Arbeitskräften
zurückhielten und vielfach sogar Arbeitskräfte
abgahen. Die freigewordenn
Arbeitskräfte konnten den Straßenbau,
dem Gleishau. dem Holz. und Schnitztoffeewerhe
und der metallverarbeitenlen
Industrie zugewiesen werden. Damit
bestätigt sich die in früheren Beichten
angekündigte Ansaleichsmög-Gjehkeit
bei witterune-bedinsften Ent-Aassımeen
in den Anfenberüb hi
Eine solche Ausgleichsmöglicn 0 hat
allerdines ihre Grenze in der Au.palhmefähiek.
it der industriellen Betriebe, beagnders
der Metallverarbeitung, Diese
Grenze ist noch nicht erreicht: sie kann
aber anch noch nicht klar gezogen werzen.
weil in der Metallindustrie erst
nach eine wirchtige Voraus-c zune für
lie weitere Aufnahme von Tilsarbeitern
zus anderen Wirtschaftszweigen eschaffen
werden muß: das ist die Gewinnung
von besonders qualifizierten
Metallinchnarbeitern. Es ist daher verständlich.
wenn die Arbeitsämter an die
zahlreichen im Saarland zwar vorhandenen.
aber in anderen Berufen besechäf-Heten
Dreher. Fräser, Werkzengschloszer.
Schleifer und derel, heranireten,
und sie für eine Arheitsaufnahme in
ler metallverarbeitenden. Industrie zu
zewinnen versuchen: denn allein die Gewinnung
von ca, 50 derariigen Spezialarheitern
gibt der Metallindustrie die
Möglichkeit, rund. 500 Hilfskräfte und
anzelernie Metallarbeiter aurzunehmen.
Als weitere Maßnahme zur Behebung
dieses Mangels an Spezialisten in der
metallverarbeitenden Industrie, wurden,
im Benelamen init dem Ministerium des
Innern, . die Arbeitsimter anzewiesen,
die Anträge von Saarländern auf Rückkehr
in das Saarland bevorzugt zu behandeln.
wenn der Antrassteller einem
jer vorsenannten Berufe angehärt md
Ihn noch voll ausüben kann.
Neben dieser Umsetzung von freigewordenen
Arbeitern der Außenberufe,
erblickt die Arbeitaverwaltung. iu der
Verschue Öffentlicher Aufträge und
Aufirägen der Schwerindustrie an das
Baugewerbe, auch während der Wintermonate.
ein yecienefbs Mittel, die saisonmäßiey
bedingte Arbeitslosiekeit abzuschwilchen.
* Aus diesem Gründe wurde
pin Deschluß des Ministerrats erwirkt,
wonach die Straßen- und Wasserstraßenauverwaltung.
die Forstverwaltung, die
Kisenbahn und Post ersucht werden.
alle Tiefhauarbeiten möglichst, während
ler Wintermonate ausführen zu lassen,
um damit das Baugewerbe in seinen Destrehungen.
die Bauarbeiter auch währrend
der Wintermaonate zn beschäftigen.
za unterstützen.
Kine derartige Auftragslenkung Hegt
ihbrigens auch im Interesse der Auftraggcher.
weil zu erwarten ist. daß mit Bezinn
der nächsten. Baussison. im Frühjahr
1949. weder dem Hochhbau- noch
dem Tiefhaugewerhe Ale erforderlichen
Arheitskräfte zur Verfüeung etohen
Arbeit und
\Mahrt
des Saarlandes
Jahr rang
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NF,
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werden, um alle im Frülgahr sich zusunmendrängenden
Aufträge | fristzerccht
ausführen zu können.
Dabei ist noch zu berücksichtigen,
iaß nicht alle während der Winternonate
aus dem Baugewerbe in die
ndustrie abrewanderten Arbeitskräfte
im Frühjahr für das Baugewerbe zurück.
cewonnen werden können, und voraus.
sichtlich auch die vorgeschenen Großbaumaßnahmen
im lothringischen Kohlenrevier
wicder eine starke AnziehungrsSkraft
auf snarländische Arfheitskräite
ausühen werden.
Die Lage in den einzelnen Wirtschaftszweigen
und Berufsgruppen
Land- und Forstwirtschaft
Trotz der Arbeitsruhe in der Landvirtschaft
besteht noch immer ein
Zedarf an Arbeitskräiten, besonders
ın Facharbeitern, Auch aus der lothingischen
Landwirtschaft legen bei den
‚aarländischen Arbeitsämtern zahlreiche
Aufirfee auf Zuweisung von Land
an und Landarbeiterfamilicen vor,
Tünstiye Lohnbedingungen in der Tothingischen
Landwirtschaft führten ver
nzelt zu Vermittlungserfolgen.
Die Forstwirtschaft hat für
ue diesjährige Saison kaum Arbeits-<räfte
angefordert. Ledieliech den
Sorstiähmtern im: Arbeitsamtsbezirk Saarzrücken
konnten cine Anzahl Fachubeiter
aus dem Waderner Bezirk zwsowiesen
werden.
Bergbau.
Im Saarbergbau ist der Anteil der
(ntertagearbeiter an der Gesamtboelegschaft
von 65 v. H. im Sommer d. J. auf
538 v. H. Ende November gestiegen. In
len Bezirken Neunklichen und Saarauis
übertrafen die Kinstellungen die
\beänge, In den anderen Arbeitsamts-‚ezirken
haben die Gruben nur nveb
‚ereinzelt Arbeitskräfte aufgenommen,
Jen Iothringischen Gruben wurden wieder
rd. 8300 Arbeitskräfte zugewiesen.
Meitere Arbeitskräfteanforderungen, Iaen
Ende November nicht vor.
Es ist also vorerst kaum mit einct
veiteren Verstärkung 7A Be
ner ermere»nd. bei den lothringischen
Gruben zu rechnen. Das hat zur
"olive, daß die bisher sehr zahlreichen
\rbeitsplatzwechselfälle in den anderen
Nirtschaftszweigen stark zurückrchen
verden.
Industrie der Steine und Erden,
Ziegeleien, Betonplatten- und Kunst
‚teinfahriken haben wegen der ungünsti
sen Wetterlage Betriebseinschräpkunger
zorgenommen und teilweise die P’rodukion
_eingestellt. Die freigewordenen
Arbeitskräfte wurden in freie Arbeitsdellen
anderer Wirtschaltszweige ver
nittelt. Andere Betriche der gleichen
Art können olıne Rücksicht auf die Witerulg
weiter produzieren, Das-trifft beonders
für Dachziegel- und Racksteinabriken
zu.
Auch die Steinbruchbetriebe und
alksteinbrüche konuten während der
*rostperiode voll weiterarbeiten. Sie hajen
immer noch eiuen Bedarf an vollarbeitsfähigen
Arbeitskräften.
Die keramische Industrie meldete
‚war keinen Bedarf an Arbeitskräften,
;je nalım aber sämtliche aus der Kriveszefang
uschaft zurückgekehrten De-’richsangehörigen
wirder auf, Ein Merzieop
Betrich hat einen weiteren Tunaetafen
ancsceheizf. mit dessen enudleGlti
ger Inbetriebnahme Anfang Januar ge
rechnet wird. Die Zahl der dadurch ur.
Forderlichen Arbeitskräfte ist noch nic)
bekannt. In Brotdorf im Kreis Merzia
werden. teils durch Verlagerung 5
teils durch Neugründung, außer Betriebe
der Elektroindustrie. und. der Holzbesarbeitung
auch solche der Banstoffindhstrie
errichtet
Eisenerzeugende Industrie,
Nach Boendigung des Streiks 4
Frankreich ist bei verschiedenen Hüttı
der Mangel an Erzen behoben. Die Dil
linser Hütte war in der Lage, ©
8. Hochofen wieder in die Produkiiar
einzuschalten. Neueinstelungen WeY-Äen
Hir die nächsten Monate anzckündigt.
Die Völklinger Hütte zu
noch einen Badarf an. Hilfsarbeitern 107
die Hochefenbetriche und Walzwerko,
Nach Inhbetriehnahme des 5. Hochofens
wurde die alte Roheisenkapazität wieder
erreicht. Der 6. Hochofen gilt nach Wic
vor als Reparaturofen; er wurde auch
vor Ausbruch des Krieges als Reserve
ofen nicht in Betrieb genommen.
Bei der Burbacher Hütte wurde
ebenfalls ein neuer Hoachofen angehia--sen,
als Ersatz für den im vergangen"»V
Monat betricbsunfählg gowordenen
Ofen. Nach Fertigstellung einer Kok&-batterie
wird die Burhbacher Hütte demyächst
einen weiteren Hochofen in 12
trieb nehmen. Dies hodingt die Kin
stellung von rd. 200 Arbeitern efwa im
Monat Januar 1949.»
Beim NeunkircherKisenwork
sind Einstellungen in größerem Umfanee
noch nicht zu erwarten, da die vorbereitenden
Arbeiten Aneh nicht genligens
fortgeschritten sind,
Dank der Freisetzung von Arheit3-kräften
in den Außenberufen stieg die
Zahl der Bewerber für die Arbeitsaufnahınce
im Kisenwerk St. Ingbert.
Dem Betrich konnten numnehr
sämtliche notwendigen Arbeitskräfte zıtzewiesen
werden: er arbeitet z. Z. uf
1 Walzenstraßen in-7 Schichten in der
Woche, und beabsichtigt, eine 8, Schieht
einzulegen, Nierlür sind weitere An Ar
heitskräfte notwendie.,
Der Maria-Hütte im Bezirk Wa.
dern wurden 20 Arbeitskräfte zugewiesen.
Weitere Einstellungen sind vach
Fertigstellung des Krweiterungshaues
zu erwarten, Aus dem Bezirk Wadern
konnten den saarländischen Hütten 0®
vollarbeitsfähige Kräfte zugewiesen
werden.
Das Blechwalzwerk KHostenbach
hat durch Inbetriebnahme der
Feinblechstraße wieder die frühere Leiatunzs[ähierkeit
erreicht, Die Belegschaft
f-innta ayf 2921 Kräfta ercrhäht werden,