Jahrgang
?. Vermittlung geigneter Heilbehandlung,
Ausstellung von Zeugnissen für
Beihilfen. und zwar sowohl auf
Anfordern von Behörden wie beim
Vorliegen eines öffentlichen Inter-LES,
%. Aufklärung und Belehrung der Beyölkerung,
Zur Durchführung dieser Maßnalımen
stehen den Gesundheitsämtern Beben
jem ärztlichen und sonstigen Personal
der Fürsorgestellen, Fürsorgerinnen
auch Gesundheitspflegerinnen genannt)
and Gesundheitsaufseher (früher Kreisdesinfektoren)
zur Verfügung, Die Fürsorgerinnen
besuchen die Kranken in
ihrer Wohnung und sorgen für die familiäre
Betreuung. Während des Aufonthaltes
des Kranken in der Heilstätte.
bzw. im Krankenhaus, stehen
sie der Familie helifend zur Seite, Sie
berichten an das Gesundheitsamt über
äie familiäre, gesundheitliche. wohnungsmäßige
und wirtschaftlich finaBezielle
Lage der Familienangehörigen
des Kranken bzw. des Kranken selbst.
Die Fürsorgerinnen beschaffen weitrehend
die erforderlichen Unterlagen
för die gesundheitliche und wirtschaftliche
Betreuung des Tbe-Kranken,
Der Gesundheitsaufseher besucht
häufig. möglichst in unregelmäßigen
Abständen, die offen. und fakuliativälfen
Erkrankten. und kontroliiert die
angeordneten Desinfektionsvorschriäften,
und belchrt den Kranken und seine
Familie Immer wicder über die Behandung
des infektiösen Materials, Er veranlaßt
laufend die Answurfunter
suchungen,
DIS Tätigkeit der Tuüuberkuloseniürzorgestellen
der Gesundheitsämter ist,
soweit Untersuchung und Beratung ig
Frage kommen, kostenlos, Behandlung
innerhalb der Beratungssteilen darf nur
mit Erlaubnis der Aufsichtsbehörde und
im Einvernehmen mit der ärztlichen
Siandesorganisation stattfinden,
Die Entscheidung über die Durchführung
von Heilplänen und wirtschaftlichen
Maßnahmen sowie deren
Durchführung gehören nicht zu den ge-3etzlichen
Aufgaben der Gesundheits-Ämter,
Sie liefern lediglich die Unterlagen
für derartige Maßnahmen und
geben sie an die in Frage kommenden
Kostenträger weiter. Hier kommen in
erster Linie im Saarland die Landesversicherungsanstalt,
die KEisenbahndetriebskrankenkasse.
die Saarknappschaft
und der Landesfürsorgeverband
in Betracht, Die Kostenträger ühbernelımen
Heilverfahren
a) zur Abwendung drohender Invalidität
und
b) zur Beseitigung eingetretener Invalidität.
falls wieder Erwerbsfähigkeit
erreicht werden kann.
Während sich früher die Versichemingsträger
weitgehend in die nachyehende
Fürsorge bei den Tuberkulosekranken
einschalteten und ‚zur weityehenden
Verbesserung der wirtschaftlichen
Lage der Erkrankten und ihrer
Familien beitrugen. ist dies infolge der
schlechten Finanzlage der Versicherungsträger
heute fast ausschließlich
Sache des Landesfürsorgeverbandes,
Ein sehr wesentliches Problem ist die
Unterbringung der erfaßten
ww. 7a
“ap DE
Kranken in Heilstätten, m Asylieruugs
jeimen und in Krankenhäusern, Nach
len vorliegenden, vorher erwähnten
Zahlen befanden sich‘ Ende Juni 1948
— diese Zahlen haben sich inzwischen
um etwa 10 Prozent erhöht — insge-‚amt
632 Personen in Heilstätten- bzw.
Srankenhausbehandiung. 149 Personen
waren in Asylierungsheimen bzw. iB
Srankenhäusern zur Asylierung unter.
zcbracht. Liazu kommen 124 Personen,
lie zu Hause nicht genügend asyliert
waren, im Krankenhaus bzw. Asrtlieungsheim
mangels Platz nicht unterzebracht
werden konnten.‘ Es ergibt
‘ich hieraus ein Gesamtbedarf
7zon 905 Betten. der sich. wie vor-1er
erwähnt durch eine 1üprozentige
Zunahme innerhalb des letzten Halbahres
auf rund 1000 erforderliche
deilstätten-. und ‚\sylierungsbetten
rhöht,
Zurzeit stehen zur Verfügung:
Jeilstätte Sonnenberg 195 Betten
"be,-Station im L.K.H
Homburg
Städt, Kinderklinik Neun-Kiıchen
. 100
Landesheilanstalt Merzig 135
insgesamt 4tu Better
Bei den übrigen Krankeui,äusein des
Maarlandes können insgesamt noch etwa
50 Betten für die Unterbringung Tujerkulosekranker
in Anspruch genomcn
werden. Die Erstellung von
fuberkuloseheilstätten inıerhalb
des Saarlandes hat
sich als unumgänglich notwendig
erwiesen. zumal auch
ußerhalb des Saarlandes Heilstätter
aicht in genügender Menge zur Ver.
ügung stehen: außerdem sind die z. T.
n der Schweiz vorhandenen Möglich:
zeiten für uns finanziell unerschwingich.
und zudem nur ein geringer Teil
ıinserer Patienten für das Hochgebirgs-<lima
geeignet, Es sind deshalb vorst
drei Bauvorhaben geplant.
‚on denen zwei bereits in Angriff ge
1ommen werden konnten. Es handel
äich um das im Rohbau yorbanden geweseBe
Gebäude uer früheren Gaurauenschaftsschule
bei Ludweiler im
ANarndt, an dem seit nunmehr 2 Mona
en gebaut wird und für das der Land
ag bisher 140 Millionen Frs, bewilligte.
Mit der Fertigstellung ist. nach Ansicht
jer Fachleute. gegen Ende Jieses Jah-'e8
zu rechnen, Es sind dort 200 Heil
;#ättenbeiten für Erwachsene vorgeıehen.
Werner Kunz
Papier, Schreibwaren, Bürchedarf
‘ Saarbrücken 6
Saargemünder Sir. 128, Te!. 5536
Verkauft von Wertmarken
und Fahrscheinblocks für
die Strassenbahn.
seite 47
Auberdem ist in der Nähe von Kleip-Llittersdorf
der Bau einer Kinderheil.
stätte vorgesehen. die 65 bis 7U Berten
aufnehmen soll, Der Bau ist bis zum
1. Übergeschoß vorhanden. Bisher sind
X0 Millionen Frs. dafür freigegeben,
Daneben beabsichtigt die Sonnenberg
L.m.b.H., die diese beiden neuen Heil.
stätten in ihre Regie zu übernehmen
Zedenkt, das Dachgeschoß ihres Haupt
jauses auf dem Sonnenberg zu Kıankenzimmern
auszubauen. Es mub 2u
liesem Zwecke außerhalb des Hauser
;n dem reichlich zur Verfügung stehen:
den Gelände eine neue Unterbringungsmöglichkeit
für das Heilstättenperseona!
entstehen. das bisher die Räumlichkeiten
des Dachgeschosses bewohnt
hat, Durch dieses Projekt können wi
tere 50 Betten gewonnen werden. S0
daß durch diese 3 Bauvorhaben weitere
350 Betten für Tuberkulosekranke ze
schaffen werden können, Pamit wüure
unier der Voraussetzung, daß immerhin
noch eine gewisse Zahl von kıanken
außerhalb des Saarlandes unter
gebiacht werden könnte, der dılnm
yendste Bedarf an 7. Netiäittonhbetrten
WESTIEHEN
Um die lubelnususchiidlacd U gg
üchst frühzeitig zu erfassen — elne
Tatsache, die scit jeher der Wun-ckh
aller beteiligten Institutionen ist — is!
auf Veranlassung der Landesversicuerungsahstalt
zurzeit eine Rönir a
durchleuchtung der Jahrgänge 1929
1930 und 1931. in Zusammenarbeit 1.4
den Fuberkulosefürsorgestellen 1-41
besundlieitsämter im Gauge, Es handelt
sich hierbei insıresamt um erwa
18 0400 Personen.
Das ideal da sinulicacH Lüberhunz
zenfürsorge ist jedoch die Anlegung
eines Röntgenkatasters dergesamten
Bevölkerung unseres Staatsgebiet. s,
Hierzu ist vie Beschaffung ein-e
Köntgenreihenbildgerätes Vorauss £
zuug. Es wird damit möglich Svcin,
innerhalb drei Jahren die gesamte
Bevölkerung rüöntgenoloyzisch
zu untersuchen, und da
mit alle Voraussetzungen für eine
Früherfassung und -Behandlung 7u
sphaffen.
Alie diese Masuanuscn der DBekäünnp
ung der Tuberkulose, die großen Baurorhaben,
die Röntgeanreihenunier
zsuchungzen, die Durchführung der Heil
verfahren. die Kosten für Renten durch
die Versicherungsträger, die enormes
Aufwendungen des Landesfürsorgever
bandes usw, übersteigen, da Sie 8
neben allen andern enormen Summep
für die Sozialfürsorge, Wiederaufba®
usw. aufgebracht werden müssen. be?
weitem die finanzielle Leistungslähigkeit
unseres kleinen Staates, Es wäre
daher zu begrüßen. wenn sich im Rah
men der internationalen Tyberkuloschilfe
die Möglichkeit
einer Zuwendung für das Xaarlarır
bieten wärde.
Zulassung zu kassenärztlicher Tätigkel
{(B 1/ 168/49)
Nach den gesetzlichen Vorschrifter
kann eine Zulassrng zur K«*senpraxis
nur durch den Zulassungsaugs:
schuß bei der Kassenärztlichen Ver
einigunz Saar erfolren.