ze.
„Arbeit und Wohlfahrt des Saarlamdes
Berufsberatung
und Facharbeiternachwuchs
_ Jahrgang 1
}etzten Jahren Fehler gemacht
gen. Nicht weniger als 180600 h
schen sind z. Zt. berufsfremd
schäftigt, konnten also bisher ı
mehr in ihren Berufen untergebı.
jern für eine Gruppe von Berufen, werden. Die beste Ausbildung verf
bei denen dann zur Wahl des am ihren Zweck, wenn sie im Spät
aussichtsreichsten erscheinenden Be- Leben nicht ausgewertet werden k,.
ufs geraten werden kann Gileichzeitig Wenn es auch in Zukunft tr
;oll durch Bestauslese deı Lehrbe- Möglich sein wird, alle Fehlleitur
riebe ein Stamm von Facharbeitern zu verhüten, so ist es doch das
ıerangebildet werden, der den Er- streben, die Methode der Berul
‚ordernissen der Wirtschaft ent- ratung so auszubauen und zu
;pricht, ihre OQualitätsarbeit noch Dessern, daß einem Minimum an F
;teigert und sie so konkurrenzfähig leitungen ein Maximum an rich
orhält. Berufszuführung gegenüber steht
Die Berufsberatung will aber nich! Die nachfolgende Uebersicht
ıur der Wirtschaft einen gut aus- Mmittelt ein Bild über das Prüfu
‚ebildeten Facharbeiter-Nachwuchs ergebnis von Jugendlichen, die ir
sichern helfen, sondern durch ein- dustriellen und kaufmännischen
tehende Analyse der Wirtschaftser- rufen im Frühjahr 1948 - vor
;scheinungen, insbesondere darauf hin- Prüfungsausschüssen der Indus:
ırbeitem, daß die Berufstätigen auch und Handelskammer des Saarla
n ihren Berufen Arbeit finden. Ge- ihre Facharbeiter- bzw. Gehi
-ade in dieser Hinsicht sind in den bprüfung abgelegt haben.
Art der Berufsaus- . Zahi der davon in % davon nicht
bildung } Prüflinge bestanden bestanden
'ndustriefacharbeiter 689 571 78 163
zaufm. Gehilfe 471 371 85 160
Diese Zahlenübersicht zeigt, daß prüfung ist günstiger als das
än erheblicher Prozentsatz der Prüf- Übrigen. Von allen Prüflingen kı
inge die Prüfung nicht bestanden len rund 90 Prozent in ihrem L
at. Wenn man dazu noch berück- betrieb verbleiben. Von den rest
SE ; HET ; 10 Prozent sind rund 6 Prozent
;ichtigt, daß von den Prüflingen, die Wunsch a Lehrb
Jie Prüfung bestanden haben, rund genen WuNSCh aus Dem 4CAT
. e 8 i N , ausgeschieden, um sich in einer
i4 Prozent nur mit „ausreichend“ ab- deren Betrieb weiterzubilden,
zeschnitten haben, so ist ersichtlich restlichen 4 Prozent. die bei der
laß irgend ein Mangel in der Berufs- beitsvermittlung als arbeitsuc
zuführung bestanden hat. gemeldet waren, konnten inzwis
Das Berufsschicksal der Jugend- zum größten Teil in ihrem Beruf
ichen mit hestandener Abschlaß- mittelt werden,
... ® .° > »
Sträflicher Leichtsinn mit Gasflasche
Wichtig für alle Gasflaschenbesitzer
in den Kriegs- und Vorkriegsjahren
satte die Berufsberatung die Jugend
bewußt in die Berufe zu lenken, die
sfaatspolitisch wichtige Aufgaben zu
erfüllen hatten. Heute wird eine Einschränkung
der Freizügigkeit in der
Berufswahl grundsätzlich verneint.
in Anbetracht der gegebenen wirtschaftlichen
Verhältnisse werden die
Berufswünsche der Jugendlichen bei
äer Berufszuführung weitgzhendst bemücksichtigt
Die Praxis der Berufsberatung zeigt
jedoch, daß der überwiegende Teil der
Jugend immer noch die Berufsausbildung
in den sogenannten .Modeberufen‘
anstreot. Unbekümmert um
die Berufsaussichten versteifen sich
ße Jugendlichen, oft unter falschen
Vorstellungen, auf einen Beruf, für
Sen sie nach Begabung und Veranlkagung
völlig ungeeignet sind. Sie
machen sich auch keine Gedanken
darüber, daß die sogenannten „Modeberufe‘“
stets die Gefahr einer späleren
Arbeitslosigkeit in Sich bergen,
and nur den besonders qualifizierten
Fachkräften eine Existenz sichern.
Es liegt sowohl im öffentlichen
Interesse. als auch im Interesse der
Fugendlichen selbst, die Berufswahl
Bicht nach den meist unüberlegten
Berufswünschen zu treffen. sondern
ch den wirtschaftlichen
Notwendigkeiten unterzuprdnen.
Um sich aber darüber ein
Urteil bilden zu können, mangelt es
den Jugendlichen, und meistens auch
Seren gesetzlichen Vertretern, an der
Kenntnis der wirtschaftlichen Zu-Mm
menhänge.
Im Hinblick auf die zahlreichen Be-Aufemöglichkeiten.
die das Wirtbehaftsleben
erschlossen hat, und auf
Grund der Tatsache, daß einerseits
Berufsgruppen mit Fachkräften stark
Bbersetzt sind, während andererseits
vyolkswirtschaftlich wichtige Wirt-Pchaftszweige
einen erheblichen Facharbeitermangel
aufweisen. ist die Mitwirkung
der Berufsberatung bei der
Berufswahl unentbehrlich geworden.
Die Bemühungen der Berufsberatung
melen darauf hinaus, durch Aufklärungsarbeit
die Jugendlichen von den
Eberfüllten Berufen abzulenken und
Ihren Blick auf die Mangelberufe zu
richten. Die Jugendlichen sollen entvwprechend
ihrer Eignung für die Bermıfe
geworben werden, die sie be-'ahigen.
im späteren Berufsleben auch
hren Mann zu stehen. Denn es kommt
m ein Jugendlicher nicht nur für
nen bestimmen Beruf in Frage. son-In
einer bekannten Sauerstoff-Fabrik
ın der Saar wurden, bei dem Herrichen
der Flaschen zur wiederholten
’rüfung. Flaschen festgestellt. deren
Aufschrift durch den angeblichen
lZigentümer willkürlich entfernt, unc
eilweise durch andere Einprägunger
Nn vollkonımen unsachgemälßer Weise
rseizt wurden. Die Entfernung der
Sinprägungen geschah teilweise sogat
lurch Veberschweißen: auch Prüf
‚tempel und Prüfzeiten wurden ent
ernt. An einer Flasche war ein
Stutzen angeschweißt, Nach den ge
etzlichen Vorschriften dürfen Ver
inderungen an den Aufschriften nur
m. Einvernehmen mit dem zuständigen
Sachverständigen und nur durch das
Tüllwerk vorgenommen werden.
Schweißungenjeder Art sind
verhaten
Eine weitere Flasche war mil
zelüllt gewesen: nach den Unfa
hütungs- Vorschriften ist es
boten. Sauerstoff-Geräte, Armal
Dichtungen und zugehörige Flas
zu fetten oder zu Ölen, da
Sauerstoffflaschen bei Vorhande
von geringsten Spuren ÖOels ex
dieren können,
Eine solche Handlungsweise
sträflichen Leichtsinn und br
totale Unkenntnis der hierbei
stehenden Gefahren. Die Eigent
dieser Flaschen werden sich noc!
verantworten haben. Nur der
fältigen Arbeit der Sauerstoff-Fa
die ja im Interesse sämtlicher Bet
ten. die mit den Flaschen zu tun }
handelt, ist es zu verdanken, daß
her hieraus sicher zu erwartends
fülle vermieden wurden.
Bauunternehmung — Hoch-, Tief-, Beton-, Eisenbetonbau
Max-Braun-Strasse 64-68 _ Saarbrücken