Seite
R DAaarlar
Die Fabrik für Holzfaserplatten in
Niederlosheim kündigte die Entlassung
von 20 Arbeitskrätten an. Die Firma
wird — einem Vorschlag des Arbeitsaıntes
entsprechend — die Arbeitskrätfte
erst nach erfolgter anderweitiger
Jnterbringung freigeben.
im Bezirk Neunkirchen wird demnächst
eine Spankorb- und Spielwarenfabrik
ihre Produktion aufnehmen und
voraussichtlich an 50 Arbeitskräfte
Heimarbeiten vergeben,
Bau- und Baunebengewerbe
Der Jahreszeitlich bedingte Rückgang
äes Beschäftigungsgrades führte auch
im Januar wieder zur Entlassung von
Arbeitskräften, Während bisher die
Entlassenen im anderen Wirtschaftszweigen
untergebracht werden konnten.
war dies im Januar nicht mehr
möglich, weil wegen der Stockungen is
der Auftragsvergebung fast die gesamte
Bauwirtschaft zum Erliegen gekommen
ist. So hat u. a die Eisenbahnverwaltung
die Vergebung von
Oberbauarbeiten überraschend eingestellt.
Dadurch ist die Zahl der beschäftigten
OÖberbanarbeiter von rd.
1100 auf rd. 450 gesunken. Die Ausvirkung
der Arbeitsruhe geht weder
zus dem Rückgang der Beschäftigten.
sahl noch aus Zunahme der Arbeits.
Osenzahl deutlich hervor, weil zahıl-'‚eiche
Baufirmen die Arbeitszeit stark
verkürzt haben und andere Firmen
hrer Belegschaft unter Anrechnung
lies Tarifurlaubs den Lohn fortzahlen.
tein zahlenmäßig gesehen wurden im
Tanuar 996 Arbeitskräfte weniger beschäftigt
als im Dezember. Nach vorjichtiger
Schätzung dürften aber noch
veitere 3000 Bauarbeiter. verkürzt arjiten
oder ihren Tarifurlaub angetreen
haben.
Nach den Berichten der Arbeitsämter
;‚etzen zahlreiche vorgesehene Bauvorıaben
grüßere Erdbewegungen voraus.
lie ohne Rücksicht auf die Wetterlage
‚chon jetzt ausgeführt werden könnten.
Me halten deshalb zwecks Vermeidung
ner weiteren Arbeitslosigkeit und
ner Zusammenballung der Bauarbeiten
n den Frühjahrsmonaten die sofortige
eilweise Vergebung Öffentlicher Auf
räge für dringend notwendig.
Im Bauhandwerk haben vorwiegend
Maleryeschäfte Gehilfen freiyesetzt,
die Entwicklung des Arbeiksmark; es
»sRe
OFFENE
59000900 SLELLEN
Bram 8 De.
JUCHENDN a
IT
„NEN
die Entwicklung des Arbeiksmark}0s von Aug.ii,8 bis Jan.“
ou
[|
„».
"vB
‚UELLEN
Jahrge‘
Nr, &
Nahrungs- und Genußmittelgewerbe
In der Tabak-, Zigarren- und Zigs
rettenindustrie ist die Beschäftigungslage
sehr uneinheitlich, Eine Tabakfabrik
im Bezirk Saarbrücken nahm
noch weibliche Arbeitskräfte auf. während
im Bezirk Saarlouis eine Fabrik
für die Herstellung von Pfeifentabak
Betriebseinschränkungen vornehmem®
nußte, Eine Saarbrücker Zigaretienfabrik
mußte wegen Absatzschwierigcxeiten
die Arbeitszeit verkürzen. wähs
rend die Zigarettenindustrie im Saarouiser
Bezirk voll beschäftigt blieb.
Verschiedene Nudelfabriken im Bezirk
Saarlouis konnten durch bessere
Mehllieferungen wieder zur Vollarbeit
übergehen. während im Bezirk Saarbrücken
eine Nudelfabrik wegen ungenügender
Mehllieferung & Arbeitskräfte
entlassen hat. Ungeklärt ist die
Weitere Entwicklung der Beschäftizungslage
bei den Marmeladenfabriken
und der Saarländischen Margarine
labrik;
Chemische Industrie
Die Saarländische Zündholzfabrik ix
Saarlouis hat neben eigenen hohes
Lagerbeständen einen erheblichen Vorrat
an amerikanischen Zündhölzern 76
lagert. Die weiteren Lagermöglichkeiten‘
sind erschöpft, Der Betrieb
mußte die Arbeitszeit verkürzen und 7
Arbeitskräfte entlassen,
Kine Dachpappenfabrik forderte 16
Arbeitskräfte an, die noch nicht restlos
gestellt werden konnten, weil es sich
um Schmutzarbeiten handelt. die nicht
begehrt sind.
Bekleidungsgewerbe
In der Schuhindustrie mußten wegen
Auftrags- und Materialmangels erneut
Arbeitskräfte entlassen werden, Auch
im Schuhmacherhandwerk waren die
Entlassungen von Gehilfen zahlreicher,
Im Schneidergewerbe ist ebenfalle
nach Weihnachten ein merklicher
Rückgang der Beschäftigungslage fest
zustellen, Dieser Rückgang wirkte sich
bis jetzt nur im Rückgang der Kräfte
anforderung aus,
Textilindustrie
im Arbeitsamtsbezirk Saarbrücker
konnte die Web- und StrickwareBindustrie
nach einer Besserung der
Materialversorgung wieder zur Volk
Arbeit übergehen. Dagegen war ein Be
trieb im Arbeitsamtsbezirk Saarlouie
wegen Materialmangels nicht. im der
Lage. noch weitere Arbeitskräfte eißzustellen:
in diesem Betrieb blieber
daher verschiedene Striekmaschines
außer Betrieb,
Druck- und Vervieltältigungsgewerbe
Die Materiallieferungen und die Auf
iragseingänge unterliegen noch starkep
Schwankungen, 80 daß die Betriebe
teils zur Kurzarbeit übergehen mußten.
teils Arbeitskräfte ireigaben, Ein Saarkouiser
Großbetrieb klagt über Stockumgen
im Export. Nach Behebung des
Devisenschwierigkeiten hofft der Be
trieb. noch im Monat Februar wieder
zur Vollarbeit übergehen zu können,
Nach den Berichten der Arbeitsämter
sind inzwischen sämtliche verfügbaren
Schriftsetzer untergebracht. An Buch
druckern und Buchbindern besteht nnch
Pin geringes Tehberaugebnt