Full text : 1.1948/49 (0001)

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„Arbeit und Wohlfahrt des Saarlandes“

Jahreineg 1 Nr. 2

entsprechenden Löhnverfügungen errechneten
 Gehältern vor, Es enthält
jamit ein Prinzip, das auch Im
jeutschen Leohnrecht, insbesandere im
Zehaltssektor, verankert war. Wäh-‚end
 jcdoch im deutschen Tarifrecht
die Dienstalterszulage nicht als besdiadere
 Zulage in Erscheinung traf, wird
lie heute zu gewährende Dienstalterszulage
 als eine gesonderte Zulase zum
Gehalt gebildet. Lohrftechnisch gesehen.
 ärückt sich die DienstaltersSzuiage
 daher in Form eines Betrages
aus, der sich je nach der Dauer der
Beschäftigung prozeniual aus dem
Mindestlohn der Beschäftigungskatevorie
 errechnet. Es ist damit gewähreistet,

 daß sich bei irgendwelchen
‚ohnvereinbarungen, die den Mindest.
ohn der Kategorie beeinflussen, die
Dienstalterszulage automatisch rneV
»ildet.
In lohnrechtlicher Hinsicht ergeben
;ich für die Feststellung der Dienstılterszulagen
 insofern Schwierigkeificn,
ıls die veröffentlichten Verfügungs-;exte
 auf gewisse Bedingungen zum
3Zezuge der Dienstalterszulage hinwel-‚en.
 Danach sollen Dienstalterszulagen
sewährt werden. wenn in Lohnvereingarungen
 diese Zulagen besonders
vorgesehen bzw, aus Berufsüblichkeit
schon immer gezahlt worden sind
Weiterhin missen höhere Dienstalterszulagen,

 die in. den Voreinbarunger
enthalten sind, beibehälten werden
Es ist bekannt, daß das frühere, IY
Saarland geltende Lohnrecht, in den
Tarifordnungen nicdergelegt war. Vor
Erlaß dieser Tarifordnungen Warck
Taiiverträge in Geltung, die jedoch
Zurch einen Verwaltungsakt des ehenaligen
 Reichstreuhänders der Arbci
ı1&ch Durchführung verschiedene;
Aenderungen zu Tarilordnungen er
:Järt wurden, Der Rückgriff au
Lohnvereinbarungen. wie. ihn die
jetzigen Verfügungstexte vorseha
scheidet daher aus, da für Lohnve:
“inbarungen in dem Tarifordnungs
recht kein Raum war. .
Die Grundlage zur Gewährung dr
Dienstalterszulage ergibt sich im Saaı
and daher aus dem Gewohnhel:
recht. Die in den Lohnordnungen fes
selcuten Gehälter waren berufsalter
cr lebensaltersgestaffelt, Mit dies
Aufstaffelung wurde zweifelsohne ı
Berufserfahrung abgegolten, die sı
zus den abgeleisteten Berufs- o7
Dienstjahren ergab. Die Verbindu
oder der Rückgriff in das früh:
Tarifrecht, liegen daher vor.
Nach dem französischen Lohnre:
zoll die Dienstalterszulage grundsä
lich nur die im Betrieb abgeleist
Eeschäftigungszeit abgelten, wı
nicht in — französischen — Lohn
:znbarungen für die Arbeitnechrn:
andere, günstigere Bestimmungen €
halten sind, oder die Berufsüblicht
8 vorschreibt, daß die Zulage n
anderen Gesichtspunkten zu gsew
ven ist. Der Geseizgeber hat jed
mehrfach in klar erkennbarer Fr
ausgedrückt, daß den saarliüindisce
Arbeitnehmern aus der Anwend
dey französischen Lohnrechts
Schaden entstehen sollte, In der
xis sind daher in all den Fällen
as frühere Lohnrecht berufslebensaltersgesiaffelte
 Gehälter
schrieb, heute die Diensalierszti
nach den im Berufe verbrachten .
ten zu berechnen.
Diese Anwendungsform entspt
der Billigkeit und ist für die Arb
geher nicht zu belastend, da die Wı
rend der Borulsausübung gsesam”
ten Erfahrungen und Kenntnisse
Belangen des Arbeitgebers - dien p
gemacht werden, gleichgültie, wo
Wann diese Kenntnisse erworben ?
den. Hiermit entscheidet sich auch
Frage, ob’ die Beschäftigungszeit.
m einem Betrieb für kürzere %
längere Zeit unterbrochen wurde. | des
neu beginnende Dienstzeit zu betr die
icn ist, in dem Sinne, daß unabi# Vers
gig von einer Unterbrechung ‘Auf
Dienstzeit im gleichen Betrieb ip! zeine
dem Falle das Berufsalter die Gr legte
lage zur Errechnung der Dienstal# der
ulage bildet. hach
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Die Zahl der Arbeitsuchenden und der offenen Stellen
nach Arbeitsamtsbezirken und Berufsgrupnen Ende Dezember 1948. #

A) nach Arbeitsamtsbezirken

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| Arbeitsuchende [ Davon arbeitslos [iene Stechen

Arbeimsamitiabezircke

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EC | = fineeoe

a =.
a Ss
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SB 7 dinseges

5 | . =
3 &
= =
=

Saarbrücken EEE.” 467 3 WE 247 344
Neunkirchen ST 486 1 E44 VO | 54
Saarlouis 443 5797 O2 308 56
St. Ingbert 15 763 | 673 248 | 35
Wadern 15 15 120 45 3 <
a - Mr eilt A br Wk  Ü
zusammen am 31. 12.487 5 6ARL N SB 112206 1 2573 | 2412 | SON y Auf | 5
Ende Navember 1948- | 6866 | 6218 [13048 ] 291 | 3278 | 6169 [287 | 5»

b) nach Berufsgruppen

Landv/. Berufe
Forstw. Berufe
Bergleute
Steinarbeiter
Metallarhbeiter
5pielwarenarbeiter
Dhemiearbeitert '
Gummiarbeiter „3
Fextilarbeiter (a
Papierarbeiter 10)
Lederarbeiter 1
Holzarbeiter {12)
Nahrungs- u, Genußmittelarb,
 ;‚ u 215 3 245 82 : 1M ]
Bekleidungsarp.: . .. (4) 126 267 493 57. 107
Friseure & a5) 6 F 9% 161 24: 54,
Bauarbeiter an 474 = FA 104 m}
Graph, Berufe - 87-8 0.38 1. 447 SQ © 22 1.
Aeinigungs- und
Desinfektionsar b. as) 14 15 29 18
Zühnen- u, Filmarb.‘ dA9) x u 2 v - -
Gaststättenar ‘© 20) 78 1- 182 60 {= 181 9.1 2.97
Verkehrsarb, {21) 492 145 627 190 j 169? 259
'inusgehilien (22) 14 1196 120 10 500 510
zilfsarbeiter (23) 990 944 | 1844 |” 285 464 749
Maschinisten w. Meizer (24) 79 3 „82, 43 -
Kaufmännische ; .
und Eüroberufe @3) 1494 ‚103 | 2507 ' 732 | ar
Techniker {26) 248 16 264 | 133 5
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