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Zweifel, daB von dieser Eignung her,
von der inneren und äußeren Harmonie
zwischen Arbeitsforderung und Leiatungsfähigkeit
 ein Gefühl der Befriedizung
 und Freude an der Tätigkeit bei
den Arbeitenden selbst entstehen müßte.
30 selbstverständlich dies eigentlich
xJingt, so wenig hat man trotzdem in
der Vergangenheit im großen danach
yehandelt. Erst die junge Forschung
ler Arbeitswissenschaft, die segenstfeiche
 Tätigkeit der Berufsberatung und
Arbeitsvermittlung, und der zeitweise
starke Mangel oder Ueberschuß an Ar-Jeitskräften
 lenken die Aufmerksamkeit
mehr und mehr auf diese Zusammenhänge
 und versuchen ihnen Geltung zu
verschaffen.
Daß zur: Verwirklichung all dieser
Ziele die frühere Arbeitspflicht
and der Arbeitseinsatz einen
yroßen Zeitverlust gebracht, und,
im ganzen gesehen, geschadet
haben, steht heute fest. Mit dem Arbeitseinsatz
 wurde die nahezu freie Berufs-
 und Arbeitsplatzwahl beseitigt, die
materielle Arbeitslosenhilfe vernachlässaigt,
 und den Arbeitsämtern Aufgaben
übertragen, die denen der Polizei ähnel-;en.
 aber nicht zu den ursprünglich ge-Jachten
 Funktionen einer Einrichtung
yehörten, die ganzim Dienstedes
Menschen und der Wirtschaft
zu stehen hat. Mit Wehmut sahen damals
 alte Pioniere der Arheitsvermittlung
 ein Werk zugrunde gehen, um deszen
 Errichtung sie jahrezehntelang gerungen
 und mitgewirkt hatten. Gewiß,
wir haben heute wieder Arheitsämter,
lie sich bemühen, die freie Arbeitsvermittlung
 wieder auf den einstmals
hohen Stand zu bringen, Sie sehen
auch ihre Aufgaben richtig und steuern
uanbeirrt dem großen sozial- und wirtschaftspolitischen
 Ziele zu, und sechließlich
 werden sie auch das einstmals
hohe Vertrauen der Arbeitnehmer und
Arbeitgeber wieder völlig zurückgewin.
nen. Allein von der ideellen Unterstützung
 aller Arbeitgeber und Arbeitnehmer
 wird es abhängen, die Aufgaben
so zu erfüllen. daß dem großen Heer
der Erwerbsbehinderten ihre noch veraliebene
 Arbeitskraft erhalten und mügichst
 gesteigert wird, daß mehr individuell
 auf ihr Leistungsvermögen und
berufliches Können eingegangen und
jedem sein Arbeitsplatz gegehen werlen
 kann. .
Wer für Erwerbshehinderte, für ältere
Angestellte und ältere Arbeiter geeignete
 Arbeitsplätze mit vollarbeitsfähigen
Menschen besetzt, an denen wir auch
zurzeit wieder einen Mangel haben, verschwendet
 höchstes Kapital und ver-‘jjert
 jedes Recht, die Herabsetzung der
Sozialbeiträge zu fordern,
Man mißverstehe mich nicht: niemand
fordert, ungeeignete Arbeitskräfte einzustellen,
 Die Arbeitsvermittlung hat
erst die Eignung und — bei gleicher
Eignung der Bewerber — die sozialen
 Gesichtspunkte zu berücksichtigen,
Die letzte Entscheidung hei
ler Auswahl der einzustellenden Arbeitskräfte
 liegt stets beim Einstellungsbetrieb;
 aber die Beurteilung
über die Eignung einer Arbeitskraft
Jarf nicht oberflächlich geschehen; eher
3ollte man eine Probezeit vereinbaren.
Ich muß es jedenfalls ahlehnen,
Arbeitskräfte in das Saarland holen zu
masen, so lanyoa der BReweig erhracht

„Arbeit und Wohlfahrt des Saarlandes“

Jahrgang 1 Nr. 11
Lohnausfall und macht monatlich Tau
sende von Anträgen auf Arbeitslosen
unterstützung ilusorisch.
Man hört oft den Einwand: „Das hart
sich früher alles von selbst geregelt,
wer arbeiten will, findet immer Gelegenheit.“
 Ja — das war zu Großvaters
 Zeiten so. In unserer modernen
Verkehrswirtschaft zählen wir heute
nahezu 700 Lern- und Anlernberufe,
mehr als 5000 Arbeitsverrichtunger
und viele Tausende von Betrieben in
ainem zwar kleinen aber immerhin 2 50€
ıkm umfassenden Raum. Wie kann da
ler einzelne noch einen einigermaßer
klaren Ueberblick über Berufsaussichter
and Beschäftigungsmöglichkeiten fin.
den, Oder soll er von Betrieb zu Be
trieb wandern und Umschau nach einem
Arbeitsplatz halten? Warum betrachtet
man die Regelung des Geld-, oder
Warenmarktes.als eine Selbstverständlichkeit
 und nicht die des Arbeitsmark:
tes? Dabei ist das noch ein schlechte:

vird, daß bei Sorgfältiger Auswahl und
\nsetzung der noch vorhandenen Erverbsbehinderten,
 oder bei einem
Arbeitsplatzaustausch innerhalb eines
3etriebes, vorübergehende Lücken in
ler Belegschaft geschlossen werden
sönnen.
Wenn ich so der Arbeitsvermittlung
las Wort rede, dann auch aus finan-‚ielIlen
 Gründen. Sie verhütet durch
len Nachweis von Arbeit die Zahlung
zon Unterstüzungen an Arbeitslose in
:inem Maße, das leider nur wenig bezannt
 ist: Schon allein die Tatsache,
laß bei Betriebseinschränkungen, die
mmer vorkommen, den freiwerdenden
Arbeitskräften in der Regel schon vor
\bleistung ihrer letzten‘ Schicht die
1euen Arbeitsplätze nachgewiesen
verden und somit die Betroffenen das
Arbeitsamt oft gar nicht erst aufzuuchen
 brauchen, beweist. wie wirksam
liese Art der Arbeitslosenhilfe ist. Sie
schützt zugleich die Betroffenen vor

Die Zahl der Beschäftigten (Arbeitnehmer) Ende September 1949
aufgegliedert nach Wirtschaftszweigen

- Beschäftigte mit Wohnsitz im Saarland

‘ Beschäftigte
mit Wohnsitz
außerhalb de:
Ssarlandes

Wirtschaftszweige

-- m 16
G 10. S
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g 825 © BES 3 858
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SS Ss Bel! £& |" 80

N
oO
=
3
a

.andwirtschaft 2233 — 40 1204 —- 9 3437— 31 15
rorstwirtschaft 776 + 6 188 - 1 964 + 5 85 4
3ergbau 68081 + 387 695 38 69776 + 379 3070 —
3austoffindustrie 3059 + 221 98 zZ 3357 - 223 71 —
zeram. Industrie 2394 — 269 R5E 83 3253 - 357. 68 12
Alasindustrie 538 — 126 1RA 9 . 762 135 2 —
'ndustrie der Steine
und Erden 53991 — 174
Zisenerzug Industrie 30436 -
Zisen-, Metallw.-Hersteilung
 - 8244 + 267
A4aschinenkessel- 14068 + 233
App--Bau
Slektrotechn, Ind. 3077 + 29
Feinmechan. Ind, 663 + S
"vererk. Angustzie 56488 +— 501 °"7%7 — 13 60235 4 488 1585
Chemische Industr. 857 — 451 + 14 1308 + 10
Cextil-Industrie 188 — 5 747 + 20 935 + 15 -
>apier-Industrie 257 — 2 256 + 13 513 + 11 2
3raph. Gewerbe 1190 + 4 639 — 2 1829 + 2 1
„eder-Industrie 499 + 13 .202 — 1 701 + 12 16
Xautschuk-, Asbest-Industrie
 _ 222 — 9 2.27 + 7 ‚249 — 2
[olz- und Sechnitz- e )
stoffgewerbe 7275 + 112 699 + 32 7974 + 144
;pielwarenindustrie 50 _ 4 + 5 64 . 5
Tahr,- und Genußmittelindustrie
 4943 + 32 1814 + 143 6757 + 175 25
3ekleidungsgewerbe 2105 — 17 4797 + 160 6902 + . 143 76
aewerbe Pauneben- 99701 + 661 654 + 8 23355 + 669 1415
Vasser-, Gas-,
Elektr.-Versorg. 3706 + 31 172 + 2 3878 + 33 32
tandel-, Bank-,
Börsen-Versich, 11563 + 90 9539 + 91 21102 + 181 23
>ost . 1993 + 2 789 + 27 2782 + 9 4
lsenbahn 10407 — 27 261 4 10868 — 31 156
Jebr, Verkebrsw. 2738 — * 25 m > 2912 — 28 10
Verkehrswesen 15132 — 50 8562 — 50 170
jaststättengewerbe 541° + . 210 5 1751 + 46 3 i
7erw.„, Bild., Erz. 10866 — 49 14559 -.1 15425 — 160 25 2
70lks- und Gesund- -
heitspflege 2142 — — 3938 + 38 6080 + 38 4 16€
*heater, Musik, Film 603 + 2 404 + 3 1007 + 5 — —
Xäusl. Dienste 0— 1 9047 + 96 9066 + 9 — 15
Virtschaftszw 76 .1e 497 A490 42 748 + 455 967182 + 1944 6835 199

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