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„Arbeit und Wohlfahrt des Saarlandes”
Jahrgang 1 Ne. 8
Flaschen, welche derartige Mängel
zeigen, bedeuten eine erhebliche Gekahr
für die Benutzer und darüber
hinaus für die Allgemeinheit, Um die
Mascheneigentümer vor Schäden zu
vewahren, wird davor gewarnt,
$ahlflaschen unsachgemäß zu behan-%elin
oder ungeprüfte, nicht zugelessene
Stahlflaschen zu verwenden.
Jelspuren an Sauerstoff-Flaschen ver
ursachen Schwere Explosionen.
© Die Eichverwaltung teilt mit:
Sämtliche für das Staatliche Eichamt
bestimmte Post ist ab sofort nicht
sach Saarbrücken 3, Rosenstraße 5,
sondern an das Eichamt in Saar->rücken
1, Sauerwiesweg Nr. 1, zu
ıdressieren.
Ks ist nicht leicht, sich darüber
Rachenschaft zu geben, ob. der Präst
lent durch seine beruhigenden Worte
nur verhindern will. daß das um sieh
zreifende Mißtrauen die Krise beschleunigen
und verschärfen oder ob er die
Lage tatsächlich für ungefährlich hält,
Es kann als sicher gelten. daß M,
Truman vor allem in der Durchführung
les Marshallplans. der Verwirklichung
les „Vierten Punktes“ (Hilfe für die
wirtschaftlich rückständigen Gebiete),
ler Fortsetzung der militärischen
Rüstungen die Gewähr für ein verhält
ıismäßig hohes Niveau der Beschäftizung
sieht. In diesem Sinne ist auch
ine Rede seines wirtschaftlichen Be-‚aters
Dr. Nourse zu verstehen, der vor
Offizieren erklärte, die Vereinigten
Staaten müssen durch öffentliche Ardeiten
ihre Wirtschaft in Gang halten,
was aber nicht bedeute. daß die Regierung
die Rüstungen weitertreiben
werde, als es die militärische und noli
riache Larme erfoarderr
Aus dem * ı:eland
b
Ar Wirtschaftskrise?
Die zunehmende Schrumpfung des
ımerikanischen Wirtschaftslebens, die
a der zunehmenden Arbeitslosigkeit,
ger Häufung der Bankrotte und dem
äckgang der Geschäftstätigkeit und
ler Produktion ihren Ausdruck findet,
hat mit den schweren Verlusten. die
lie Besitzer von Aktien und Industriewerten
am 13. Juni auf der New Yorker
Börse erlitten haben, einen vorläufigen
Höhepunkt erreicht. Der brutale Sturz
ter Wertpapiere, der eine Milliarde Dokar
ausmacht. hat eine Katastrophenstimmung
ausgelöst. Von allen Seiten
wurden Stimmen laut. die Sofortmaßaahmen
zur Verhinderung einer unge-38uerlichen
Wirtschaftskrise forderten,
Die republikanische Partei hat ein
Programm für Notstandsarbeiten auszearbeitet.
Ihre Wortführer haben sich
a pessimistischen Kundgebungen an die
Deffentlichkeit gewandt und zu verstehen
gegeben, daß sie die Krise nicht
mehr als eine Drohung für die Zukunft,
sondern . als eine bestehende Tatsache
ansehen. Selbstverständlich beschulligten
sie die Demokratische Partei,
durch ihre Wirtschaftspolitik diesen
Zustanm herenreearnfon zu haben.
sönlich das Wort ergriffen, um der
Krisenstimmung Einhalt zu gebieten,
In seimer letzten Pressekonferenz er:
<Järte der Präsident, er werde dem:
ıächst dem Kongreß eine Botschaft zur
Trage der Arbeitslosigkeit zukommen
assen, betrachte die Lage auf diesem
Sebiet jedoch nicht als kritisch.
© 0.9 s &
Die Tätigkeit der lAO
Mangel an Facharbeiiern und Technikern in aher Wer == Zinihruns eines
aarantierten Grundiohnes geplant
Aus dem dritten, den vereinigten
Vationen vorgelegten Jahresbericht
jer internationalen Arbeitsorganisaion,
die sich auf deren Tätigkeit von
April 1948 bis Februar 1949 bezieht,
ind während der nächsten UNO-Voll-‚ersammlung
im Herbst geprüft wird,
zeht hervor, daß der Mangel an Fach.
wbeitern und Technikern, sowohl ir
ıationalen als auch im internationaler
lahmen die wirtschaftliche Entwick
ung und den Wiederaufbau hemmt
Die IAO hat daher ihr Tätigkeits-»ereich,
das sich bisher nur auf die
\ufstellung internationaler Arbeits.
‚Oormen beschränkte, erweitert, und ein
\ktionsprogramm ausgearbeitet, das
We Organisierung von Arbeitsämtern.
We Berufsausbildung und einer
\usgleich des internationalen Arbeits
narktes durch Ueberstellung von Arcräften
aus Ueberschuß- nach Mangel
jebieten vorsieht. Damit will die IAQ
Heichzeitig auch den Regierungen, die
nfolge sozialer Umwälzungen in ihrer
-ändern neue Arbeitsbedingungen und
ine entsprechende Gesetzgebung
schaffen müssen. ihre Aufgabe ereichtern.
Des weiteren. beschäftigt sich die
IAO mit der. Ausarbeitung eines allgemeingültigen
.Statuts, das die Arbeitsbedingungen
für Frauen und
Jugendliche festlegt und ihnen Schutz
gegen ungerechte Behandlung ge
währen soll
Kanada und fünf europäische Staaten
brauchen ausländische Arbeiter
Auf eine Anfrage des Internationa
len Arbeitsamtes, das sich, ebenso wie
die Internationale Arbeitsorganisation
mit dem Problem der Immigratior
beschäftigt, bezüglich des Bedarfs ar
ausländischen Arbeitskräften haber
insgesamt 22 Länder geantwortet
Kanada hat bekanntgegeben, daß ee
in -diesem Jahre ungefähr 125 00€
ausländische Arbeitskräfte brauche
Unter den im vergangenen Jahr ein
zewanderten Arbeitskräften befanden
sich 46 000 englischer Herkunft, 13 800
Sind Polen, 10000 Ruthenen. 9400
Israeliten und 7400 kamen aus den
Vereinigten Staaten. Unter den fünf
zuropäischen Staaten, die positiv geantwortet
haben, steht an erster Stelle
Frankreich, welches seinen Bedarf an
awländisch. Arbeitskräften auf 85 000
Arbeiter für Dauerstellungen und
30 000 für Saisonarbeit schätzt. Großbritannien
braucht 13 000, Beigien
3000, Schweden 1600. Die Schweiz
etet 9000 Dauerstellungen und 26 008
Stellungen für Saisonarbeit. Neusee:
and braucht etwa 1100 ausländische
Arbeitskräfte, zieht aber die engläscher
Herkunft vor. 11 Länder haven
negativ geantwortet, während
Kolumbien, Irland, Norwegen und die
Südafrikanische Union die geforder
len Auskünfte nicht geben konnten.
Andereiseuzs ul der Fräsident der
Automobilarbeitergewerkschaft. Walter
Reuther, einer der prominentesten Fühter
des C.I.O., die Einberufung einer
Konferenz von Vertretern der Unteraehmer.
der Arbeiter und der Regie-’ung
gefordert, um sofortige Maßnahnen
gegen die wachsende Arbeitslnsigzeit
zu treffen. Zum erstenmal hört
nan in Gewerkschaftskreisen Drohunzen
gegen die Demokraten, Eine füh-‚ende
Persönlichkeit der Arbeiterdewegung
erklärte kürzlich, daß die
Gewerkschaften bereit wären. die
Republikaner zu unterstützen. wenn die
Demokraten den Forderungen der
Arbeiterschaft nicht Rechnung tragen,
3ewiß sind solche Drohungen nicht
arnst zu Behmen. aber sie beweisen,
laß die wirtschaftliche Unsicherheit zur
herrüttung des politischen Systems
’°üihren kann
In dem Jahresbericht werden auck
"ragen bezüglich der Löhne, der Ver
)andsfreiheit, der Beziehungen zwihen
Arbeitgeber und Arbeitnehmer.
ler Sozialversicherung usw., behanlelt.
Es wird dabei besonders hervorzehoben,
daß dem Problem de
ärundiohnes, und dem Prinzip der
tollektiven Lohnabmachungen, besonlere
Aufmerksamkeit geschenkt wer
len. Die Einführung eines garantieren
Grumdiohnes — die noch wenig
'erbreitet ist — werde mehr und
nehr von den Gewerkschaften geordert,
da es eines der Mittel ist, die
len Arbeitnehmern größere Einkomnenssicherheit
bietet.
Während ın deı Veffentlichkeit die
Inruhe fast die Ausmaße einer Panik
annimmt, bemühen sieh die offiziellen
Mellen, die Gemüter zu beruhigen und
He Krise als eine vorübergehende Erscheinung
hinzustellen, die im keiner
Weise mit der großen Krise 1929 zu
rergleichen sei. Nach den optimisti-‚chen
Erklärungen verschiedener Funk-40Däre
hat nun Präsident Truman msBer-Herauszeber:
Ministerium für Arbeit und Wohlfahrt, Saarbrücken 1, Alieestraße 15. Telefon al 7l, Apparat 12. — Post-Verlag
Volkes m 1% Saarbrücken. — Verantwortriener set eff( et EE Pa Ernst Klaas, — Druck: Druck u
Verlag „Volksstimme‘ G. m. b. H, Saarbrücken 3, Schützenstraße, Telefon 9855 u. 302. — Anzeigenverwaltung: Werbe
om E, Gebauer, Saarbrücken 3, Richard-Wagner-Straße 3, — Telefon 408. Er Scheinungsweise: einmal monatlich. —
Bezugspreis: %.— Wra. mnnnatlich zwzügl. PostzusteHgehähr. — Anuszugsweiser Abdruck nur mit Quellenangabe gestattet