Full text : 1.1948/49 (0001)

Seite 112

„Arbeit und Wohlfahrt des Saarlandes“

Bau- und Baunebengewerbe beläuft
sich auf rd. 500 Fach- und rd. 400
Hiülfsarbeiter.
im Bezirk Saarlouis werden für die
Bauarbeiten an dem Geschäftsblock in
der Französischen Straße noch 50
Fach- und 100 Hilfsarbeiter benötigt,
Der Wiederaufbau der Büroräume
jer Kreisverkehrsbetriebe, des Mäd-»henerziehungsheimes
 in Vaudrevange
und die Arbeiten an der Taubstummen-Anstalt
 in Lebach sorgten für
eine weitere Belebung der Bauwirtschaft
 im Saarlouiser Bezirk-Das
 Arbeitsamt St. Ingbert meldet.
daß den Anforderungen an Hilfsarbeijern
 durchweg enisprochen werden
konnte. Jedoch wurde beobachtet,
daß zahlreiche Betriebe die Einstelkıng
 der Hilfskräfte von der Bereitstellung
 von Facharbeitern abhängig
machen. Für die anlaufenden Kabelverlegungsarbeiten,
 Straßeninstandjetzungen
 und für den Bau der Gasjeitung
 von Ensheim nach Saargemünd
 wurde ein weiterer Kräftebedarf
 angemeldet.

schiedenen Verwaltungen brachte eine
weitere Belastung für den Angestellten-Sektor,

Schwerbeschädigten- Vermittlung:
Im vergangenen Monat konnten insgesamt
 70 Schwerbeschädigte in Arbeit
 vermittelt werden. Durch intenmve
 Betriebsprüfungen war es möglich,
 ungefähr 50 Arbeitsplätze für
Schwerbeschädigte freizumachen, deren
3Zesetzung Zug um Zug im Monat
Juli erfolgen wird.
Arbeitsvermittiung
für Frauen und Mädchen
Die Zahl der beschäftigten Frauer
%t in allen Bezirken, mit Ausnahme
\m Bezirk Saarlouis, zurückgegangen
Den größten Anteil in dieser rück-'äufigen
 Bewegung trägt das Gast-;tättengewerbe.
 Es wurden vorwiezend
 verheiratete Berufsangehörige
a1ntlassen, deren anderweitige Unteraringung
 schwierig ist.
In der Textil- und Bekleidungsin-Justrie
 waren infolge von Absatzschwierigkeiten
 die Vermittlungsmöglichkeiten
 gering, während in der
Lederindusirie Neueinstellungen erfolgten.

Die Möbelfabrik Geißler, Eiweiler,
war weiterhin für weibliche Arbeitskräfte
 aufnahmefähig.

Angestelten- Vermittlung:
Für kaufmännische und technische
Angestellte bestanden auch im Juni
Aaur geringe Unterbringungsmöglichkeiten.
 Der Personalabbau bei ver-Die

 Zahl der Beschäftigten (Arbeitnehmer) Ende Juni 1949
aufgegliedert nach Arbeitsamtsbezirken und Berufsgruppen
a) nach Arbeitsamtsbezirken

Beschäftigte mit Wohnsitz im Saarland

Beschäftigte
mit Wohnsitz
außerhalb ges
Saarlander:

Arbeitsamtsbezirke

ex
©
S
Ss

- 0C0.—
gegen.
über
dem
Vorm

+ 0d.—
zegenüber

dem
Vorm

+ o0d.—
zegenäber

em
Kipa

»
3

Saarbrücken 83 333
Neunkirchen 48 891
5aar:ouis 45 #80
5t Ingbert 27 975
Wadern 598
—. ah EEE DC —
Arbeitsamisbezirke zus 123007 | +

b) nach Berufsemmnen

Lanadw. Berute €» | 2649|
Forstw. Berufe 2 ol
Bergjeute = 48 577
Steinarbeiter \ 2532.
Meiallarbeiter 5» . 51025
Spie)warenarb .iter -. | 21
Chemikearbeiter ” X
3ummarbeıter % Wr
Fextilarberter „%
Papıerarbeiter 6)
Lederarbeıter m,
Holzarpeiter ü2”
Naluss is 0 Genußmittelarb

Bektisidunesa:D
Fris. u. Körperpfl.-Ber.
Bauarbeiter
Sraph Berufe
Zeinigungs- und
Desinfektionsarb.
Bühnen- u. Filmarb.
saststättenarb
Verkehrsarb.
Aausgehilfenr
3ilfsarbeiter
Maschinisten u. Beizer
Kaufmännische
ung Büroberutfe
ingenieure u. Techniker
Sonstupge Berufe a
Arbeitskräfte
nhne festen. Beruf n.

- 8
— 34
+75
+
- x
5%

710
ds

+

2759
"36
8%
09
125
21
”
be
145
422
“ 934
53: 285

B

%
4

%
4
%

X

-
-

}
+ 15
} 165

49
9

3
+

+ 1
+ 18
+ 218

- 6
+
+ 2
+ 12
+ 13

eb) 33l 5087; 76
"4 135° 6777 + 99
+ 0 213 + 3
+ 131% +12
107) 4 32

E)
73
1 007

47
39
7

40
E
KA
'si
4 60
v3
E

x

nn

4
*o

2
2
19

+
32
99
D

/6
101
A
£

Tu!

"nn

‚be
5 381

3,

6
4
Pr

——————— — SE
Berufsgruppen av m m. 2101714 1751 48007 | — 36212610541 uw 1/069 } 22

Jahrgang 1 Nr. 8

Die Schneiderwerke, St. Ingbert
haben mit 20 Frauen einen ‘neuer
Lehrgang zur Ausbildung von Schwei.
Bßerinnen begonnen.
Gute Vermittlungsmöglichkeiten be.
standen im Neunkircher Bezirk fin
Gesellinnen des Friseurhandwerks.

In der Hauswirtschaft war die Lage
unverändert; 32 Mädchen haben
Haushaliungsstellen in Frankreich
angenommen.

Anspruch auf Kindergeld einer
versich r-u»acpflichlig beschäfligie
Ehefrau
Nach 8 1606 BGB ist in der Rege
der Vater in erster Linie gegenübe:
seinen Kindern unterhaltspflichtig
Kann er dieser Pflicht nachkommen
so entfällt die Unterhaltspflicht de:
übrigen Verwandten des Kindes.
Der Anspruch auf Kindergeld häng
grundsätzlich davon ab, ob eine ge
zsefzliche Unterhaltspflicht des An
iragstellers gegenüber dem Kinde vor.
liegt. Eine versicherungspflichtig be
schäftigite Ehefrau hat daher au
Grund ihres Beschäftigungsverhälthisses
 nur dann Anspruch auf Kinder
geld, wenn der Vater nicht zur Gewährung
 des Unterhalts in der Lag
ist

Ergebnisse
der britischen Sozialversicherung
Das National Health Scheme — di
von der Labourregierungy im Geiste de:
Beveridgeplans eingeführt, die gesamte
Bevölkerung umfassende Sozialversiche
rung — feiert in diesen Tagen ihrer
ersten Geburtstag. Aus diesem Anlak
wurde eine erste Statistik über die Kr
eiIrniSsse des Geharungsjahres veröffent.
Heht

45500000 Kranke nalımen Konsulta
tionen bei 18636 Aerzten und 937
Dentisten, die der Sozialversicherung
angeschlossen sind, 5828640 Brillen
4932 000 Zahnprothesen (darunter zwe
Mill. Gebißeinlagen), 3228 Beinprothe
sen, und unzählige ärztliche Beratungen
Operationen aller Art, wie Entfernung
der Mandeln und des Blinddarms usw.
für die keine yenaue Zählung vorliegt
stehen auf dem Aktivkonto der Sozial
versicherung. Die Kosten belaufen siel
für die gesamte Bevölkerung aw
8.5 Pence (0,17 Dollar) wöchentlich. Al
Gegenleistung hat jeder Engländer An
Spruch auf unentgeltliche ärziliche Hilf
in allen Krankheitsfällen, vom Schnup
fen bis zu den schwersten chirurgischen
Interventionen, auch für psychiatrischr
und neurologische Erkrankungen, Für
die Aerzteschaft bedeutet die new
Sozialversicherung eine jährliehe Ein
nahme von 45 Millionen Pfund, yoga
28 Millienen Pfund im Jahre 1898

Berichtigung
In dem Artikel „Das heutige Ur
laubsrecht“ in Nr. 2 ist auf Seite 2!
3. Spalte, 8. Zeile, vor der Abkürzun:
„usw. hinzuzufügen — Im Beruf
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.