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‚Arbeit und Wohlfahrt des Saarlandes:
Jahrgang 1 Nr. 8
Arbeit "nd Arbeitsvermittlung
Die Lage auf dem Arbeitsmarkt hat
bich, insgesamt gesehen, leicht gebessert.
Die Zahl der beschäftigten männlichen
Arbeitnehmer ist um 175 auf
213017 gestiegen, während die Zahl
der Frauen und Mädchen um 362 auf
18 037 gesunken ist. Ein Mehr an Beschäftigten
weist der Bergbau mit
39. das Baugewerbe mit 4839, die Papierindustrie
mit 60 und die Glasindustrie
mit 20 auf. Dagegen ist die
Zahl der Beschäftigten in der Hüttenindustrie,
in der Landwirtschaft, bei
der Eisenbahn und in fast allen Zwei“
gen der Verwaltung zurückgegangen
Die Entwicklung in den einzelnen
Arbeitsamtsbezirken war wieder sehr
unterschiedlich. So ist in den Bezirken
Saarlouis, St. Ingbert und Wadern die
Zahl der in Arbeit stehenden Männer
um 278 gestiegen. während sie in den
Bezirken Saarbrücken und Neunkirsen
um 103 gesunken ist.
Das starke Absinken der weiblichen
Beschäftigtenzahl ist in der Hauptsache
auf den Rückgang der Beschäfigungsmöglichkeiten
in der Hauswirtichaft
und im Gaststättengewerbe zurückzuführen-
beitrug am Ende des Berichtsmonats
1824, das sind 141 mehr als
im Vormonat. Fast 50 Prozent der
offenen Stellen entfallen auf das Bauınd
Baunebengewerbe. Das Stellenangebot
für Frauen ist von 626 auf
563 zurückgegangen.
Im Berichtsmonat wurden 3255
Vlänner und 956 Frauen in Arbeits-;tellen
vermittelt. Davon wurden dem
3au- und Baunebengewerbe I 463
<räfte zugewiesen. Die Zahl der
Grenzgänger, das sind Arbeitnehmer
die außerhalb des Saarlandes, vorwiegend
in Lothringen, arbeiten, is
bei den Männern von 5853 auf 607%
gestiegen, bei den Frauen von 244 au!
233 gesunken.
Bei den Saargängern — Arbeit.
nehmer, deren Wohnsitz außerhalb de:
Saarlandes liegt — ist. die Gesamt
zahl von 7970 auf 7281 zurückgegangen.
Diese Veränderung ist im
wesentlichen auf die Eingliederung
der Gemeinde Kirrberg zurückzir
fihren.
Die Lage in den einzelnen Wirtschaftszweigen
und Berufsgruppen
Landwirtschaft:
Im Laufe des Monats haben 897 Areitskräfte
die Arbeit in der Landwirtschaft
aufgenommen, während
ı10ch 241 offene Stellen unbesetzt
lieben.
Forstwirtschaft:
Im Bezirk Saarbrücken wurden für
das Schlagen einer Kahlfläche für den
geplanten Bau der Starkstromleitung
Kraftwerk Fenne-Weiherzentrale lavfend
Arbeitskräfte angefordert.
Wegen Erschöpfung der Geldmitte:
konnten die notwendigen Aufforstungsarbeiten
in den Bezirken Homburz
und Wadern nicht durchgeführt werden.
Die Arbeitsämter berichten von
per Abneigung gegen die Arbeitsaufzahme
in der Landwirtschaft. In
snigen Bezirken wird sogar eine Abwanderung
von Arbeitskräften in andere
Wirtschaftszweige beobachtet.
Aus Lothringen wurde ein erhöhter
Bedarf an landwirtschaftlichen Arbeitskräften
gemeldet.
Die Entwicklung des Arbeitsmarktes in der Zeit
von Januar hc Fnmi 1949
An Arbeitslosen wurden Ende Juni
gezählt: 4283 Männer gegenüber 4359
Ende Mai und 2 438 Frauen gegenüber
2439 Ende Mai,
Die Zahl der offenen Stellen für
Bergbau:
Im Berichtsmonat wurden von ‚der
Saargruben vornehmlich die au
Kriegsgefangenschaft zurückgekehrter
ehemaligen Belegschaftsmitglieder ein
gestellt. Die lothringischen Gruber
waren nach wie vor für jüngere saarändische
Arbeitskräfte aufnahme-‘ahig.
Im Juni konnten insgesamt 208
Bergleute nach Lothringen vermittel
wverden.
Jan,
"Daft
r
März | April Mai | Juni
1048 1949 | 1948 i 1849
aa
Industrie der Steine ung Erden:
Die Kalkwerke im Bezirk Saar
drücken sind gut beschäftigt; sie haben
noch einen Bedarf an Arbeits
kräften.
In der Baustoffindustrie veranlaßtı
der Auftragsmangel verschiedene Be
triebe, Arbeitskräfte freizustellen ode,
vorsorglich zu kündigen und zum Ter
ihre Produktion auf Vorrat zu lagern
Die Ziegelei Müller in Wellesweiler
beabsichtigt, in Kürze ihre Produktior
aufzunehmen, nachdem . der durch
Kriegseinwirkung zerstörte Betriek
wieder aufgebaut wurde, Sie fordertr
>ereits 12 Arbeitskräfte an. Mit der
Zinstellung von 20 weiteren Kräfter
St zu rechnen. Das Thomas-Schlackerr
mahlwerk in Lautzkirchen hat div
Herstellung von Thomasmehl wieder
aufgenommen und stellte 6 Arbeite
kräfte ein.
Ungedeckter Kräftebedarf männl. 1859 689
offene Stellen) weibl. 627 661
am Ende des Monats insges. 2486 2350
MS 1666 1683 1824
641 700 62% 56
2149 2266 2309 2387
vermittelte Arbeitskräfte männl 3766 3285 3351 2381 3452 3955
m Laufe des Monats weibl. 9857 1733 903 7 1098 956
insges. 47583 1418 1944 0 4550 4211
Arbeitssuchende männl. 7237 7751 7740 7294 7473 7117
m Laufe des Monats weibl. 5662 5518 52M “417 7 3905
insges. 12899 13269 19044 19311 ‘102
Davon männl. 3181 3495 38583 3897 4350 4283
wrbeitsios weibl. 3121 2751 2634 2210 2439 9438
insges. 6% 6249 6492 6107 6798 6721
Beschäftigte Arbeitnehmer männl. 214 793 213 360 213 326 212455 212842 213 017
mit Wohnsitz im Saarland weibl. 48519 48689 48353 48388 48399 480387
insges. 9263312 262049 261 679 260 743 261 241 261 054
davon außerhalb des männl. 5450 5324 5465 5477 5853 6077
Saarlandes beschäftigt weibl. 197 214 217 216 244 23
Grenzeänger Insges. 5056 573 5682 56933 6097 6310
3eschäftigte Arbeitnehmer männl. 789% 7933 7853 7764 7180 7069
mit Wohnsitz außerhalb weibl. 256 244 246 954 205 212
des Saarlandes insges. KI52 8177 8099 8018 7385 7 281
Mithelfende Familien- männl, 14651 4605 4556 4516 45311 4508
ingehörige weibl. 18759 18915 18431 77995 17865 17678
inszes. 23410 23520 22987 29311 22376 175
Die Auftragslage der Haftsteinwerke
in den Bezirken St. Wende
und Saarlouis hat sich gebessert. Der
Betrieben fehlen noch 15 Steinbrucharbeiter,
Die Schiefergrube in Wadrif
mußte 15 Kräfte entlassen, deren anderweitige
Unterbringung keir
Schwierigkeiten bereitete.
Stockungen im Absatz ihrer Pro
duktion veranlaßte die Mosaikplatten
fabrik und die Steingutfabrik Vik
jeroy & Boch in Mettlach zur Ver
meidung von Entlassungen, die 40
Stundenwoche einzuführen. Die am
gekündigte Freistellung der für des
Wiederaufbau eingesetzten Arhails
Zeamte
männ|. 9706 9767 9911 10004 10058
weibl. 1211 1213 * 213 1928
insges. 10917 10980 11123 "1226
*0131
336
367
Selbstständige. männ. 97442 275 27372 97398
weibl. 1338 4405 2477 a A79
mspgar 91780 21937 81849 81 800
27 536
525
39 061
7 587
587”
99 174