Full text : Ueber die Ausführung und Verwertung von Wasserkraftwerken an kanalisierten Flüssen (14)

Leistungsfähigkeit unter Umständen durch Talsperren, die das Wasser
der Seitenbäche der Mosel abfangen und aufspeichern, noch erhöht
werden könnte. Die Füllung der Hochbehälter würde unter Anwendung
von Hochdruckzentrifugalpumpen durch die Turbinen des Wasser—
kraftwerkes in der Zeit fast kostenlos bewirkt werden können, in der
ein Ueberschuß an Kraft vorhanden ist, also besonders in der Nacht—
zeit. Anstelle der Hilssdampfmaschinen würden in diesem Falle die
aus den Hochbehältern gespeisten Hochdruckturbinen zum Antrieb
der Dyumomaschinen verwendet werden.
Der rechnerische Nachweis des wirtschaftlichen Vorteils einer
derartigen Anlage kann nur aufgrund genauer Untersuchungen, die
zurzeit noch fehlen, geführt werden. Es muß aus diesem Grunde
hier auf die weitere Besprechuug dieser im übrigen sehr beachtens
werten Art der Wasserkraftausnutzung ohne Hilfsdampikraft verzichtet
verden. Diese Einrichtung findet sich z. B. beim Kraftwerk der
Sengbachtalsperre bei Solingen, wo die für gewöhnlich bemutzten
Niederdruckturbinen aus der Wupper bei 5,2 meGefälle gespeist,
m Bedarfsfalle dagegen Hochdruckturbinen benutzt werden, die ihr
Triebwasser aus der Talsperre selbst mit 50 m Gefallhöhe entnehmen.
Hiernach kann zur Berechnung der Anlage- und Betriebskosten
des Wasserkraftwerkes übergegangen werden.

—E
            
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