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zahl würde demnach 124 betragen. Hiezu kommen noch die Dienstboten und
der Haushalt des Pfarrers, sowie die Familie des Müllers, der an und
für sich nicht zu den Untertanen zählte und auch im Verzeichnis nicht genannt
ist; diese umfassen zusammen kaum mehr als 16 Personen, sodaß wir der
Wirklichkeit ziemlich nahe kommen, wenn wir sagen:
Am Ausgange des 16. Jahrhunderts hatte St. Ingbert
eine Bevölkerung von etwa 140 Einwohnern.
Es war damals also nicht viel größer als heute Reichenbrunn. — Den
31 Hausgesessen entsprachen 30 Wohnstätten; denn die Nr. 19,20 wohnen in
einem Hause. St. Ingbert zählte demnach mit der Mühle, der Kirche und
dem Pfarrhause 33 größere Gebäulichkeiten.
Die Bevölkerung war durchgehends eine bäuerliche. Wohl macht das
Verzeichnis einen Unterschied zwischen 1. Acker- und Fuhrleuten und 2. Ein—
spännigen, worunter die Handwerker und Taglöhner zu verstehen sind. So
wenig von den Fuhrleuten behauptet werden kann, daß sie keine Ackerleute
waren, ebensowenig dürfen wir von der 2. Klasse annehmen, daß sie nur ihrem
Handwerk oder der sonst angegebenen Beschäftigung ausschließlich oblagen. Auf
den Dörfern war dies in früherer Zeit geradezu ausgeschlossen. Wir wissen
3. B. aus dem Jahre 1651, daß ein gewisser Johannes Ochs ein Leinenweber
war. Das hinderte ihn aber durchaus nicht, sich nebenbei noch 1 Pferd und
2 Kühe zu halten.
Aber gerade der Umstand, daß die Handwerker unter der kleinen Be—
völkerung des Dorfes von ihrem Handwerk allein nicht leben konnten und des—
halb auf die Landwirtschaft angewiesen waren, veranlaßte die strebsameren Ele—
mente ihres Handwerks wegen zur Auswanderung und Niederlassung in den
Städten. Und dies erst recht die Söhne der ländlichen Handwerker, die ent—
weder beim Vater das Handwerk erlernt oder es sich zum Lebensberuf erwählt
hatten und in der Stadt ein neues Handwerk, für welches das Land kein Ab—
satzgebiet oder doch nur ein sehr beschränktes war, erst erlernen wollten. Merk—
würdigerweise begegnet uns im Jahre 1608 ein St. Johanner Bürger: Ing—
brecht, ein Hutmacher?s). Es steht wohl nichts im Wege, ihn für einen
geborenen St. Ingberter zu halten, zumal er nur einen Namen hat, den er
offenbar nur aus St. Ingbert mitbringen konnte. Er ist identisch mit dem
Hutmacher Ingbert Gauer, der im Jahre 1635 starb“s). Wegen feiner Her—
kunft aus dem (Blies-) Gau — Land (im Gegensatze zur Stadt) erhielt er
später den Beinamen Gauer. 1658 findet sich ein Ingbrecht Gaue), offenbar
ein Sohn des vorigen; die Formen Gau und Gauer bezeichnen ein und das—
selbe, nämlich die Herkunft.
Betrachten wir das Verzeichnis der Untertanen genauer, dann sehen wir,
daß die Familiennamen noch nicht vollständig zur Entwickelung gelangt sind.
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Ruppersberg III Bd. SS. 176, 731 und 732.