um 1490 von Kurtrier eingezogen, nachdem die betreffende Linie im Mannes—
stamme erloschen war. Erst am 25. August 1532 wurden sie von Kurtrier
dem Hans III. von St. Ingebrecht gereicht, wie sie sein Vater sel. von Heinrich
Vogt zu Hunolstein empfangen. Zugleich erhielt er auch die kurtrierischen
Lehen, die sein Vater zu St. Ingebrecht besessen.“
Hans III. ist vermutlich der erste, welcher den Titel „Reichs ritter
von St. Ingbrecht“ führte. Er wandte sich mehr dem ruhigeren Hofleben
in Zweibrücken und zugleich der neugläubigen Lehre zu.uä Am 25. Dezember
1532 wurde er zum zweibrückischen Haushofmeister ernannt mit einem Gehalt
von 16 Gulden und 2 Hoftüchern jährlich. Pensioniert wurde er Alters halber
am 12. September 1547; um seiner treuen Dienste willen wurden ihm 16
Gulden bisheriger Gehalt und 1 Hoftuch nebst der Hofkost als Pension gewährt.!
Hans III. hatte zwei Söhne; der eine hieß wie der Vater, Hans IV; er
er wurde als Ioannes Ingelbrechtus a duobus pontibus, nobilis im Jahre 1538
an der Universität Marburg immatrikuliert; später wurde er vermutlich zwei—
brückischer Rat unter Herzog Wolfgang (15445 1569.4* Der andere Sohn
war Heinrich. Am 24. August wurde er als rechtsgelehrter Rat vom Adel
der zweibrückischen Kanzlei zugeordnet und erhielt 25 Gulden, Futter für
1Pferd, 1 Hofkleid und Ersatz der Hofkost, am 24. August 1536 eine Zulage
von 5 Gulden, 6 Malter Korn, 1 Fuder Wein.“s Als Rat erscheint er noch
im Jahre 1558.16 Am 24. Juni 1564 verkanfte er Scheuer und Stall in der
Lauergasse zu Zweibrücken.“
Sammel von St. Ingbrecht, der uns erst 1572 begegnet, war ver—
mutlich ein Sohn von Hans 1V. und vermählt mit Margareta von Trohe.
Er tanschte 1576 gegen seinen Anteil an dem Dorfe Wellesweiler von Graf
Albrecht von Nassau-Ottweiler den Hof Kirchheim bei Breitfurt an der Blies
ein, welchen Graf Johann IV. von Nassau-Saarbrücken durch Schenkung von
seiner Schwester Johanna, Aebtissin zu Herbitzheim an der Saar, 1555 erhalten
i) Original im Staatsarchiv Coblenz; siehe Anhang Nr. J. Wir geben die
Urkunde im Wortlaute, weil sie die einzige Notiz enthält von den Lehen zu St. Ingbert.
Das wohlerhaltene Siegel des Hans von St. Ingbrecht zeigt im schindelbedeckten Felde
drei heraldische Lilien 6), auf dem Helme eine Krone, überragt von einer heraldischen Lilie.
Aa) Für die folgende und teilweise noch für die vorhergehende Zeit enthält viele
Notizen über unsere Familie das Buch: „Wahrhafter Status causae und Deduktion
von Pfalzzweibrücken gegen die von Schorrenburg“, das uns leider nicht zur Ver—
fügung stand.
2) Eid a. a. O. S. 27 u. 57.
3) Siehe Westpfälzische Geschichtsblätter 1904 S. 35.
29) Molitor, Zweibrücken, Burg u. Stadt S. 196; vielleicht ist auch sein Vater
Hans III. damit gemeint.
18) Eid, a. a. O. S. 184.
is) Molitor a. a. O. S. 196.
1) Ebendaselbst S. 89 Anm. 2.