Full text : Deutsch die Saar immerdar!

aufleben zu lassen, fühlen wir uns veranlaßt, unser Bekenntnis vom 20. De—
zember 1924 feierlich zu erneuern. Wir erklären: Das „Journalhdes
Francçais de la Sarre“ ist ein Organ, mit dem die Bevölkerung des
Saargebiets nichts gemein hat. Wir erheben aufs schärfste dagegen Ein—
spruch, daß dieses Blatt sich unter Mißbrauch des Saarlouiser Stadtwappens
anmaßt, das Sprachrohr der deutschen Saarbebölkerung sein zu wollen. An
den Äußerungen dieses Blaktes über die Bevölkerung
der Stadt Saarlouisist kKein wahres Wort. Je mehr auf solch
lügenhafte Weise versucht wird, den treudeutschen Charakter der Stadt Saar—
louis in Zweifel zu ziehen, desto entschiedener wirdihre Bevöl—
kerungderartige Unterstellungenzurückweisen. Stadt
und Kreis Saarlouis und mit ihnen das ganze Saar—
gebiet waren deutsch, sind deutsch und bleiben deuftsch.
Sie wünschen nichts sehnlicher als eine baldige Rückgliederung an ihr deutsches
 Vaterland.“
Können diese Rufe aus der Seele eines Volksteiles nach dem höchsten
Gut der Rückkehr zum angestammten Mutterlande im Zeitalter der Selbstbestimmung
 der Völker wirklich noch länger ungehört verhallen, kannes
der Völkerbund und das Weltgewissen wirklich vor
einer höheren Gerechtigkeit noch länger verant—
worten, wegen materieller Interessen machtstreberischer Kreise die eigenen
Grundsätze zu verleugnen? Der Wille und der sehnlichste
Wunsch der Sagarbevölkerung muß endlich erhört uünd
erfüllt werden, wenn es noch eine Gerechtigkeit in
der Welt geben soll. Das deutsche Volkstum an der Saar läfzk sich
nicht unkerdrücken, allen Widersachern zum Trotz, und wahr bleiben wird
das Wort der Saardeutschen: —

„Deutschsind wir und deutschbleiben wir!“

Die Aufgaben des Bundes der Saarvereine und der
Geschäftsstelle „Saar⸗Verein“ für das Saargebiet.

Der Bund der Saarvereine und die Geschäftsstelle „Saar-Verein“ sind
paterländische überparteilische Organisationen, deren Gründung auf eine
Anregung des Herausgebers dieses Merkblattes, des Verwalkungsdirektors
Theodor Vogel!-Berlin, zurückzuführen ist. Selbst ein Ausweisungsopfer der
brutalen französischen Militärdiktatur bald nach der Besetzung des Saargebiets,
die ihn von Heimat und Heim verbannte, hatte er gleich von Anfang der Ver—
gewaltigung des Saargebiets an erkannt, daß es einer Sammäelstelle, einer
Zentralstelle bedürfe, um den zahllosen gleichen Opfern der Vergewaltigung
des Saargebiets helfend und schützend mit Rat und Tat zur Seile zu stehen.
Viel Not und Elend ist durch die Tätigkeit der Geschäfisstelle , Saar—
Verein“ in der Zeit der Ausweisungen gelinderi worden. Zugleich aber
wuchs auch die Aufgabe empor, im Deutschen Reiche überall das Inkeresse und
            
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