Und die Saarbrücker Stadtverordneken erklärten am 27. No—
vember 1928 u. a. feierlich:
Die Aufrechterhaltung eines politisch und wirkschaftlich autonomen
Saargebiets würde dem polikischen Willen der Bevölkerung und ihrem
Selbstbestimmungsrecht, in dessen Ausübung sie die schleunige Zurück—
führung zu Deutschland verlangt, widersprechen und in Europa dauernd
einen Herd politischer Kämpfe und Streitigkeiten bestehen lassen.
Die Stadt Saarbrücken ist nach ihrer geschichtlichen Entwicklung
wie nach dem einheitlichen Willen ihrer ortsansässigen Bevölkerung eine
rein deutsche Stadtk. Deshalb hat die Bevölkerung der Skadt nur
Schloßweiher von Jägersburg bei Homburg Pfalz).
den einen Wunsch, sobald als möglich wieder mit dem Deut—
schen Reiche und dem preußischen Staakte, und 3war
ohne Vorbehalt und ohne jede Beschränkung, ver—
einigt zu werden.
Schließlich bleiben noch zu erwähnen die eindeutige Antwort und der energische
Einspruch der Stadtverordneten von Saarlouis gegen—
über der französischen Saarpropaganda, die in einer eigens zu
diesem Zwecke in Nancy gegründeten Zeitung, dem „Journal des Francais
de la Sarre“, den Bewohnern von Saarlouis noch eine gewisse Anhänglichkeit
an Frankreich unkerzuschieben gewagt hat, allwo es u. a. heißt: „Angesichts
dieser fortdauernden Verleumdungen, die offenbar dazu bestimmt sein sollen,
in gewissen Völkerbundkreisen das Märchen von den Saarfranzosen wieder