Full text : Deutsch die Saar immerdar!

„Wir wollen dem Himmel, der sich über dem deutschen Saarland
wölbt, geloben, daß wir dereinst mit reinem Herzen dastehen wollen, wenn
der herbeigesehnte Tag der Entscheidung naht!“
Aus dem Herzen der Saarbevölkerung war es gesprochen, als s. Zk. am
Volkstrauertag für die gefallenen deutschen Kämpfer im Weltkriege
in der Gedächtnisrede versichert wurde:
„Es wird ein Ehrentikel des Saargebiets bleiben, daß die Menschen,
die im Saartal wohnen, die hier mit ihrer Heimatscholle verankert sind, mit
ihren Seelen, mit den tiefsten Wurzeln ihres Familienlebens und ihres
Volkskums, daß diese Menschen eher sterben werden, als dem Vaterlande
die Treue zu brechen!“
Auch die politischen Partkeien vereinigkten sich zu solchen Treuebekundungen
 markanter Art. Der Vertreter der deutsch-saarlän-—
dischen Volkspartei versicherte:
„Eine der unabänderlichen Tatsachen aber ist, daß das Saargebiet von
jeher deutsch war, deutsch ist und deutsch bleiben wird! Allen Verdrehungen,
aller Gewalt zum Trotz! Wer diese Tatsache anerkennt, kann mit der
Saarbevölkerung im Frieden.leben, wer sie abzuleugnen wagt, dem sei der
Kampf angesagt. Ein Kampf, in dem die Saarbevölkerung unbedingt
siegen wird!“
Von einem Vertreter der Zentrumspartei erklang das Wort:
„Die Vaterlandsliebe ist etwas Heiliges, die durch Christentum und
Religion geadelte Heimatliebe freier und selbständiger Herzen und Köpfe.
Diese Liebe schenken wir dem deutschen Vaterlande. Keine Barriere ist
stark genug, um das Herz des deutschen Saarlandes vom Herzen der
deutschen Mutter loszureißen! Alles, was an uns unsterblich ist, ewig ist,
gehört Gott und der Kirche, alles andere aber soll einst ruhen in der Mutter—
erde Germania und soll heimkehren zum Vaterlande Deutschland. Das
ist der erste und letzte Wille des Saarlandes!“
Und von der sozialdemokratischen Partei lautete das Gelöbnis:
„Das Saarproblem ist längst überfällig und reif, mit dem Problem der
gänzlichen Beseitigung der Besatzung im besetzten Gebiete gelöst zu werden.
Das Staaksgebilde im Saargebiet ist absolut ungesund und krank, politisch,
wirtschaftlich, sozial und kulkurell, und seine einzige Heilung kann daher nur
sein: „die baldigste Rückkehr zu Deuschland.“
Der Landesrat erklärte am 7. Dezember 1928 u. a. einstimmig:
„Zehn Jahre sind vergangen, seildem fremde Truppen das Saargebiet
besehzt haben; zehn Jahre, seitdem das Saargebiet unker der Fremdherr—
schaft steht.
Zehn Jahre bitterer Erfahrungen, politischer Entrechtung und wirt—
schaftlicher Not haben uns gelehrt, was es heißt, von seinem Vaterlande
getrennt zu sein.
In unverbrüchlicher Treue ersehnen wir die Rückkehr zu unserem
deutschen Vaterlande, von dem man uns nie hätte trennen sollen. Räumung
des Rheinlandes und Rückgabe des Saargebietes sind untrennbar mit—
einander verknüpft. Beide müssen baldigst Wirklichkeit werden, soll eine
wahre Völkerversöhnung zustandekommen ...“
            
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