Deutsche Treubekenntnisse der Saarbevölkerung.
Die deutsche Saarbevölkerung hat unter der Fremdherrschaft immer
wieder mannhaft und unentwegt öffentlich das Bekennknis abgelegt, daß
sie in ihrer Treue unerschütkerlich am deutschen Vaterlande festzuhalten entschlossen
ist. Noch unter dem Drucke der Militkärdiktatur stehend, angesichts
des Verlangens Frankreichs, das Saargebiet und seine Bevölkerung dem
französischen Staate einzuverleiben, haben aufrechte deutsche Männer des
Stadt-und Landkreises Saarbrücken im Dezember 1919 in
einer Eingabe an Wilson erklärt, daß die Saarbevölkerung nach Sprache,
Mimbach a. d. Blies (Pfalz).
Abstammung, Geschichte und Gesinnung kreu deutsch sei und auch in der Zeit
des kiefsten Unglückes des deutschen Vaterlandes mit ihren deutschen
Brüdern und Schwestern verbunden bleiben wolle. Schon 1919 trat die
Stadt Saarlouis mit einem Bekenntniszu Reichund Preu—
ßen der französischen Propaganda entgegen. Sie wiederholte es am 9. Januar
1925 durch ein Schreiben an den damaligen französischen Ministerpräsidenten
Herriot: „Dem Herrn Winisterpräsidenten Herriot bitten wir die Ver—
sicherung zu geben, daß er uns als deulschen Bürgern der Stadt Saarlouis
mit seiner klaren Antwort, wonach von einer Abtrennung der Stadt Saarlouis
keine Rede sein kann, eine rechte Weihnachtsfreude bereitet hat.“
Beim Antritt der Fremdherrschaft der Völkerbundsregierung dereinigte sich
die Bevölkerung zu einer machtvollen Kundgebung für ihr Deutschtum, an