Full text : Deutsch die Saar immerdar!

An dem Ergebnis einer Abstimmung ist seit langem schon nicht mehr zu
zweifeln, es wird ein glänzendes Zeugnis für Deutschland werden, da mehr
wie 99 der Bevölkerung sich für den Wiederanschluß an das Deutsche
Reich entscheiden werden. Liegt somit in der Abslimmung selbst keine Gefahr
für Deutschland und das Saargebiet, so doch in der UÜbertragung der Ent—
scheidung über die Zukunft des Landes auf den Völkerbund. VNach dem
Versailler Vertrag darf der Volkerbund zwar weder nach freiem Ermessen
noch nach anderen Gesichtspunkten als dem des Ergebnifsses der Volks—
abstimmung entscheiden, unker welche Staatshoheit das Gebiet endgültig ge—
stellt werden soll. Er hat bei seiner Entscheidung so genau als möglich zu fußen

Homburg (Pfalz), Blick vom Karlsberg.

auf dem Mehrheitsergebnis der Volksabstimmung dergestalt, daß sein Spruch
nur als eine Festlegung des durch die Abstimmung zum Ausdruck gekommenen
Wunsches der Bevölkerung erscheint. Ob aber der Völkerbund sich im Rahmen
dieser ihm vom Versailler Vertrag vorgeschriebenen Aufgabe halten wird, ist
eine andere Frage. Man kann krotz der klaren Rechkslage nicht ohne Sorge
sein, wenn man an die Entscheidungen des Völkerbundes über Eupen—-Malmedy
 und Oberschlesien denkt. Bei diesen Entscheidungen wurden angeb—
liche wirtschaftliche Zusammenhänge als Scheingründe herangezogen, um ein
für Deutschland ungünstiges Urteil zu fällen. Hier liegt eine große Gefahr,
denn Frankreich versucht wirtschastliche Zusammenhänge zu schaffen und als
maßgebend für die Enkscheidung über das Saargebiet hinzustellen. Daß das
            
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