Full text : Deutsch die Saar immerdar!

kurier“, sind nach wenigen Jahren von den deutschen Bergleuten erledigt
worden. Die Verbände konnten nur einige Mitglieder unter den übelsten
Elementen gewinnen, zugewanderte dunkle Existenzen, einige Postenjäger ...
mit denen nicht viel Staat zu machen war. Der anständige Bergmann hielt sich
von ihnen fern. Bei den beiden ersten Landesratswahlen brachten sie noch
nicht einmal ein Mandat durch. Bei der dritten versuchten sie es gar nicht,
ihre Anhänger aufzurufen, sie verzichteten auf eine Liste. Das mit ungeheuren
Mitteln unkerstützte Propagandaorgan, der „Neue Saarkurier“, das nach der
Pfeife der französischen Militärs kanzen mußte, sich aber ein pazi—

Merzig: Bürgermeisteramt, ehemaliges kurfürstliches Jagdschloß.

fistisches Mäntelchen umhängte, stellle sang- und klanglos sein Erscheinen ein.
Es gewann keine Abonnenten und wurde nicht gekauft.
Mehreren Hundert zuverlässig gebliebener preußischer Bergbeamken hat
dieser Kampf gegen den Saarbund ihre Lebensstellung im Grubenbetrieb des
Saargebiets, die ihnen von Jugend an lieb geworden war, gekostet, die anderen
konnken nur unter schwersten persönlichen Opfern sich im Dienste halten. All
diesen tapferen deutschen Männern gebührt unsere höchste Anerkennung, ihrer
aller sei stets mit höchster Bewunderung gedacht.
Ein nicht minder großes Fiasko sollte Frankreich mit dem Versuche, die
Saargruben in den Dienst der französischen Annexionsbestrebungen zu stellen,
auch auf einem anderen Gebiet erleiden. Nach 8 14 der Anlage hinter Art. 50
des Friedensdiktats von Versailles, dem sog. Saarstatut, „kann der fran-
            
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