darstellte, die sich den Saarbunds- bzw. Saarzentralverbandsbestrebungen nicht
gefügig zeigten. Bald hatte auch der Saarseparatismus sein eigenes Tageblatt
in Gestaͤlt des „ Neuen Saar-Kurier“, dessen Abonnemenksquittung
bald offiziell als Mitgliedskarte zum Saarbund galt. Was die loyal auf dem
Boden der im Januar 1920 vereinbarten „Dienstsatzung für die deutschen
Angestellten der französischen Verwaltung der Saarkohlengruben“ stehenden,
ihren Dienst pünktlich und ordnungsmäßig verrichtenden, aber dabei ihre
hnen im Verjsailler Friedensvertrag gewährleistete deutsche Gesinnung nicht
verleugnenden deutschen Bergbeamten und Bergleute im Saarbergbau zum
Niedtal bei Siersdorf (Kreis Merzig)
großzen Teil unter ihren französischen Vorgesetzten zu erleiden und aus—
zuhalten hatten, ist eines der traurigsten Kapitel aus der
Heschichte des selbständigen Saargebietes seit seiner Erschaffung
am 10. Januar 1920, aber zugleich ein einziger erhebender Helden—
fang von deutscher Treue, deutscher Tapferkeit und
deutschem Mutl gegenüber den schwierigsten Lebens- und Arbeitsverhältnissen
und täglich sich aufkürmenden Berufsgefahren. An der unbeugfamen
deutschen Treue von Belegschaft und Beamken—
schaft der Saargruben sind Saarbund und Saar—
zentralverband zerschellt.
Diese Sumpfpflanzen, die mit Hilfe französischen Geldes ins Leben
gerufenen Arbeiterorganisationen und das Reptil des „Neuer Saar