den Gruben zunächst ziemlich rakt- und hilflos gegenüber. In dem kern—
deutschen Saargebiet vermochten sich die meisten von ihnen, die zunächst kein
Wort Deutsch konnken oder verstanden, die mißtrauisch und ängstlich nur
gestützt auf die Bajonette der im Saargebiet unter Verstoß gegen den Frie⸗
densvertrag garnisonierenden Regimenter der Bevölkerung gegenüberstanden,
nur schwer zurechtzufinden. Sie brauchten deshalb die zuverlässigen preußischen
Beamten im Bureau und Betrieb auf Schritt und Trikt, um so mehr, als eine
große Zahl der nunmehr in der Verwaltung und Ausbeutung der Saargruben
duftfauchenden französischen Angestellten überhaupt keine im Bergbau auf—-Saarlouis:
Teilansicht.
gewachsenen oder ausgebildeten Männer, sondern bunt zusammengewürfelte
Elemente waren. Allmählich, stellenweise sogar ziemlich schnell, verstanden die
neuen Herren sich den Verhältnissen anzupassen, insbesondere auch mit der
deutschen Sprache etwas besser ferlig zu werden. Da außerdem der Einfluß
Frankreichs auf dem Kontinent, der 1919/1920 noch keineswegs ausschlag⸗
gebend war, infolge des politischen Fiaskos Englands auf allen Gebieken und
des endgültigen Rückzuges Amerikas aus den europäischen Verhältnissen
immer größer und damit de WunschFrankreichs aufendgültige
Aneignung des Saargebietes, insbesondere seiner Kohlen⸗
gruben, immer stärker wurde, so begann allmählich für die in Erwartung
soyaler Behandlung in französische Dienste eingetretenen deutschen Bergbeamten
und in gleicher Weise der französischen Willkür ausgelieferten
Tausende von Betgleuͤten eine schwere Leidenszeit. Nachdem die